Rundblick-Unna » Huch – der „neue Prünte-Komplex“ gerät ja doch ziemlich wuchtig…!

Huch – der „neue Prünte-Komplex“ gerät ja doch ziemlich wuchtig…!

Zuerst tat sich auf der Prünte-Brache monatelang überhaupt nichts, jetzt endlich tut sich was – dies aber inzwischen deutlich sichtbarer, als es inzwischen manchem Ratspolitiker lieb ist.

Im Stadtentwicklungsausschuss wurde gestern Abend leises Entsetzen formuliert ob dieses erschlagenden Gebäudekomplexes, der da an der Ecke Bahnhof-/Schäfer-/Klosterstraße mittlerweile in den Himmel ragt und je nach Blickwinkel an den Wolken zu kratzen scheint.

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Cafe Prünte Bahnhofst

Zum Vergleich: Das war der frühere Prünte-Komplex mit dem Bücherzentrum und dem Café im Erdgeschoss.


 

„Die Rückseite ist wuchtig und erdrückt optisch unser schmuckes Standesamt“, kritisiert die Freie Liste Unna (FLU) heute mit einem Posting vernehmlich. „Wir sind gespannt, wie sich das darstellt, sobald die Baugerüste abgebaut sind.“

Für Geschäftsfrau und Oberstadt-SPD-Politikerin Margarethe Strathoff ist die Dimension des Baukörpers „nicht wirklich verwundernd“. „Das nenne ich mal eine gelungene Stadtentwicklung“, spottete die frühere Ratsfrau schon vergangene Woche mit einer illustrierenden kleinen Bilderserie. In dieser stellt sie den (für manche jetzt erschreckend hoch wachsenden) „Ex-Prünte-Komplex“ ihrem eigenen Wohn- und Geschäftshaus am Krummfuß (Wasserstr.) entgegen.

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„Man sollte Baupläne und Höhen schon etwas nachvollziehen können“, wundert sich Strathoff. „Mir war die Dimension des Gebäudes sofort klar, als die angrenzende Nachbarin den 1. Entwurf nicht akzeptierte. Ein Schelm, der nichts Böses denkt.“

Wie berichtet, soll als Hauptmieter in den neuen Wohn- und Geschäftshauskomplex die Drogerie Müller einziehen. Das Sortiment von Müller geht über reine Drogerieartikel hinaus, ähnelt eher einem kleinen Warenhaus. Das Unternehmen betreibt u. a. in Soest eine Filiale. Außerdem sehen die Planungen der Investoren City-Wohnungen vor.

Hier die illustrierende Bilderserie. Der Bau ist inzwischen wieder ein Stückchen weiter gediehen.


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Kommentare (66)

  • Rundblick Unna via Facebook

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    Für Nostalgiker: Ein Blick in die Vergangenheit.

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  • Re Gina via Facebook

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    ich bin gespannt, wie es hinterher aussieht und ob es wirklich zum Stadtbild passt.

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  • Helmut Brune via Facebook

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    Vom Standesamt aus blick man dann auf, in dezentem betongrau gehaltenen Wände? Dat muß der Architekt dann wohl wenig Sinn für Schönheit haben. Ich werds mir im Laufe des Jahres mal aus der Nähe ansehen.

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  • Katja Mette via Facebook

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    Was für ein Klotz. Schön ist was anderes. Da kann man nur sehr hoffen das all die anderen schönen Häuser stehen bleiben. Für schönes hat man ja aber anscheinend nicht überall einen guten Sinn.

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  • Thomas Gragen via Facebook

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    Erst wusste keiner was unter dem Prünte Gelände ist und jetzt wusste keiner wie hoch das neue Gebäude wird? Wie lächerlich machen sich unsere Volksvertreter mit solchen Aussagen.
    Da kann man nur noch mit dem Kopf schütteln.

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  • Mike

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    Da hat Frau Strathoff vollkommen Recht :-) Schon immer wieder verwunderlich, daß Sachen erst zugestimmt wird und sind sie dann da, ooohhhh ist das aber gross :-) Schildbürgerstreiche aber auch immer Mensch 😉

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  • Rundblick Unna via Facebook

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    Mal abwarten, wie es nach der endgültigen Fassadengestaltung ausschaut.

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  • Hans Bergmann

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    Frau Strathoff entwickelt sich zum Universalgenie.

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  • Margarethe Strathoff

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    Nein, Herr Bergmann. Ich lebe nur in der Innenstadt und habe den C&A Komplex gegenüber und habe mich als Anwohnerin schon kundig gemacht. Nebenbei komme ich aus einer Großstadt und habe Architekten als Freunde, die mich oft mitgenommen haben. Wer selber gebaut hat, sieht es ähnlich. Deswegen wundert mich die jetzige Entwicklung leider nicht.

