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Handygaffer sorgt für Verkehrsstau während Wohnungsbrand

Während die Feuerwehr mit Hochdruck einen Brand in der Dortmunder Nordstadt löschte, stoppte ein Autofahrer in Seelenruhe sein Fahrzeug mitten auf der Straße – und filmte den Einsatz ausgiebig mit seinem Handy. Sein Opel hatte keinen Versicherungsschutz. Aber nicht nur deshalb zog ihn die Polizei energisch und sofort aus dem Verkehr.

Heute Nacht war´s, als in der Wohnung eines Mehrfamilienhauses das Essen auf dem Herd in Flammen aufging. Die Flammen breiteten sich rasch in der Küche aus; der 33jährige Wohnungsinhaber zog sich bei dem Versuch, die Flammen zu löschen, leichte Verletzungen zu.

Der Brand konnte von der Feuerwehr dann schnell gelöscht werden. Das war nicht das Hauptproblem.

Doch am Rande des Feuerwehreinsatzes passierte Bemerkenswertes, schildert die Polizei:

Während der Löscharbeiten musste die Münsterstraße ab der Immermannstraße in Richtung Norden komplett gesperrt werden. Der Verkehr in Gegenrichtung war durch die Feuerwehrfahrzeuge nur auf einem Fahrstreifen befahrbar.

Genau in dieser Situation meinte ein 23-jähriger Autofahrer, auf dem einzig verbleibenden Fahrstreifen anzuhalten. Dann ließ der Mann die Seitenscheibe herunter und begann in aller Ruhe die Szenerie mit seinem Handy zu filmen. Währenddessen staute sich der Verkehr hinter dem „Handygaffer“ merklich zurück. Wegen der Dunkelheit und der potentiellen Ablenkung durch die Einsatzfahrzeuge beschwor die Gafferei des 23Jährigen gefährliche Situationen herauf.

Der Mann aus Dortmund wurde aus dem Verkehr gezogen und überprüft. Und dabei stellte sich zu allem Überfluss noch heraus, dass er mit seinem Opel ohne Versicherungsschutz fuhr.

Der 23-Jährige „Amateurfilmer“ muss nun mit einer Strafanzeige wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz rechnen.

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