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Hundesteuer rauf, weil Kotbeutel so teuer sind? CDU Fröndenberg geht steil

Die Hundesteuer soll – muss – rapide klettern, weil die Kotbeutelchen angeblich so teuer sind. Dieser Erklärungsversuch des Fröndenberger Kämmerers bringt die CDU mit Tempo auf die Barrikaden. „Das sieht ja so aus, als ob jährlich weit über 30.000 Euro zum Nachfüllen der Tütenautomaten benötigt würden“, kritisiert der Fraktionsvorsitzende Gerd Greczka.

Er kann darüber nur den Kopf schütteln. „Die Kosten der Beutel machen nur einen Bruchteil der gesamten Mehreinnahmen durch die gerade erfolgte Erhöhung der Hundesteuer aus. Um genau zu sein: 5,9%!“ Der Rest fließe in den maroden städtischen Haushalt.

Hundekot Tütenspender

Die Christdemokraten der Ruhrstadt hatten im März 2015 beantragt, zur Eindämmung von Hundekot im Stadtgebiet weitere Automaten für Sammeltüten aufzustellen (Beispielbild oben). Dass daraus nun ein Argument für die Anhebung der Hundesteuer gestrickt wird, findet auch Parteichefin Sibylle Weber unmöglich.

Als stellv. Vorsitzende im Finanzausschuss drängt sie auf mehr Offenheit und Transparenz: „Wir sollten auf dem Boden der Tatsachen bleiben. Die geplante Erhöhung der Grundsteuer wie auch die Steigerung bei der Hundesteuer dienen nur einem Ziel. Nämlich dem Stopfen des riesigen Lochs, das durch die drastisch verringerten Zuweisungen des Landes NRW hervorgerufen werden. Würden die sogenannten Schlüsselzuweisungen weiter in gewohnter Höhe nach Fröndenberg fließen, wäre eine Hundesteuererhöhung überflüssig gewesen.“

Greczka und Weber sind sicher, dass in dem Fall die Tütenautomaten von der Stadtverwaltung trotzdem für geschätzte 2.000 Euro jährlich nachgefüllt worden wären.

Die Hundesteuer soll nach den Plänen des Kämmerers um 18 Euro für den Ersthund jährlich steigen. Halter mit einem Einzeltier zahlen dann 92 Euro im Jahr. (Zum Vergleich: In Unna liegt die Steuer für den Ersthund derzeit bei 106 Euro.)

Leben mehr Hunde im Haushalt, wird jeder für sich teurer: 87 Euro werden derzeit pro Tier bei zwei Hunden fällig, je 102 Euro bei drei Tieren und mehr. Auch diese Beträge sollen mit der Anhebung entsprechend steigen. Im Gegensatz zu Unna verlangt die Stadt Fröndenberg auch eine extra hohe Steuer für „gefährliche  Hunde“ (Listenhunde; Rottweiler, Pitbulls etc.): Für ein Einzeltier muss der Halter derzeit stolze 405 Euro jährlich hinblättern, für zwei Tiere über 1000 Euro im Jahr. Die prozentuale Erhöhung der Steuer träfe diese Hundesitzer damit naheliegend am heftigsten.

Kommentare (37)

  • Pia Raabe via Facebook

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    Iris Raabe

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  • Nejla Topaloğlu via Facebook

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  • Helmut Brune via Facebook

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    Für wie Blöd wird Otto- Normalverbraucher hier eigentlich gehalten? Die Benzinpreise werden dann trotz fallender Erdölpreise wohl auch steigen, weil die Auto’s so teuer sind.

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  • Jenni Maulwurf via Facebook

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    Und zack werden die Hundehalter bestraft, die immer Beutel dabei haben.
    Falls es die Erhöhung aus diesem Grunde geschieht, werde ich dann kein weiteres Geld für Beutel ausgeben. Und wenn die Automaten leer sind, sind se leer.. Hammer…

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  • Sven Arnt via Facebook

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    Das ist schon einigermaßen frech.

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  • Wip Que via Facebook

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    Richtig unverschämt.
    1. Gibt es kaum kotbeutelspender zumindest in unna.
    2. Sind die wenigen die es gibt fast immer leer
    3. Muss ich da jetzt also so sehen das die hubdesteuer quasi nur für kotbeutel ausgegeben wird 😀
    4. Frage ich mich auch immer noch wieso es z.b. keine katzensteuer gibt oder ähnliches…Ich habe noch nie nen katzenhalter seiner freigängerkatze mit nen kotbeutel hinterher rennen sehen 😀

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  • Rundblick Unna via Facebook

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    Kurz hinzugefügt: Derzeit zahlen Hundehalter für ein Einzeltier 74 Euro jährlich, künftig werden es 92 Euro sein. Zum Vergleich Unna: 106 Euro. Leben mehr Hunde im Haushalt, wird jeder für sich nochmal teurer.

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    • Wip Que via Facebook

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      Eh so ein Witz, ich glaube es sind in bochum nur um die 35 oder 40 Euro es gibt sogar städte wo man fast 200€ pro hund bezahlen soll…

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Ja, Wip Que, die Steuer differiert ganz erheblich, sie unterliegt eben der Willkür der Kommune. Ebenso, ob eine exorbitante Extrasteuer für sog. „Listenhunde“ erhoben wird. Fröndenberg kassiert für zwei Tiere über 1000 Euro im Jahr, Unna verzichtet gänzlich auf eine „Gefahrhundesteuer“. Muss man sich gut überlegen, wo man als Hundehalter hinzieht.

