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IC rast mit 160 km/h heran und überfährt Person auf Gleis – Triebfahrzeugführer erleidet Schock

Ein 11Jähriger geriet an die Oberleitung und erlitt schwere Verbrennungen, ein 14Jähriger kletterte auf einen Strommast, bekam einen Schlag und stürzte in die Tiefe – er wurde lebensgefährlich verletzt. Mehrfach brachten sich in den vergangenen Tagen Kinder und Jugendliche durch ihren Aufenthalt auf Gleisanlagen in Lebensgefahr. Am Samstagabend kam ein weiterer haarsträubender Fall hinzu – mit einem kaum fassbaren Ende.

Gegen 21:50 Uhr raste ein IC mit 160 km/h von Bochum nach Essen, als plötzlich im Lichtkegel der Scheinwerfer zwei Personen auftauchten. Diese überquerten gerade die Gleise. Und während dem einem Mann der lebensgefährliche Ausflug gerade noch knapp gelang, erkannte der zweite offenbar seine ausweglose Lage – er legte sich flach in die Mitte der Gleise. Der zu Tode erschrockene  44-jährige Triebfahrzeugführer leitete noch eine Schnellbremsung ein, überfuhr jedoch die im Gleisbett liegende Person.

Einsatzkräfte der Feuerwehr und der Bundespolizei suchten zusammen mit dem Notfallmanager der Bahn den Streckenabschnitt ab. Doch ein verletzter oder gar toter Mensch konnte nicht gefunden werden. „Wir gehen deshalb davon aus,  dass beide Personen mit dem Leben davon kamen“, schreibt die Bundespolizei als Bilanz zu diesem unglaublichen Fall. Der Triebfahrzeugführer erlitt durch den Vorfall einen Schock und musste abgelöst werden.

Die einstündige Sperrung der IC-Strecke wirkte sich erheblich auf den Bahnverkehr und speziell auch auf den Fußballfanreiseverkehr im Ruhrgebiet aus.

In diesem Zusammenhang warnt die Bundespolizei vor der Lebensgefahr, die vom Bahnbetrieb ausgeht!

Jeglicher Aufenthalt in den Gleisen ist verboten und ist immer mit tödlichen Gefahren verbunden.

Moderne Züge werden immer leiser und können je nach Windrichtung, oftmals erst sehr spät akustisch wahrgenommen werden. Ein Zug hat bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h einen Bremsweg von circa 1.000 Metern.

Weitere Sicherheitshinweise finden sie auf der Internetseite der Bundespolizei unter www.bundespolizei.de <http://www.bundespolizei.de>;

Kommentare (3)

  • Helmut Brune

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    Man kann nicht oft genug vor den Gefahren warnen. Eigentlich sollte auch jeder wissen, daß man den Gleisbereich der Bahn nicht betreten soll aber is gibt immer welche, die lernen es nie. Ich hoffe, der Zugführer erholt sich Schnell von dem Schock.

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  • Anja lohmann

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    Ach du liebe Güte!!!Der arme Lokführer…Denken solche,Entschuldigung,Vollpfosten denn überhaupt nicht an die Folgende ihr Handeln haben kann?Jedes Kleinkind lernt doch schon,daß Gleise nicht zum Spazieren gehen geeignet sind…ich würde sagen,Erziehung fehlgeschlagen…Ich hoffe der Lokführer erholt sich von seinem Schock und wünsche Gute Besserung.

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    • Silvia Rinke

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      Danke für deine wahren Worte, Anja Lohmann!

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