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  • Kerstin Richert via Facebook

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    Ich überlege , was bei manchen Architekten so im Kopf vorgeht . Unna ist ein gutes Beispiel dafür : Mit dem Bau der Volksbank und des Katharinen-Hotels wurde das Stadtbild , gelinde gesagt , zerstört . Ein Lob dagegen an denjenigen , der die Post geplant hat . Auch ein Neubau aber in Schön . Es geht ja wohl nicht darum , dass sich der „Künstler“ selbst verwirklicht und dem Bürger irgendwas Wirres damit zeigen will , sondern darum , dass sich ein Gebäude harmonisch ins Stadtbild einfügt . Die Verantwortlichen der Stadt gehören bestraft für die Erteilung solcher Aufträge . Oder spielt auch hier wieder nur Bares eine Rolle ?

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  • Tobias Habekost via Facebook

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    „Wer gut schmiert, der gut fährt“… könnte man vermuten ?

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  • Elli

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    Ganz ehrlich ?
    Wer sich über die Ausmaße im Nachhinein wundert, hat im Vorfeld nicht wirklich zugehört und hingeschaut.
    Finde es völlig ok. Wir leben doch nicht auf dem Lande !

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    • Tobias Habekost via Facebook

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      Falsch. Unna ist quasi noch dörflich. Es ist keine Metropole, wie Frankfurt. Übertruebene Bauten verschandeln den Charakter von Unna. Aber vielleicht interessiert Sie das nicht, womöglich, weil Sie das Ungetüm nicht direkt vor der Nase haben. Oder weil Sie einfach kein Interesse an Unna haben.

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  • Charly H.

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    Wird das ein Knast, oder was? Ist ja unglaublich wie unsere *Alt*Stadt verunstaltet wird. Warum nicht gleich einen Wolkenkratzer oder Fernsehturm? Herzliches Beileid Stadt Unna

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  • Martina Tsatsoulis via Facebook

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    Überraschenderweise wuchtig?
    Mh, ja gab es den keine Baupläne mit den Maßen?
    Und die nette Zeichnung wurde doch zur Anschauung bestimmt vorgelegt, oder etwa nicht? Da ist doch ziemlich gut zu erkennen wie riesig und hoch das Dingen wird!
    Aber grau wird es sicher nicht werden, der Betreiber wird es doch bestimmt in seinen Farben streichen!
    Orange ist es doch, oder?

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  • Lotte

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    Hätte Frau Strathoff ihre Bedenken und ihr Wissen nicht mit ihrer SPD teilen können ? Dann hätte das rote Rathaus und die rote Fraktion doch dagegen gestimmt !

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  • Hans Bergmann

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    Na vielleicht haben sie auf ihren fachmännischen Rat nicht hören wollen….

    Und Architketen gibt es viele. Ich kenne auch welche. Macht mich das jetzt zum Fachmann ? Mich würde mal interessieren, welche Skizzen vorgelegt wurden. Standen da wirklich Maße drauf ? Welche Zeichnung wurde vorgelegt. Durfte der Stadtrat entscheiden oder wurde das zwischen Bauverwaltung und Bauherr bestimmt ?

    Wie sieht der Bürgermeister die Optik ? Er ist doch in Unna geboren. Gefällt ihm das ?

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    • Tobias Habekost via Facebook

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      Also, bevor mit einem Bau begonnen wird, gerade in solch relevanter Lage, sollten schon alle Parameter klar sein. Sollte hier eine Täuschung vorliegen, ist über einen Rückbau nachzudenken.

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  • Tobias Habekost via Facebook

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    Ist das das Gebäude, in dem H&M einziehen soll?

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  • Klaus Göldner

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    Also liebe Rundblick-Leser:
    Jawohl, ich habe den Neubau am ehemaligen Prüntestandort mitbeschlossen. Jawohl, die Pläne haben mir vorher vorgelegen. Und dennoch sieht solch ein Gebäude dann später doch anders aus, als man es sich anhand der Skizzen vorgestellt hat. Ich habe deshalb auch niemanden für das Projekt kritisiert, welches sicherlich gut geplant ist. Ich habe lediglich im Ausschuss die Frage gestellt, wie man in Zukunft die tatsächlichen Dimensionen eines Neubaus vor Baubginn im Verhältnis zum Altbestand optisch besser darstellen kann. An solche Darstellungen werde ich persönlich demnächst höhere Ansprüche stellen, versprochen. Tut mir eigentlich nur leid, dass ich nicht über den profunden Fachverstand einiger „Stammkommentatoren“ verfüge, die ja alles bereits vorher gewußt haben. Gäbe es mehr Sachverständige von dieser Sorte, wäre bestimmt alles besser, oder?

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    • Kerstin Richert via Facebook

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      Aber abgesehen von der Größe , kann man doch auf den Plänen erkennen , ob das jetzt so eine futuristische Kommandozentrale a la Volksbank wird oder eher etwas dezent schönes , wie z.B die Post . Zweites hoffe ich für dieses Projekt

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    • Thomas Gragen via Facebook

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      Ich habe kein Fachwissen, aber wenn man mal durch Unna schlendert, wird man feststellen das es einige Bausünden in der Innenstadt gibt. Und das erschreckt mich.