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    • Sven Arnt via Facebook

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      Willkür trifft es ganz gut Rundblick Unna ?

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      … jedes andere Wort wäre vermutlich geschönt, Sven Arnt…

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    • Tim Krause via Facebook

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      Hundesteuer ist halt Luxussteuer und entbehrt jedweder Grundlage heutzutage.

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    • Nejla Topaloğlu via Facebook

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      Ich Bezahle für 2Hunde 240 Teuros wofür frag ich mich immer noch , Wir haben hier keine Beutelspender was soll da an Beutel bitte Teurer geworden sein ? Hundesteuer würde ich gerne Zahlen wenn es für ganz Deutschland eine einhaltige Summe geben würde , warum bezahle ich mehr o Weniger etc als in einem anderen Ort ? Warum Bezahlt der einige 16 Euro Ich 106 Euro ??

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Nejla Topaloğlu – weil die Hundesteuer als sog. Gemeindesteuer von jeder Stadt nach eigenem Ermessen festgelegt werden darf. Ob das sinnvoll ist, ist eine andere Frage… Städte dürften auch auf Hundesteuer komplett verzichten, naheliegend macht das (so weit wir wissen) keine einzige.

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    • Nejla Topaloğlu via Facebook

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      Genau ist es Sinnvoll ,Das ist ja die Frage ?
      Luxussteuer -für ein Tier , das im endefeckt garnicht Tier sein kann wie vor Zeiten ! Es sind so viele Vorgaben als Hundehalter zu bedenken ist dieses noch Artgerecht für ein Hund ? Ein Verzicht wird denke Ich nie kommen aber etwas mehr für den Hund und Halter wäre wenigstens wünschenswert ?

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    • Sibylle Weber via Facebook

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      Die Hundesteuer war in Fröndenberg bisher immer auch oder vor allem ein Instrument, um die Zahl der gehaltenen Hunde zu steuern. Jetzt geht es nur noch ums Stopfen von Öchern im Stadtsäckel – und das ist nicht in Ordnung!

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Da die Steuer nicht zweckgebunden ist, dient das Geld natürlich immer (auch) dem Wohle des Gesamthaushalts, Sibylle Weber. 😉

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    • Sibylle Weber via Facebook

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      Dann soll man das aber auch so sagen – und nicht auf den Nachkauf von Beuteln für 4 (!) Spender schieben!

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Wip Que – deine Information über die Bochumer Hundesteuer ist übrigens falsch. Hier: Nach der Hundesteuersatzung der Stadt Bochum beträgt die Hundesteuer jährlich für die Haltung:

      eines Hundes: 156,– EURO

      von zwei Hunden: 180,– EURO je Hund

      von drei und mehr Hunden: 204,– EURO je Hund

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Sibylle Weber – absolut, ja. Das Argument mit den Tüten ist lächerlich.

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    • Peter Locke via Facebook

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      Wat ne kacke…

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  • Markus

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    Hundesteuer ist Abzocke am Bürger.
    Wieviel Plastikbeutel kann man sich für die Mehrkosten von 18 Euro kaufen? Ich denke eine grosse Menge.

    Wann wird eigentlich eine Katzen- Hamster- Vogel- Pferde- etc.- Steuer eingeführt?

    Warum gibt es eigentlich eine Hundesteuer?

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    • Anke Müller via Facebook

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      Genau! Wo bleibt die Katzensteuer?!?! Schei…überall hin und keiner macht’s weg! Die buddeln das noch ein und bei der Gartenarbeit pack ich darein! ?

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  • Barbara Möller via Facebook

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    Ist schon der 1.April, denn Hundetütenspender habe ich bei meinen Hunderunden noch nicht gesehen. Wir kaufen diese sowieso.

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  • Cornelia Lachmuth via Facebook

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    Welche kotbeutel? Ich muß mir die selber kaufen!

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  • Je Ba via Facebook

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    Wir in Unna zahlen mehr. Aber ich frage mich immer warum für Katzen die draussen rum rennen nicht gezahlt werden muss. Unser Hund ist kleiner als einige Katzen und wir müssen auch zahlen.

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  • Elly N.

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    Die Hundesteuer sollte endlich abgeschafft werden, weil sie nur den Haushaltssäckel füllen soll. Es geht immer um den höchsten Ausgabeposten in allen Städten und Gemeinden, den man Soziales nennt. Unser schönes Land ist pleite und deshalb werden jedes Jahr sämtliche Steuern und Abgaben solange erhöht bis die arbeitende Mittelschicht nicht mehr zahlen kann.
    Der Hund ist ein bedürftiges Lebewesen und da sollte man nicht mit Zusatzkosten aufwarten. Genauso könnte man von Katzen, Pferden, Fischen und anderen Haustieren eine Steuer einfordern, die eigentlich sinnlos ist.
    Was ist bloß aus unserem Land geworden, indem man nicht mal ein Tierheim unterstützen kann.
    Die Erhöhung hat sicherlich nichts mit den Kotbeuteln zutun.

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