Rundblick-Unna » Haftbefehl wegen heimtückischen Mordes an eigener Mutter – Täter droht lebenslange Haft

Haftbefehl wegen heimtückischen Mordes an eigener Mutter – Täter droht lebenslange Haft

Der Sohn soll die eigene Mutter getötet haben – schlimmer noch: Er soll sie hinterrücks mit Vorsatz im gemeinsamen Wohnhaus in der Unnaer Innenstadt umgebracht haben.

Davon sind Staatsanwaltschaft und Richter nunmehr überzeugt. Wegen „heimtückischen Mordes“ erließ der Haftrichter heute auf Antrag der Dortmunder Staatsanwaltschaft Haftbefehl gegen den 27jährigen Unnaer, dessen Mutter gestern früh tot im gemeinsamen Wohnhaus am Rande der Innenstadt gefunden wurde.

Die 66 jährige Gymnastiklehrerin (sie hatte an einem der Unnaer Kollegs unterrichtet) war an schwerer Gewalteinwirkung gegen Kopf und Hals gestorben, ergab gestern Nachmittag die Obduktion; und: Die Bluttat war bereits am Dienstagnachmitag passiert. Wir berichteten über die unfassbare Tat.

Den 27 jährigen Sohn der Getöteten hatten die Ermittler bereits gestern Morgen nach dem Auffinden der Leiche festgenommen, da sogleich ein schwerer Verdacht gegen ihn bestand. Dieser hat sich nun nachhaltig manifestiert.


 

Nach dem geltenden Strafgesetz handelt ein Täter  heimtückisch, wenn er „die auf Arglosigkeit beruhende Wehrlosigkeit des Opfers in feindlicher Willensrichtung bewusst zur Tötung ausnutzt“.

Arglosigkeit ist gegeben, wenn das Opfer nicht mit einem Angriff auf sein Leben rechnet wird. Allerdings kann auch ein offener Tötungsangriff heimtückisch sein –  wenn er derart plötzlich erfolgt, dass das Opfer keine Chance auf Gegenwehr mehr hat. Gleiches gilt, wenn das Opfer gezielt in einen Hinterhalt gelockt wird.

Auch ein schlafender Mensch ist arglos, wenn er ohne Misstrauen eingeschlafen ist. Wehrlos ist ein Mensch, dessen Verteidigung aufgrund der Arglosigkeit zumindest stark eingeschränkt ist.

Für heimtückischen Mord sieht das Gesetz lebenslange Freiheitsstrafe vor. Liegen „außergewöhnliche Umstände“ vor – z. B. Provokation durch das Opfer, extrem schwere Kränkung oder eine notstandsähnliche Situation – tritt an die Stelle lebenslanger Haft ein Freiheitsentzug zwischen 3 und 15 Jahren.

Kommentare (19)

  • Helmut Brune via Facebook

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    Grausam!! Die Tat wird wohl auch noch Unverständlich bleiben, wenn in einiger Zeit die Hintergründe bekannt werden.

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  • Andrea Zinsenhofer via Facebook

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    Ich frag mich echt, was in den Köpfen von solchen Menschen vorgeht.

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    • Susanne Meisje Lindner via Facebook

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      wahrscheinlich ein völliger Blackout….

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    • Andrea Zinsenhofer via Facebook

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      Kann gut sein Susanne. Man weiß als Außenstehender auch nicht, was im Vorfeld passiert ist, aber man muss sich doch so unter Kontrolle haben, sowas nicht zu tun. Vor allem die Mutter, die ihm ja einst das Leben schenkte. Ich kann sowas nicht verstehen

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  • Nicole Jablonski via Facebook

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    Kann mir mal jemand sagen wie die lehrerin hieß? Das ist unglaublich. Hatte sie bestimmt als lehrerin.

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  • Monika Boenigk via Facebook

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    Grausam man kann es nicht fassen. Was in den Köpfen solcher Menschen nur vorgeht unfassbar

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  • Nina Ba via Facebook

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    Traurig :(
    War eine Super Lehrerin!

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  • Rundblick Unna via Facebook

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    Eine Bitte an alle hier. Bitte postet nicht den Namen des Opfers, wie es zwischenzeitig schon in anderen fb-Gruppen geschehen ist. Wir finden das nicht angemessen. Vielen Dank.

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    • Steffi

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      Ich finde es schon unangemessen in einer kleinen Stadt wie Unna ein Bild vom Haus zu zeigen und zu sagen, dass das Haus in der Innenstadt steht … „netterweise“ wurde in den Kommentaren ja schon drauf hingewiesen wo genau es steht. Das muss auch nicht sein. ;-(

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      • Rundblick Unna via Facebook

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        Steffi, wir haben uns auch überlegt, ob wir das Haus zeigen sollen. Das Bild des Hauses war nun allerdings bereits am Morgen der Nachricht über ein großes Medium verbreitet worden; wir haben uns später am Tag entschlossen, es ebenfalls zu zeigen, da es den Tatort abbildet. Aber du hast Recht, man kann das auch anders sehen. Das Problem ist, dass sich „gerade“ in einer kleinen Stadt wie Unna solche Dinge wie ein Lauffeuer verbreiten – gerade wenn es um ein solch schreckliches Geschehen geht.

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  • Jens Steffen Krueger via Facebook

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    Ohne Worte… ich kannte sie, war an ihrer Schule… super nette, sympatische Frau… Ruhe in Frieden :(

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  • Ania Panek via Facebook

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    Angie Hei

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  • Monika Adomat via Facebook

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    Franka Gelhard

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  • Na Di via Facebook

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    Ich versteh sowas nicht. Wie kann man überhaupt zu sowas fähig sein, dann noch die eigene Mutter. Unfassbar…

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  • Unna

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    Ich bin wirklich geschockt da ich es erst jetzt erfahren habe um wen es sich handelt. Auch ich bin ein ehemaliger Schüler und habe das Opfer ca. 2 Wochen davor noch im Auto gesehen, in all den Jahren immer mal wieder. Wie kann es möglich sein das soetwas passiert ist???! Ich bin geschockt und fassungslos, kann es gar nicht glauben. Der eigene Sohn??! Ich hoffe für sie das sie ihren Frieden findet. Das hat niemand verdient, SIE hat es nicht verdient, weil sie einfach nett war. Traurig, einfach nur noch traurig!

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