Rundblick-Unna » Herzensgute 90Jährige lässt „neue Nachbarn“ ein – und verliert 5stellige Summe

Herzensgute 90Jährige lässt „neue Nachbarn“ ein – und verliert 5stellige Summe

Schmuck und Bargeld im 5stelligen Gesamtwert wurde am Montag eine hochbetagte Dame aus Dortmund-Hörde los – sie fiel arglos auf den üblen Trick eines skrupellosen Kriminellentrios herein.

Die 90jährige Dame bekam nachmittags einen Anruf: Am anderen Ende der Leitung meldete sich eine Frau und stellte sich sehr nett als „neue Nachbarin“ vor. Schon wenige Minuten später klingelte es an der Tür der Seniorin: Auf der Schwelle stand ein junges Pärchen, angeblich die neuen Nachbarn, die der alten Dame als Kennenlerngeschenk sogar einen Kuchen mitgebracht hatten.

Die 90Jährige, herzensgut und erfreut über den Besuch zweier so nett wirkender junger Leute, beging den Riesenfehler, die zwei ins Haus zu lassen. Zielstrebig steuerte das Pärchen in den Garten und breitete dort den Kuchen aus.

Während sich die Gruppe unterhielt, bemerkte die alte Frau eine weitere Person in ihrer Wohnung: und zwar einen Jugendlichen, der angeblich die Toilette suchte.

Plötzlich brach am Kaffeetisch im Garten Hektik aus. Man müsse jetzt eilig weg, beschied man der immer noch arglosen Gastgeberin  und verschwand. Da schwante der 90Jährigen: Man hatte ihr übel mitgespielt. Und tatsächlich war sie teuren Schmuck und viel Bargeld los. Sie rief sofort die Polizei, doch das Gaunertrio war natürlich schon über alle Berge.

Bei der Tatverdächtigen soll es sich den Zeugenangaben zufolge um eine 25 bis 35 Jahre alte, ca. 160 bis 165 cm große Frau mit südländischem Aussehen handeln. Sie habe lange, weiß lackierte Fingernägel gehabt. Ihr Partner sei 35 bis 40 Jahre alt und ca. 165 bis 175 cm groß gewesen. Er sei von kräftiger Statur und zur Tatzeit mit einem weißen Hemd, einer schwarzen Hose und einer schwarzen Mütze bekleidet gewesen. Auch er habe südländisch ausgesehen. Beide sprachen akzentfrei Deutsch. Der ebenfalls südländisch aussehende Junge sei 13 bis 16 Jahre alt gewesen.

Was aber danach noch passierte, toppt an Widerwärtigkeit alles: Die Seniorin, ohnhin fix und fertig, bekam noch einmal einen Anruf: Eine Frauenstimme behauptete, sie sei Polizistin und die Täter seien gefasst worden. Die Beute könne sie sich im Oktober von der Dienststelle abholen – nicht früher. Und anrufen und den Diebstahl melden müsse sie in dem Fall auch nicht mehr.

Was dieser perfide Anruf bezwecken sollte, ist klar.

Hinweise nimmt die Kriminalwache zu jeder Zeit unter der Rufnummer 0231-132 7441 entgegen.

Kommentare (2)

  • fürst

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    Ich bekomme jedes Mal eine Sauwut bei Erfolgen mit so typischem Vorgehen.
    Da hat die Frau vermutlich für ihre nahende Beisetzung gespart, um Angehörigen im Falle des Falles nicht finanziell zu belasten und das gute Gefühl der Vorsorge zu haben – und alles ist futsch durch skrupellose Banditen. Kaum auszudenkende Verzweiflung zurücklassend.

    (Edítiert. Keine pauschalen Verunglimpfungen von Volksgruppen, bitte auch keine ausufernde Parteienwerbung an dieser Stelle.)

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    • Dagobert

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      Trotz Editierung weiß ich, was fürst uns sagen wollte. Sowohl in den editierten als auch in den nicht-editierten Aussagen gebe ich ihm zu 100 % Recht. :-)

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