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Haftstrafen für 2 Vergewaltiger bleiben hinter Forderung der Staatsanwaltschaft zurück

Sechs Jahre und neun Monate muss ein 24jähriger irakischer Asylbewerber hinter Gitter. Der junge Mann wurde heute vom Dortmunder Landgericht für schuldig befunden, im August 2015 zusammen mit einem 19jährigen Landsmann eine damals 18Jährige in Hamm vergewaltigt zu haben.

Der 19Jährige wurde zu einer Jugendstrafe von zwei Jahren und elf Monaten verurteilt.

In beiden Fällen blieb das Strafmaß damit hinter der Forderung der Staatsanwaltschaft zurück, die für den 24Jährigen sieben Jahre Haft und den Jüngeren dreieinhalb Jahre Jugendstrafe gefordert hatte. Wir berichteten darüber.

In dem mehrmonatigen Prozess hatten die beiden Angeklagten immer wieder behauptet, dass die 18Jährige – die ihnen unbekannt war – sich ihnen „angeboten“ hätte. Diese Version nahmen die Richter den beiden nicht ab. Zur schnellen Identifizierung der Täter hatte im vergangenen August ein weiterer Asylbewerber (aus Guinea) beigetragen, der in jener Nacht im August zufällig an dem Weg vorbei gekommen war, auf dem die beiden Männer die Schülerin ansprachen und dann gemeinsam vergewaltigten. Da der Zeuge kein Handy dabei gehabt hatte, rannte er eilig in seine Unterkunft, von dort aus wurde dann die Polizei alarmiert.

Das Vergewaltigungsopfer, eine 19Jährige aus Hamm, war laut ihrer polizeilichen Aussage im August 2015 nachts von den beiden Männern auf dem Dunantweg angesprochen und vergewaltigt worden. Sie sagte bei ihrer polizeilichen Vernehmung aus, dass der Ältere sie mit einem Messer bedroht hätte, um ihren Willen zu brechen. Diesen Aussagen schenkten die Richter heute abschließend mehr Glauben als der Behauptung der beiden Angeklagten, dass die junge Frau angetrunken gewesen sei und sich bereitwillig zum Sex angeboten habe.

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