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GSW und Stadtwerke Unna gründen gemeinsame Gesellschaft

Gemeinsam gegen den zunehmenden Wettbewerb. Am vergangenen Freitag luden die Stadtwerke der Nachbarstädte Kamen und Unna zu einer gemeinsamen Pressekonferenz in die Geschäftsstelle der GSW in Kamen ein und gaben die Gründung einer gemeinsamen Gesellschaft, der Provion Stadtwerke IT Gesellschaft, bekannt. Der zunehmende Wettbewerb und die Anforderungen der Bundesnetzagentur (BNetzA) stellten die Energieversorger vor laufend neue Herausforderungen. Daher suchten beide Häuser in der Vergangenheit nach Möglichkeiten, stärker zu kooperieren.

Mit der Gründung der IT-Gesellschaft werden die beiden Unternehmen die Zusammenarbeit auch in diesem Bereich zukünftig intensivieren. „Die Provion ist das Ergebnis einer erfolgreichen Zusammenarbeit und ein wichtiger Schritt zu einer zukunftsfähigen IT“, so Jochen Baudrexl, Geschäftsführer der GSW. „Neben den ständig zunehmenden Vorgaben der Regulierungsbehörde in den Bereichen Energiedatenmanagement, Marktkommunikation und Abrechnung spielt auch die IT-Sicherheit eine immer größere Rolle.“

Aufgrund einer ähnlichen IT-Grundstruktur der beiden Häuser lassen sich Synergie- und dadurch positive Kosteneffekte vor dem Hintergrund eines steigenden systemtechnischen Ressourcenbedarfs erzielen. Neben dem gemeinsamen Einkauf von Infrastruktur und Dienstleistungen birgt die Optimierung der Lizenz- sowie Implementierungskosten Einsparpotential.

Die technischen Voraussetzungen schaffen die beiden Unternehmen mit der Kopplung ihrer Rechenzentren. Die ersten gemeinsamen Server werden schon in den nächsten Wochen in den Räumlichkeiten der Stadtwerke Unna untergebracht sein. „Wir bündeln die Digital- und Kommunikationskompetenz beider Unternehmen. Wir werden in der Kooperation zudem für die aktuellen Anforderungen von der Security, Kommunikation bis hin zum SmartHome und Digitalservice innovative Lösungen entwickeln“, erklärt Jürgen Schäpermeier, Geschäftsführer der Stadtwerke Unna.

Das technische Rückgrat steht schon. Ende 2015 wurde damit begonnen, die Zentralen in Kamen und Unna mit einer gemeinsamen Datenleitung zu verbinden. Dazu wurden rund 4 Kilometer Lichtwellenleiter verlegt und die Lichtwellenleiter-Netze zwischen Kamen und Unna miteinander verbunden. Zur Absicherung dieser Verbindung wurde eine weitere Anbindung durch den Aufbau einer Richtfunkstrecke zwischen den beiden Standorten realisiert. Am 25.08.2016 erfolgte der erste Datenaustausch über diese Leitungen. Die weitere Harmonisierung der IT-Systeme und der gemeinsame Know-how Aufbau bei den beteiligten Mitarbeitern steht in den nächsten Wochen und Monaten im Vordergrund.

Die benachbarten Energieversorger beabsichtigen durch die intensivierte Zusammenarbeit, ihre strategische Positionierung in der Region und im Wettbewerb zu stärken.

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