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Immer mehr Flüchtlinge in Turnhallen: Sport sucht nach Lösungen

Der Sport gerät in Not. Während eine Flüchtlingsunterbringung in Turnhallen in Unna nur das „ultimativ letzte Mittel“ sein wird – wir berichteten über dieses Statement des Bürgermeisters – ist sie in Fröndenberg erstmals konkret und wird sie auch in anderen Städten des Kreises notgedrungen bereits vorgenommen (aktuell in Werne-Stockum). Die hiesigen Sportvereine arrangieren sich (noch) mit der Ausquartierung, hoffen, dass sie von begrenzter Dauer ist und kooperieren so lange mit anderen Vereinen.

Doch der NRW-Dachverband, der Landessportbund, geht heute erstmals in die Offensive. Er sieht exitenzbedrohende Probleme für die Vereine,  weil Training und Wettkämpfe nicht mehr möglich sind. Binnen eines Monats habe sich die Zahl der Sporthallen, die in NRW als zeitweilige Flüchtlingsunterkünfte dienen müssen, mehr als verdoppelt. Statt in 150 könnten die Vereine in über 400 Hallen keinen Sport mehr treiben, ergab eine Auswertung des Landessportbundes bei Verbänden und Vereinen.

Erstmals geht der Dachverband der Sportvereine daher heute Abend bei einem Treffen von Sportfunktionären des Ruhrgebiets in die Offensive. Bei einem Krisengespräch in Essen will man gemeinsam Lösungen erarbeiten. Man habe großes Verständnis für die Unterbringungsnot der Kommunen und wolle mithelfen, die Flüchtlinge unterzubringen, betont der Verband. Doch die Turnhallen seien der falsche Ort. Gerade bei den reinen Hallensportarten fürchten die Vereine um den Nachwuchs.

Kommentare (38)

  • Tobias Habekost via Facebook

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    Wer trotz der Lage ganz egoistisch Sport für seine Kids will ist bestimmt ein Nazi… /sarkasmusmodus off/

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  • Helmut Brune via Facebook

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    Die „Mutti“ hat’s halt so befohlen. Bin ich damit einverstanden? Eher nicht!

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  • Jama To via Facebook

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    Wir haben auch Sport getrieben ohne Sporthallen! Hatt uns nicht geschadet! Frische Luft tut gut! Raus aus Staubige Hallen bewirkt viel!

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Zur Verdeutlichung, Jama To, dem Landessportbund geht es bei diesem „Krisentreffen“ konkret um Wettkampfsport und langfristige Verlässlichkeit für z. B. die Leichtathletik. Man will Lösungen suchen.

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    • Jose Araque via Facebook

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      Und leichtathletik muss zwingend in einer Halle stattfinden?

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Das müssen die Sportvereine beantworten, Jose Araque. Wir geben hier wieder, dass der Landessportbund – als Dachverband – Probleme sieht.

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  • Andy Fischer via Facebook

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    Das wird noch böse enden

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    • Jose Araque via Facebook

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      Inwiefern wird das böse enden?
      Wenn Medien nicht ihre Leser aufstacheln würde und mehr Menschen bei der Integration der Flüchtlinge helfen würden, wäre der Wirtschaft geholfen, es würden mehr Steuereinnahmen in die Stadt Kassen fliesen. Was haben wir davon hilfesuchende Menschen zu diskreditieren?

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    • Andy Fischer via Facebook

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      Bla bla bla Gutmenschengebrabbel.

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    • Hans Kammler via Facebook

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      Integration? Klappt seit 50 Jahren nicht. Mehr Steuereinnahmen? 90% der „flüchtlinge“ sind laut Frau nahles nicht zu gebrauchen für den Arbeitsmarkt. Hilfesuchend? Wohl eher fordernd, frech, dreckig und kriminell.

