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Historisches 2015: Unna kassierte soviel Gewerbesteuer wie nie – fast 29 Mio. Euro

2015 wird für die Stadt Unna in die Geschichte eingehen – mit dem höchsten Gewerbesteueraufkommen, das jemals in die Stadtkasse sprudelte.

28,9 Millionen Euro betrug das Gesamtaufkommen, ein Plus von 4,1 Mio. bzw. 16,5% gegenüber dem Vorjahr.

„Das beste Gewerbesteuerergebnis in der Geschichte unserer Stadt kann einen Kämmerer nur positiv stimmen“, stellt Stadtkämmerer und 1. Beigeordneter Karl-Gustav Mölle (im Bild) hocherfreut fest. Das Rekordergebnis spiegele die „ordent­liche konjunkturelle Lage unserer Wirtschaft“. Laut den Vorgaben des Haushaltssicherungskonzeptes wandern die erzielten Steuermehreinnahmen 1:1 in den Schuldenabbau. ABER, betont Mölle:

„Unser hervorragendes  Gewerbesteueraufkommen wurde nahezu ausschließlich von mittelständischen Industrie-, Dienstleistungs-  und Handwerksunternehmen so­wie von unserer örtlichen Kaufmannschaft erbracht. Es stimmt mich immer noch un­endlich traurig, dass die international verflochtenen Großkonzerne ihre Steuerzah­lungen weiterhin legal in Steueroasen gestalten und minimieren können. Ich werde daher nicht müde immer wieder zu betonen, dass diese Ungerechtigkeiten im Steuer­system schnellstmöglich beseitigt werden müssen, da sie wie Gift auf unsere Gesell­schaft und die Finanzierung unserer staatlichen Aufgaben wirken!“

Die Ausführungen der Kämmerei im Detail:

Das Steuerergebnis wird durch hohe Gewerbesteuereinnahmen im ersten Halbjahr geprägt und war ursprünglich nicht so erwartet worden. Aufgrund der positiven Steu­erentwicklung konnte der Haushaltsplanansatz 2015 im ersten Nachtragshaushalts­plan von 22,5 Millionen € um 4 Millionen € auf 26,5 Millionen € angehoben werden. Das jetzige Steueraufkommen von fast 29 Millionen € liegt erfreulicherweise noch einmal deutlich über den Erwartungen der Kreisstadt Unna. Auf der Basis des jetzi­gen Ergebnisses wird eine Planfortschreibung allerdings nicht möglich sein, da im Jahr 2015 hohe einmalige Steuernachzahlungen verzeichnet werden konnten.

Jeweils 1/3 des Gesamtsteueraufkommens wurde von Betrieben erbracht, die ent­weder Zahlungen bis zu 50.000 € (871 Betriebe), bis zu 250.000 € (65 Betriebe) oder über 250.000 € (13 Betriebe) zu entrichten hatten. Die Anzahl der über 50.000 € zahlenden Betriebe hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 7 oder 10% auf nunmehr 78 Betriebe erhöht. Diese 78 Betriebe er­brachten rund zwei Drittel des gesamten Gewerbesteueraufkommens  Von den ins­gesamt 2.527 gewerbesteuerpflichtigen Betrieben mussten im letzten Jahr 1.578 Be­triebe oder 62,5% keine Gewerbesteuer zahlen.

 

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