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Hemmerder „Heftpflaster-Bankräuber“ alias „Mumienräuber“ ist angeklagt

Absonderlich mit Heftpflastern kreuz und quer ins Gesicht geklebt „maskierte“ sich dieser Räuber, als am 15. Dezember vorigen Jahres die Hemmerder Sparkasse überfiel. Knapp ein Jahr zuvor gelangte er bereits als „Mumien-Bankräuber“ zu zweifelhafter Berühmtheit, als er einige Monate vor dem Hemmerder Banküberfall in Dortmund-Westerfilde ein Geldinstitut überfiel – den Kopf mit Mullbinden umwickelt. Jetzt hat die Dortmunder Staatsanwaltschaft den 33jährigen Dortmunder angeklagt. Ein Termin für die Verhandlung steht noch nicht fest.

Laut Berichten Dortmunder Medien soll der Angeklagte schwer reiche Eltern haben. Um sie nicht zu enttäuschen, habe er ihnen einen ebenso wohlhabenden Lebenswandel vorgetäuscht – und das Geld, das er in Wahrheit nicht hatte, habe er sich durch Überfälle beschafft.

Mullbindenräuber Fahndungsplakat

Rückblick:

Am 2. Dezember 2014 hatte ein absonderlich „maskierter“ Räuber in Dortmund-Westerfilde ein Geldinstitut überfallen und war dabei von der Überwachungskamera gefilmt worden. Man sieht darauf einen skurril  „vermummten“ Mann, der sich eine Mullbinde kreuz und quer um seinen Kopf gewickelt hat.

In dem betroffenen Stadtteil hatte der Untergetauchte aufgrund seiner skurrilen Maskerade schnell den passenden Spitznamen weg: „Mullbindenmumie“. Eifrig wurde er gesucht, sogar mit Fahndungsplakaten, die Stadtteilbürger druckten und aufhängten, doch vergeblich.

Bis zum Morgen nach dem Banküberfall in Hemmerde. Dieser Überfall, bei dem der Räuber dilettantisch eine Spielzeugpistole benutzte und auf der Flucht vor der Polizei in einer Hecke in Stockum landete,  wurde dem Gesuchten zum Verhängnis. Ziemlich schnell danach war durch Fotovergleich glasklar: Der Hemmerder Pflaster-Räuber mit der Spielzeugknarre ist der gesuchte Mullbinden-Täter.

Denn, wie die Kreispolizeibehörde am Tag nach dem Überfall in einer Pressemitteilung bestätigte: „Dass der 32jährige Dortmunder gestern zu seiner „Vermummung“ Pflaster wählte, legte den Verdacht nahe, dass er aufgrund seiner offensichtlichen Affinität zu Verbandmaterial auch den Überfall vor einem Jahr in Dortmund begangen hat… “ Tja, und das gab dieser junge Herr mit der sonderlichen Neigung zu Verbandsmaterial schlussendlich bei seiner Vernehmung auch zu.

Das Amtsgericht Unna erließ Untersuchungshaftbefehl gegen den Verhafteten, der jedoch unter Auflagen außer Vollzug gesetzt wurde. Dies sorgte für viel Kritik.

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