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    • Svense Kennze via Facebook

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      Hans Kammler, die sind erstmal „nicht zu gebrauchen“, weil die Deutschkenntnisse fehlen, weil Bildungsabschlüsse und bestehende berufliche Qualifikation noch nicht bekannt sind. Da liegt doch die gesellschaftliche Aufgabe. Und wenn Integration klappen soll, dann muss man sich nur die letzten 50 Jahre entsprechend kritisch mal anschauen und es besser machen.

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  • Susanne Appelstiel via Facebook

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    Ganz böse :-(

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    • Susanne Appelstiel via Facebook

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      Ich wollte auf Andy Fischers Kommentar antworten. Er schrieb, dass wird noch böse enden, ich meinte daraufhin – ganz böse. War vielleicht nicht richtig ausgedrückt, deshalb hier eine Klarstellung!

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  • Paul Sommer via Facebook

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    Wüsste eine Lösung, aber man kann/darf seine Meinung ja nicht mehr sagen.

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  • Petter Uhlenbusch

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    • Svense Kennze via Facebook

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      Ja und genau diese falschen Vorstellungen müssen raus aus den Köpfen. Dann muss man aber auch bereit sein, dass Asylrecht insoweit zu ändern, dass die Leute überhaupt arbeiten dürfen. Deutschkurse und ran an die Arbeit. Aber da zucken ja schon einige aus bestimmten politischen Ecken und wittern fiese Ausbeutung usw. Einige werden da anfangs ganz sicher erstmal im niedrigstlohnsektor arbeiten, aber besser als den ganzen Tag abzugammeln.

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  • Svense Kennze via Facebook

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    Eine Dauerlösung kann die Unterbringung in Sporthallen weder für die Flüchtlinge, noch für die Sportvereine und Schulen sein. Es müsste eigentlich jetzt damit begonnen werden Häuser zu bauen. Viele Objekte aus dem Bereich des sozialen Wohnungsbaus sind ja in den letzten Jahren leider privatisiert worden. Aber alles Lamentieren hilft nix, jetzt muss gebaut werden und dazu sind Investitionen erforderlich. Eigentlich sogar ne Marktlücke für private Betreiber. Ich bin aktuell schon ziemlich enttäuscht von den ganzen politischen Grabenkämpfen und der Profilierungssucht grade der Bundespolitik. Jetzt wäre es an der Zeit für alle demokratischen Parteien an einem Strang zu ziehen und ein entsprechendes Investitionsprogramm anzuschieben. Davon würde übrigens auch das lokale Handwerk und darüber die Kommunen profitieren. Zwischen dem ganzen panischen „Asylflut stoppen“ und mit Luftballons am Bahnhof stehen und klatschen gibt es einen sehr sehr breiten Raum, der jetzt mit realistischer und vernünftiger Politik gefüllt werden sollte. Wir ersticken zwischen zwei extrem ideologisierten Lagern und es bewegt sich viel zu wenig. Bevor hier aber einer im Winter in nem Zelt schlafen muss…tja dann muss es wohl die Turnhalle sein.

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    • Petter Uhlenbusch

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      Ja und wer bezahlt das alles?

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      • Svense Kennze via Facebook

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        Letztlich in weiten Teilen der Staat und damit der Steuerzahler. Allerdings sollte man es auch nicht zu schwarz sehen, letztlich ist das auch eine Reinvestition in das lokale Handwerk, die wiederum Steuern bezahlen. Wir werden sicher nicht von heute auf morgen alle Menschen wieder los und es gibt auch ganz sicher einige darunter, die hier durch ihren Konsum und eigene Leistung ihren Teil beitragen werden. Ich finde das amerikanische Modell nicht schlecht. Wenn sicher ist, dass einer bleiben darf, dann MUSS er arbeiten (egal was), als Unterstützung gibt es weniger Geld, als eher Sachleistungen. Ich bin auch nicht dafür die Leute sich hier in der sozialen Hängematte ausruhen zu lassen (machen im Übrigen auch manche Deutsche), sondern sie aktiv in den wirtschaftlichen Kreislauf einzubinden. Es geht einfach nicht ohne Investition, da können wir uns noch lange aufregen. Jetzt ist es aber an der Zeit aktiv zu werden, besser wird es so nämlich auch nicht.

