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Grünes Lob für Rot und Schwarz: König (SPD) und Fröhlich (CDU) für Tafel-Einsatz gewürdigt

Lob für Volker König (SPD) und Rudolf Fröhlich (CDU) aus Grünem-Mund: Überparteiliche Harmonie bestimmte heute den Neujahrsempfang der Unnaer Grünen.

Beim Jahresauftakt im Schalander der Lindenbrauerei strich der langjährige frühere Ratspolitiker und GAL-Chef Hermann Strahl den (aus grüner Sicht) lobenswerten Einsatz der beiden „GroKo“-Fraktionsvorsitzenden für den Erhalt der Tafel Unna heraus.

Tafel Unna Tafelrunde (6)

Rudolf Fröhlich habe mit der von ihm initiierten „Tafelrunde“ (Bild oben) im Frühsommer den Stein ins Rollen dafür gebracht, dass eine umfassende und überparteiliche Allianz für den Tafel-Erhalt zustande gekommen sei. Die Einrichtung musste wie berichtet um ihren Fortbestand in Königsborn bangen, nachdem ihr die ev. Kirchengemeinde die Räume an der Fliederstraße hatte aufkündigen müssen; sie muss das Gebäude verkaufen.

Nach dieser „Tafelrunde“, an der Vertreter aller Unnaer Ratsfraktionen (außer FDP) sowie Kirchen und kommunale Vertreter teilnahmen, hatte der Stadtrat beschlossen, sich für kommunale Gelder für die Tafel einzusetzen. Es blieb jedoch beim Bekenntnis, da eine Subvention der Bedürftigeneinrichtung auf Ebene des Kreistags abgelehnt wurde. Tafel-Chefin Ulrike Trümper bekam von der Runde der Sozialdezernenten der Kommunen mit auf den Weg: Es sei keine Notwendigkeit zu erkennen, dass es im Kreis Unna eine Tafel geben müsse.

Volker König, Stadtverbandsvorsitzender der SPD Unna.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Volker König (oben) wurde beim Grünen-Empfang lobend erwähnt, weil er die Finanzierung des neuen Tafel-Standortes an der Dorotheenstraße (durch die Gesling-Stiftung) maßgeblich mit voran getrieben hätte. Diese Stiftung mit ihrem Vorsitzenden Helge Rosenstengel hat den früheren Aldi bekanntlich gekauft, lässt ihn bis März noch umbauen (mit viel ehrenamtlichem Engagement der Tafel-Helfer) und vermietet das Gebäude danach zu einem fairen Preis an den Tafel-Verein.

Der Name des Fröndenbergers Rosenstengel wurde bei der kleinen Laudatio in Sachen Tafel heute nicht erwähnt. Tafel-Chefin Ulrike Trümper selbst nennt den Stiftungsvorsitzenden den letztlich einzigen Retter der Tafel.

Trümper gab uns auf das öffentliche Lob für den CDU- und den SPD-Chef in Sachen Tafen folgenden knappen Kommentar: „Beides Menschen, die lediglich bei der Tafelrunde waren. Weder ein Glückwunsch zu den Räumlichkeiten noch eine Betreuung des Spendenkontos, das Herr Fröhlich so sehr wollte.“

Tafel Unna Umbau

Ulrike Trümper mit ihrem „Tafel-Retter“ Helge Rosenstengel (Mi.) und Architekt Michael Hessenkamp beim Start des Umbaus des früheren Aldis an der Dorotheenstraße. Allein bürgeschaftliches Engagement, betonte Trümper schon mehrfach nach dem Kauf des Gebäudes durch Rosenstengels Stiftung, habe die Tafel in Königsborn für den ganzen Kreis Unna gerettet.

 

Tafel Spendenaufruf

Kommentare (10)

  • Helmut Brune

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    Vor Allem aber gebührt der Ulrike Trümper das grösste Lob. Durch ihren unermüdlichen Einsatz läuft es so Gut, wie es jetzt läuft.

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  • Ulrike Trümper

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    Wir stellen richtig
    1. Tafelrunde war eine gute Sache
    2. es ist uns nicht bekannt dass Herr König mit dem Verkauf (in!)volviert war
    3.der alleinige Dank gehört Herrn Rosenstengel (Gesling Stiftung) und den Bürgern

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  • Helge Rosenstengel

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    Ich kenne keinen Volker König, und die Finanzierung ist ausschließlich über die Stiftung erfolgt.

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  • UlrikeTrümper

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    Danke Herr Brune, durch die viele Unterstützung der Menschen haben wir es geschafft.

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  • Stefanus Maxus via Facebook

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    Ein überparteiliches Rot-Grünes Lügenmärchen, und das aus dem Munde von Hermann Strahl. Zugegebenermassen halte ich von seiner Partei weniger wie gar nichts, doch von Hermannn Strahl hatte ich bis heute ein anderes Bild. Nun gut, wieder schlauer geworden, was die Unnaer Politblase betrifft…

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  • Rudolf Fröhlich

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    Liebe Frau Trümper, sehr geehrte Damen und Herren,
    da ich offenbar den faux-pas begangen habe, es zu versäumen, Ihnen zum guten Ende für die Tafel zu gratulieren, hole ich das hiermit öffentlich gerne nach. Ich war der Meinung, ich hätte es getan. Meine damaligen Vorschläge, ein Spendenkonto einzurichten und auch einen Unterstützungsantrag an die Sparkasse zu stellen, waren gut gemeint, aber tun müssen Sie das schon selbst, denn es ist nicht meine Aufgabe, dieses Konto zu „betreuen“. Ich hatte Ihnen, Frau Trümper, damals Vorschläge gemacht, wie man in Sachen Spendenkonto weiter vorgehen könnte. Sie haben darauf nicht reagiert und sich auch nicht mehr bei mir gemeldet. Aber nun gut bzw. nichts für ungut: Auch ich freue mich, dass alles so gekommen ist, wie es gekommen ist. Meinen eigenen Beitrag dazu will ich hier nicht bewerten, er war ja auch eher klein. Allerdings empfand ich es seinerzeit als etwas ungerecht, dass mir von verschiedenen Kommentatoren in diesem Forum „parteipolitisches Kalkül“ unterstellt worden ist. Deshalb habe ich mich heute über die Worte des Herrn Strahl gefreut, der dies richtig gestellt hat. Ich wünsche der Tafel in Unna auch künftig alles Gute!
    Rudolf Fröhlich

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  • Ulrike trümper

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    Nachtrag
    Charlotte Kunert hat uns mehrmals besucht und Ihre Hilfe zugesagt. Ihre Fraktionskollegen und Frau Kunert selber werden beim Umzug helfen . Danke Charlotte

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  • Hermann Strahl

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    Liebe Tafelengagierte, vor allem lieber Helge Rosenstengel, dass ich die rettende Rosenstengel-Stiftung nicht erwähnte ist dumm. Entschuldigung. Über die vielen helfenden Hände und Herzen hätte ich auch mehr sagen können, aber die Rede war eh schon länglich. Ich wollte mit dem Gegner-Lob ein Beispiel herausstellen, wo Politik und nicht Parteipolitik gemacht wurde. Und ausserdem die anwesenden Gutgehmenschen aufrufen, Tafel und ähnliche Projekte zu unterstützen, gerade weil die soziale Spaltung immer bedrohlicher wird. Die Rede steht übrigens auf der Grünen Homepage.

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