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Hinweise auf Mordmotiv: Sohn (27) wollte sich selbst töten und Mutter (66) nicht allein lassen

Der Sohn soll seine eigene Mutter heimtückisch ermordet haben. Nach der Bluttat an der 66jährigen Unnaer Gymnastiklehrerin am Dienstagnachmittag gibt es ein mögliches Motiv für die unfassbar scheinende Tat. „Wir haben Hinweise, dass sich der Beschuldigte selbst umbringen und seine Mutter nicht allein zurücklassen wollte“, sagte uns Sandra Lücke, zuständige Staatsanwältin in Dortmund.

Darauf hinweisen könne unter anderem der Umstand, dass der 27 Jährige selbst verletzt war, als Polizeibeamten ihn am Mittwochmorgen festnahmen. Der Sohn der getöteten 66 Jährigen stand sofort unter Verdacht.

Wegen seiner Verletzungen wurde der 27 Jährige, gegen den der Haftrichter gestern Haftbefehl wegen heimtückischen Mordes erließ, vorübergehend ins Justizvollzugskrankenhaus Fröndenberg gebracht, bestätigt die Staatsanwältin. Anschließend wird er in eine für ihn zuständige JVA überführt, nach Dortmund oder Hamm, wo er in Untersuchungshaft kommt.

Die Ermittlungen laufen währenddessen weiter, sagt Sandra Lücke. „Es werden weitere Zeugen zum Familienhintergrund vernommen, es fanden und finden umfangreiche Spurensicherungen im Haus statt.“ In dem Fachwerkhaus am Rande des Innenstadtrings war die getötete Lehrerin Mittwoch im Morgengrauen gefunden worden, nachdem ein Zeuge die Polizei alarmiert hatte. Diesen Zeugen soll der 27 jährige Sohn des Mordopfers selbst dazu aufgefordert haben, die Polizei zu rufen.

Das Wohnhaus bleibt versiegelt. „Am Ende der Ermittlungen habe ich zu entscheiden, ob ich Anklage erhebe“, erklärt Staatsanwältin Lücke. Die geltende Rechtslage sehe die U-Haft-Unterbringung eines Verdächtigen für einen Zeitraum bis zu sechs Monaten vor.

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