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Hausmeister scheitert vor Arbeitsgericht

Das sind echte Probleme … Die seit Jahren laufende Auseinandersetzung zwischen der Geschäftsführung eines Bergkamener Seniorenzentrums und einem dort tätigen Hausmeister, führte auch am Montag wieder zu einem Wiedersehen vor dem Dortmunder Arbeitsgericht.Der 53-jährige Hausmeister und Betriebsratsvorsitzende fühlt sich als Mobbing-Opfer. Es sei wohl üblich, dass Angestellte nach 20jähriger Tätigkeit gebührend gewertschätzt werden. Der Hausmeister habe aber weder einen Geschenkgutschein über 20 Euro noch eine Einladung zum Frühstück bekommen. Das sei „ein Ausdruck von Mobbing und er fühle sich ungleich behandelt“, teilte sein Anwalt der Geschäftsführung mit.

Diese ließ das nicht kommentarlos auf sich sitzen: „Seit Beginn seiner Tätigkeit für das Seniorenzentrum habe es Ärger mit dem Hausmeister gegeben, immer wieder sei es zu Abmahnungen und Verfahren beim Arbeitsgericht gekommen. Da könne ja wohl niemand verlangen, dass dieser noch beschenkt und gelobt werde.“

Der Versuch, zu einer gemeinsamen Vereinbarung zu gelangen, wurde abgelehnt. Ein Vermittlungsversuch durch eine neutrale Person sei bereits gescheitert, ließ die Geschäftsführung die Richter wissen.

Das Arbeitsgericht hat die Klage des Hausmeisters abgewiesen – Aus formellen Gründen, wie es heißt. Er wollte über den Betriebsrat die Einrichtung einer Schlichtungsstelle für seine Mobbingvorwürfe einklagen und scheiterte. Die Richter teilten ihm mit, dass dies kein Thema für eine Schlichtungsstelle sei, da es eher um seinen persönlichen Konflikt mit der Geschäftsführung ginge, als um eine Auseinandersetzung mit dem Betriebsrat.

Dieser Konflikt zwischen beiden Parteien geht aber auch schon länger. In einer anderen Angelegenheit hatte der Hausmeister allerdings einen juristischen Sieg für sich verbuchen können. Vor drei Jahren wurde ihm gekündigt, weil er angeblich eine junge Altenpflegehelferin sexuell bedrängt haben soll. Die Richter hatten aber aufgrund der Behauptungen der Zeugin gewisse Zweifel und erklärten die Kündigung für unwirksam.

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