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    • Martina Tsatsoulis via Facebook

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      Erst einmal H. Göldner, ich finde es gut das sie hier Stellung beziehen! Sehr gut! Und mit richtigem Namen! Passiert nicht oft!
      Ich finde auf der Zeichnung sieht dieses Gebäude aber auch schon ziemlich riesig und klobig aus.
      Ansonsten könnte ich mir schon vorstellen solche Bauvorhaben bald besser darstellen zu können.
      Kenne mich nicht so gut aus aber vielleicht durch 3D Animation oder ähnliches?!

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    • Miguel Santana via Facebook

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      Soll man sich noch wirklich über die Entscheidungsträger der Stadt Unna wundern? Nee das habe ich schon lange aufgegeben. Vielleicht hat man im aktuellen Fall vergessen einen Ausschuss einzuberufen. Ganz gewiss müssen im Bauantrag die entsprechenden Maße angegebenen werden und die Mitarbeiter des Bauamtes werden doch sicherlich räumliches Vorstellungsvermögen haben und könnten den öfters doch unbedarften Politikern Hilfestellung geben. Bei der Gebäudeplanung könnte doch ggf. auch ein Modell „gebaut“ worden sein – vielleicht hätte das den Politikern geholfen bevor sie wieder ahnungslos ihre Stimme abgeben.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Wir schließen uns Martina Tsatsoulis an, Herr Göldner, wir freuen uns, dass Sie sich hier selbst zu Wort melden und sich offen als mit entscheidender Ratsherr zu erkennen geben.

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    • Markus Antonius

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      Sehr geehrter Herr Göldner,

      es handelte sich bei der Überbauung des Prünte-Geländes um eine ortsbildbestimmende Maßnahme. Nach meinen Erfahrungen mit dem Unnaer Bauordnungsamt, die mich vom Erwerb eines Grundstücks in den Ostdörfern, welches von einer „ortsbildbestimmenden Mauer“ umfriedet war, Abstand nehmen ließ, wundert es mich, wie lax hier mit Unnas „guter Stube“ umgegangen wurde. Aber ich war ja auch nur privater Bauherr und kein „Investor“.
      Meine Tipps für ähnliche Vorhaben:
      1) colorierte 3D-Modelle des Objekts einschließlich umgebender Bebauung
      2) Ortsbegehung, bei der der neue Baukörper mit Stangen in seinen Umrissen (auch die Höhen) markiert wird. Im Appenzell ist dies zB während des gesamten Genehmigungsverfahrens üblich, damit die Bürger sich ein Bild machen können. Das wäre an einem exponierten Ort wi2 Prünte allein aufgrund der Verkehrssicherheit nicht möglich.

      Ab jetzt bitte nie wieder überrascht sein, was Neubauten in Unna angeht.

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  • Margarethe Strathoff

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    Herr Bergmann, es mag Ihnen zwar meine öffentliche Meinung nicht gefallen, aber selbst ich als SPD Mitglied, darf meine Meinung „frei äußern“ . Ich gehöre zwar der SPD -Fraktion an, aber der Stadtrat ist frei in seiner Entscheidung. Mir persönlich ist meine Entscheidungsfreiheit mehr wert, als nach dem Munde zu entscheiden. Ich bin bereits in einem Alter, vielleicht auch in einem Umfeld, wo diese Werte noch zählen. Das hat gar nichts mit irgendeiner Parteizugehörigkeit zu tun – das habe ich persönlich nicht nötig! Aber ihre und meine Meinungsfreiheit ist mir sehr wichtig!

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    • Markus Antonius

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      Zum Thema SPD und Werte: Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!

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  • Margarethe Strathoff

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    .. und Herr Göldner – Klaus – Danke! Nämlich, daß können wenige!

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  • Margarethe Strathoff

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    …Korrektur oben bei Herrn B. „.sind.“ .Sorry ..und bei der Antwort bei Herrn G.. das Bitte in “ das“ , jenes oder welches ändern. Ansonsten, schönen Abend

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  • Hans Bergmann

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    Wer hier und anderswo Kritik üben möchte, sollte die an die rote Stadtverwaltung inklusive ihrer GroKo Mehrheit im Rat richten. Mit ihrer satten Mehrheit dort, können sie alles bequem durchwinken. Kritik und Bedenken grüner und kleiner Gruppen kann man getrost überhören und braucht diese nicht berücksichtigen.
    Und den Bürger mitentscheiden lassen, soweit sind wir lange nicht. Das passiert nur bei Wahlen. Was danach kommt, entscheidet dann die gewählte Mehrheit hier aus SPD und CDU.
    Deshalb sollten Fragen und Kritik nun auch an diese gerichtet werden.

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  • Kerstin Luette via Facebook

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    Unmöglich, dass gleiche wie das Kamen Quadrat….nur noch hässlicher !

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