Rundblick-Unna » Heute in vier Wochen ist die Wahl ohne Auswahl: Grüne warten auf Kolters Antworten der „Grüne Sofa“-Aktion

Heute in vier Wochen ist die Wahl ohne Auswahl: Grüne warten auf Kolters Antworten der „Grüne Sofa“-Aktion

Eine Bürgermeisterwahl mit nur einem Kandidaten, ohne Wahlkampf, ohne Austausch von Anregungen und Argumenten? Das ist den Grünen zu mager, weshalb sie am Samstag die Bürger auf dem Alten Markt aufs „Grüne Sofa“ baten. Von 11 bis 13 Uhr konnten die Wähler Fragen an den Bürgermeister stellen. Diese haben die Grünen jetzt wie zugesagt auf ihrer Homepage veröffentlicht. Dasselbe wollen sie auch mit Werner Kolters Antworten tun – das Einverständnis des Bürgermeisters vorausgesetzt.

(Bildrechte: Die Grünen Unna)

Dies sind die Fragen:

  • Inwieweit beteiligt sich die Stadt an der Finanzierung des Planschbecken im Bornekamp-Bad?
  • Was tun Sie für die Flüchtlinge?
  • Wie wahrscheinlich ist die Kultur-gGmbH?
  • Wann pflanzt die Stadt endlich mehr Bäume? Stichwort: Flächennutzungsplan
  • Wo sehen Sie die Stadt Unna 2020?
  • Warum nicht letztes Jahr zur Wahl gestellt?
  • Was kostet die „unnötige“ Wahl?
  • Wie lange will Herr Kolter Bürgermeister bleiben?
  • Wann wird die Baulücke in der Massener Straße geschlossen?
  • Wann wird der „Balkon“ am Markt abgerissen?
  • Wie stellen Sie sich Betreuungszeiten bis nach 16 Uhr vor? Stichwort: Familienfreundlich
  • Setzen Sie sich für die Tafel ein?
  • Werden Sie dafür sorgen, dass nicht noch ein Ramschladen in das Berletgebäude kommt?
  • Wann gibt es wieder saubere, kostenlose Toiletten in Schulen?
  • Sehen Sie die Möglichkeit die Fußgängerzone behindertengerecht (Für Rollstuhl) zu bauen. (Stichwort: Fugen?)
  • Werden Sie sich einsetzen, mehr „gute“ Wohnungen unter 50m² zu schaffen?

Wahlvorschlag Kolter

 Zur Frage „wieso überhaupt wählen gehen, wenn man eh keine Wahl hat“ – hier von unserer Redaktion zunächst den kurzen Hinweis: Der Wähler hat eine Wahl, wenngleich eine zweifelhafte: Er kann, wenn er mit Werner Kolters Amtsführung nicht einverstanden ist, „Nein“ hinter dem einzigen Kandidaten ankreuzen. Oder sich der Stimme enthalten.

Sollte die Zahl der Nein- die der Ja-Stimmen übersteigen, müsste die Wahl ein halbes Jahr später – also im März – wiederholt werden. Dann eventuell mit mehreren Kandidaten.

Unna geht wählen Plakat

 

Kommentare (6)

  • Markus Antonius

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    Politklamauk, sonst nichts. Erst findet sich in Unna keine einzelne Partei und auch kein Parteienbündnis, das einen Kandidaten gegen Kolter ins Rennen schickt. Und jetzt soll uns dieser Urnengang per Politklamauk schmackhaft gemacht werden. Das ist die Simulation von Demokratie. Schämt euch, Ratsleute und Parteien. Schämen Sie sich, den Bürgern der Stadt, deren Bestes Sie angeblich suchen, die Kosten dieses Urnengangs aus Gründen persönlicher Eitelkeit aufzubürden, Herr Kolter – Verwaltungschef und Stadtratsvorsitzender dürfen Sie sich nach der „Wahl“ vielleicht noch nennen, ein „Bürger“meister sind Sie nicht mehr!

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  • Hans Bergmann

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    Der Bürgermeister, der die Piraten als nicht adäquate Gesprächspartner bezeichnete, sowie die anderen „Kleinen“, deren Stimmen er wohl für seine Regentschaft nicht braucht … sind jetzt diejenigen, die ihn unterstützen. Das müsste ihm peinlich sein.
    Wissen wir eigentlich, was der „Spaß“ letztendlich kostet ? Die Kosten dafür sollte der Bürgermeister und die SPD tragen bzw. als Spende der Tafel oder sonstiger Institutionen zukommen lassen.
    Und seine Antworten auf die obigen Fragen möchte ich gerne hier lesen !!! Ich möchte auch wissen, was er dazu sagt !

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  • Alexander Budgen via Facebook

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    Die sollten die Wahlkampfkosten für die Jugend investieren : Jugendzentrum, usw

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  • Susanne Otto via Facebook

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    Und warum genau sollte man zur Wahl gehen? Es gibt doch sowieso keine Auswahl. Das ist doch keine Demokratie mehr. Wenn sogar auf Bundesebene Parteien überlegen keine Gegenkandidaten mehr aufzustellen. Ich finde es wirklich beschämend.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Die – bescheidene – Auswahl, die du hast, Susanne Otto ist die: Bist du zufrieden mit der Arbeit des Bürgermeisters, wählst du ihn wieder. Bist du unzufrieden, gehst du wählen und kreuzt Nein an. Übersteigt die Zahl der Nein- die der Ja-Stimmen – was zumindest theoretisch möglich ist – , muss die Wahl in einem halben Jahr wiederholt werden. Evtl. findet sich dann bis dahin auch ein Alternativkandidat. Ansonsten teilen wir deine Skepsis bzw. Ernüchterung.

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