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Im Korsett der Krankenkassen: Petition für Beleg-Hebammen

Eine Hebamme begleitet eine Geburt. Zeitgleich braucht eine andere Frau aufgrund von Vorwehen ihre Hilfe. Während die Hebamme der zweiten Frau hilft, meldet sich eine dritte. Diese müsste – nach den neu geplanten Vergütungsgesetz – selbst für die Betreuung durch die Hebamme aufkommen.

Dagegen wehren sich die Hebammen mit einer Petition.

Die neuen Vergütungsregeln fordert der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen: Jede Hebamme soll nur noch 2 Frauen parallel abrechnen dürfen – jede weitere Frau, die die Hilfeleistung der Hebamme ab einer Stunde vor bis zu 3 Stunden nach der Geburt in Anspruch nehmen möchte, müsste selbst dafür zahlen. Die Kasse soll´s nicht mehr tun.

Der Berufsverband der Hebammen hat eine Onlinepetition gestartet, um diese Verschärfung der Vergütungsregelungen abzuwenden.

Denn die Folgen, fürchten die Hebammen, wären gravierend:

„Das optimale Versorgungsangebot der Frauen würde weiter wegbrechen. Viele Kreißsäle würden mangels Fachpersonal schließen müssen, da es sich die freiberuflichen Hebammen finanziell nicht mehr leisten können, in der Klinik zu arbeiten.“

Gefordert wird:

  • das bisherige Belegsystem und das Fachpersonal zu erhalten
  • weiterhin gute Geburtshilfe in Deutschland zu gewährleisten
  • optimale Betreuung und Versorgung der Schwangeren + Neugeborenen anzubieten
  • beste Betreuung rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett zu ermöglichen
  • geburtshilfliche Kliniken, Geburtshäuser und Hausgeburten zu erhalten
    • eine flächendeckende Versorgung mit Hebammenhilfe im ganzen Land sicher zu stellen

https://www.openpetition.de/petition/online/erhalt-der-beleghebammen

 

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