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        • Petter Uhlenbusch

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          @Svense Kennze
          Svense da gebe ich Ihnen in weiten Teilen recht… wenn auch zähneknirschend. Das Zeitfenster, in dem wir den von Merkel & Co. angerichteten Schaden hätten eindämmen können, ist leider vorüber. Der Albtraum ist aber noch nicht vorbei. Der Zuzug unberechtigter Scheinasylanten hält unvermindert an. Wenn sich nicht etwas grundlegendes ändert, werden wir noch Monate oder Jahre mit illegalen Einreisen rechnen müssen. Glaubt einer das sich die aufgeheizte Menge durch Transitzonen eindämmen lässt? Nein. „Mama Merkel“ hat gerufen und das wird noch lange nachhallen.

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          • Susanne Appelstiel via Facebook

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            Schliesse mich da voll an Petter Uhlenbusch

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          • Svense Kennze via Facebook

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            Ich sehe das wirklich von zwei Seiten. Hier wird doch auch nicht nur „Schaden“ angerichtet. In Zuwanderung liegt immer auch eine Chance. Gesellschaften verändern sich, dass ist auch notwendig. Es entstehen neue ökonomische und gesellschaftliche Reize. Das Maß der Dinge ist doch der Schlüssel. Da sehe ich den Fehler. Weil man nicht kanalisiert und sich entsprechend vorbereitet hat, läuft hier einiges aus dem Ruder. Das führt doch zum Unmut, zu berechtigten Zweifeln und ökonomischen Ängsten. Ich habe das schon des öfteren gesagt, auch eine stabile gesellschaftliche, vielleicht auch nationale Identität hilft die Probleme zu bewältigen. National nicht im Sinne von Rasse, sondern im Sinne der Werte des Grundgesetzes und unseres Rechtssaates. Deshalb müssen wir auch zwingend zu geordneten Verfahren kommen und alte Denkmuster überprüfen. Wer und wieviel „Scheinasylanten“ sind, das lässt sich seriös doch jetzt garnicht sagen, dafür laufen doch noch zig Verfahren. Sie haben aber recht, zu Rechtsstaatlichkeit gehört bei negativem Bescheid auch konsequent auszuweisen. Wenn wir Zuwanderung wollen, dann geht das nicht ohne klare Regeln. Da wird dann selbstverständlich ausgewählt. So macht das jedes klassische Einwanderungsland. Wir machen das grad nicht.

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      • Jose Araque via Facebook

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        Wer sagt eigentlich, das diese Menschen nicht arbeiten möchten?

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      • Rundblick Unna via Facebook

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        Eines der vielen Probleme momentan ist, richtig, Jose Araque, dass Asylsuchende viele Monate gar nicht arbeiten DÜRFEN und durch die momentane Gesetzeslage zur Untätigkeit gezwungen sind.

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      • Jose Araque via Facebook

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        Und warum heizt der Rundblick Unna diese Diskussion weiter an, wenn sie sich doch hier so einsichtig zeigt?

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      • Rundblick Unna via Facebook

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        Wir zeigen uns nicht „einsichtig“, wir „heizen“ auch nichts „ein“, wir berichten schlicht, dass sich der Landessportbund um seine Vereine Gedanken macht und in Gesprächen nach Lösungen sucht, Jose Araque. Wenn sich daraus Diskussionen entwickeln, werden wir den hier Kommentierenden nicht den Mund verbieten. Schönen Gruß aus der Redaktion.

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      • Jose Araque via Facebook

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        Mögen sie Beispiele sehen? Wie kann es dann sein, das eine Redaktion Kommentare zulässt, die stark an Volksverhetzung grenzen?

