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Historische Trecker, herbstliche Flora, Knackfrisches vom Feld: Strahlend-bunter Bauernmarkt Fröndenberg

Neu kreierte Pfirsich-Johannisbeer-Marmelade – lecker. Die lecker-leckeren Hörnchenkartoffeln leider noch im Ostbürener Acker. Schade! Dafür ist aus Menden ein Augenschmaus zum diesjährigen Bauernmarkt herangerattert gekommen, bäuerliche Rarität vom Allerfeinsten, staunt Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe, der auf dem laubfroschgrünen Treckerchen Spaß hat wie ein kleiner Junge. „Baujahr 1950, da war ich noch gar nicht auf der Welt!“

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Leo, 5, darf neben den Bürgermeister auf die historische Klöckner-Humboldt kraxeln und zappelt mit leuchtenden Augen auf dem Wippsitz rauf und runter: „Fährst du jetzt los…??“ Und Tatsache, Rebbe knattert tatsächlich los, mit qualmendem Diesel und dröhnendem Geknatter. Und gäbe er jetzt mal kurz Vollgas auf seiner Runde durch den Park, brächte er es auf dem historischen Gefährt auf satte 15 km/h. Stolze Leistung!

Treckereigentümer Ulrich Goeke fährt sicherheitshalber stehend hintendrauf mit, ein bisschen wie im Autoscooter sieht das aus. Er und Ludger Möller vom Mendener Autohaus haben für den Fröndenberger Bauernmarkt erstmals Oldie-Trecker über die Ruhr gefahren. Die historischen Landwirtschaftsmobile sind dicht umlagert, jeder will mal draufklettern, nicht nur PS-begeisterte Knirpse wie Leo.

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Bauernmarkt in Fröndenberg bedeutet Sonnengarantie, und das herbstlich bunte Treiben vor dem Kettenschmiedemuseum und im Park zog auch diesmal am ersten Oktobersonntag wieder Scharen von Besuchern an – einige, vevor überhaupt geöffnet war. „Die schönsten Gestecke sind schon weg“, verkündet Regine Voß-Haschke an ihrem Stand mit Floristik und herbstlicher Deko – wie jetzt? Es ist gerade mal halb 12; und doch, versichert die Ardeyerin (die im Übrigen an diesem traumhaften Oktobersonntag auch noch Geburtstag hat), „die ersten Damen stehen jedes Jahr schon ab 10 Uhr am Stand.“ Treue Stammkundschaft, denn „Löwenzahn“ aus Ardey ist jedes Jahr dabei.

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Viele sind jedes Jahr dabei. 30 Aussteller breiten sich diesmal auf dem sonnenbeschienenen Gelände aus, bieten ihre regionalen und lokalen Waren hübsch drapiert dar. Gemüse, Kartoffeln und Obst, Marmeladen, Honig, Hausmacherwurst und Hofkäse aus Warmen, Pflanzen, Floristik, herbstliche Deko, Liköre, Steinofenbrot und Holzgeschnitztes.. Auch wieder mit von der Partie sind Junglandwirt Sebastian Becker und seine Freundin Marie Jendreizik vom Hof Becker in Ostbüren, leider diesmal ohne ihre köstlich nussigen Hörnchenkartoffeln, die müssen noch ein paar Tage im Acker zur Ernte reifen.

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Dafür gibt’s neue Marmeladenkreationen wie Pfirsich plus Johannisbeer und – ebenfalls neu – feuerscharfes Chili-Öl: „Spaaarsam dosieren!“, warnt Marie Jendreizik wohlweislich einen (zu) gierig zugreifenden Kunden.

Guten Gewissens überdosieren können Besucher mit süßem Zahn hingegen die knusprigen Waffeln der Gesamtschüler. Jedes Jahr stehen GSF-Schüler zum Bauernmarkt im Kettenschmiedemuseum und backen Waffeln, bis die Eisen glühen, der diesjährige Erlös hilft die Abifeier zu finanzieren, berichten die jungen Leute. Ebenfalls einem guten Zweck dient der Lions-Büchermarkt in der Kulturschmiede, der diesmal mit deutlich größerer Auswahl die lesehungrigen Bücherwürmer füttert.

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15. Fröndenberger Bauernmarkt

Zum 15. Mal veranstaltete die Stadt Fröndenberg am Sonntag den beliebten Bauernmarkt im Himmelmannpark, bei dem traditionell ausschließlich lokale bzw. regionale Landwirtschaftprodukte angeboten oder ausgestellt werden. Das herbstliche Treiben mit wieder über 30 Ausstellern bildet zusammen mit dem Frühlingsmarkt zum Frühjahrsbeginn, der Fliegenkirmes zum Ende des Sommers und dem Christkindlmarkt am vierten Advent gewissermaßen den „Jahreskreis“ Fröndenberger Veranstaltungen.

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