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Handyräuber, 19, ohne festen Wohnsitz – polizeibekannt

Die Dortmunder Polizei vermeldete Ende voriger Woche: Die Kriminalität in der Innenstadt und speziell auch der Nordstadt sei dank der intensiven Kontrollen signifikant gesunken, im ersten Halbjahr habe es bis zu einem Drittel weniger Strafdelikte gegeben. Möglicherweise um diese Erfolgsmeldung exemplarisch zu untermauern (die auf der Facebookseite der Polizei selbst auf Unglauben bis Hohngelächter stößt), wird in einer Mitteilung vom heutigen Sonntag ausführlich die Festnahme eines mutmaßlichen Handtaschendiebs beschrieben.

„Der Mann war ihnen (den Polizisten) in der Straße Gnadenort aufgefallen“, schreibt die Pressestelle in ihrer Mitteilung. „Denn dort beobachteten sie, wie er neben einem Auto, vor dem sich eine Gruppe junger Leute befand, in die Hocke ging und kurze Zeit später wieder hochkam und eilig davon lief. Die Beamten nahmen die Verfolgung auf und konnten ihn schließlich in der Straße Helle stellen und kontrollieren. Zuvor hatten sie noch bemerkt, wie der Mann dort kurz in einer Garagenzufahrt verschwunden war. Als sich die Beamten als solche zu erkennen gaben, wollte er anschließend flüchten. Was ihm nicht gelang. Trotz seines Widerstands konnten die Polizisten ihn festnehmen.

Bei der Durchsuchung des polizeibekannten 19-Jährigen ohne festen Wohnsitz fanden sie Bargeld sowie zwei Mobiltelefone. In der Garageneinfahrt bemerkten sie zudem eine Damenhandtasche, deren Inhalt ausgeschüttet worden war.

Als die Beamten zu der Gruppe junger Leute zurückkehrten, in deren Nähe sie die Verfolgung des 19-Jährigen aufgenommen hatten, fanden sie schnell die Besitzerin der weggeworfenen Tasche. Eine 19-jährige Hertenerin hatte diese neben sich abgestellt und bemerkte den Diebstahl erst jetzt. Die Beamten konnten ihr kurze Zeit später die Handtasche mitsamt Inhalt und auch ihrem Mobiltelefon zurückgeben, das sie zweifelsfrei als das identifizieren konnte, das bei dem jungen Mann gefunden worden war.

Dessen Weg führte anschließend ins Polizeigewahrsam.“

(Zusatz der Redaktion: Hier endet die Meldung. Wie lange er im Gewahrsam blieb, bleibt offen.)

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