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      • Jose Araque via Facebook

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        Ich Rede nicht nur von diesem Bericht. Ich Rede davon. Wie diese Seite im allgemeinen betrieben wird

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      • Svense Kennze via Facebook

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        Jose Araque welcher Kommentar grenzt denn insbesondere hier an Volksverhetzung?

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      • Jose Araque via Facebook

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        Hm, na dann fragen Sie mal die Redaktion, da ihrer Meinung nach so was ja nicht öffentlich besprochen werden darf.

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      • Jose Araque via Facebook

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        Ich bestimme nicht was Hetze ist oder nicht, Herr Svense Kennze. Das steht ziemlich deutlich in dicken Büchern.
        Auch, haben Sie nicht deutsche Leiszungsbezieher gemeint, das war ziemlich deutlich zu lesen.
        Ich weiß nicht welche Ideologie mich verblendet haben soll. Ich sehe dieses Elend täglich, welches in den Unterkünften herrscht, waren Sie schon mal in einer Flüchtlingsunterkunft? Haben Sie sich schonmal mit einem Jesiten oder einem Roma unterhalten, der allein aufgrund seiner Herkunft oder seiner Religion verfolgt und auf menschenunwürdige Art diskriminiert wird? Haben Sie sich schonmal mit einem Mann unterhalten der in der Türkei geholfen hat angeschwemmte Leichen zu bergen? Sollten Sie mal!

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      • Svense Kennze via Facebook

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        Wer sagt Ihnen das ich das nicht getan habe Jose Araque? Wer sagt Ihnen das ich noch nie in einer oder gar sehr vielen Erstaufmahmeeinrichtungen gewesen bin? Ich stelle in keinster Weise in Frage, das es besser ist Menschen ein Dach über den Kopf und Hilfe zu gewähren, anstatt eine Sporthalle frei zu halten. Da gibt es nix zu diskutieren. Neben all der notwendigen Hilfe gibt es aber auch Probleme und die löst man nur, wenn man sie benennt. Wie gut kennen Sie sich denn in den Problemstadtteilen bundesdeutscher Großstädte aus, die genau daran kranken, dass seit Jahrzehnten keine ehrliche Auseinandersetzung über gescheiterte Integration stattgefunden hat? Das auch der Sozialstaat seine Fehler hat? Es gibt hier kein schwarz und weiß, sondern ganz viel grau. Und was darf meiner Meinung nach nicht offen besprochen werden? Ich habe ein Problem mit Auseinandersetzung, wenn eine Seite für mein Empfinden etwas vorschnell mit Volksverhetzung kommt und die andere Seite den Untergang Deutschlands prophezeit, weil wir Flüchtlinge aufnehmen. Sehen Sie, in den Erstaufmahmeeinrichtungen sitzen halt auch nicht nur verfolgte Jesiden, syrische Christen oder verfolgte Roma. Woher ich das weiß, vielleicht weil ich, wie sie angeraten haben, dort war und mich unterhalten habe. Das meine ich damit, wenn ich finde, dass sie selbst auch engstirnig in eine solche Diskussionen gehen und sich das Recht Raus nehmen andere in Schubladen zu stecken.

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      • Svense Kennze via Facebook

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        Jose Araque, mich haben sie ja auch schon in eine ihrer Schubladen gepackt, nur weil ich vielleicht nicht Ihrer allgemein Auffassung entspreche. Das finde ich kontraproduktiv.

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  • Susanne Appelstiel via Facebook

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    Mal ganz ehrlich, dass sind doch alles keine Lösungen – weder für uns, noch für die Flüchtlinge. Wie lange sollen sie dort bleiben, niemand weiss es. Schuld an der ganzen Misere ist die Politik. Sie stopfen die Menschen überall wo Platz ist rein. Ganz klar möchte ich betonen – niemand möchte, das ein Mensch erfrieren muss, aber so langsam wird es richtig knapp :-(

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