Rundblick-Unna » Grünes Licht für neue Förderschulzentren: Einzelschulen werden im Sommer aufgelöst

Grünes Licht für neue Förderschulzentren: Einzelschulen werden im Sommer aufgelöst

Ab August 2016 gibt es neue Förderschulzentren im Kreis Unna; bisherige Einzelstandorte werden aufgelöst. Nach dem Beschluss des Unnaer Stadtrates am Donnerstagabend ist für den Umbau der Förderschullandschaft grünes Licht gegeben.

Geschaffen werden zwei Förderschul-Zentren für die Sekundarstufe I:  in Unna (für Unna, Fröndenberg, Schwerte, Holzwickede und Kamen) und im Norden mit zwei Teilstandorten in Lünen und Selm (für Bergkamen, Lünen und Selm).

Im Primarbereich mit den Schwerpunkten Sprache und emotionale und soziale Entwicklung entstehen Förderzentren in Fröndenberg und in Rünthe.

Im Gegenzug werden zum 31. Juli 2016 die Harkortschule in Königsborn und die Sodenkampschule Fröndenberg aufgelöst. Dasselbe geschieht mit sechs weiteren Förderschulen im Kreis:

  • Barbaraschule in Werne
  • Albert-Schweitzer-Schule in Bergkamen
  • Friedrich-Ebert-Schule in Lünen
  • Pestalozzischule in Selm
  • Käthe-Kollwitz-Schule in Kamen
  • Schule an der Ruhr in Schwerte

Erklärtes Ziel des Kreises ist es, „den Umbau der Förderschullandschaft aktiv zu gestalten und ihn nicht einfach durch sinkende Schülerzahlen und die damit verbundenen Schulschließungen geschehen zu lassen.“  Eltern von Kindern mit Förderbedarf sollen ihr Wahlrecht behalten und auch in Zukunft mit – relativ – kurzen Wegen zu den Förderschulen eine echte Alternative zur Regelschule behalten.

Zum Hintergrund schreibt der Kreis: „Der demografische Wandel und die Umsetzung der Inklusion führen dazu, dass die Schülerzahlen an den Förderschulen deutlich stärker sinken als an anderen Schulen. Ohne eine Lenkung dieses Prozesses würden früher oder später alle Förderschulen unter die vorgegebene Mindest-Schülerzahl fallen und müssten aufgelöst werden.“

Der Kreis betont in seiner aktuellen Mitteilung auch den finanziellen Vorteil für die Städte und Gemeinden: „Bislang haben sie Aufwendungen von jährlich rund 3,2 Millionen Euro. Die neuen, über die Kreisumlage finanzierten Förderschulzentren werden rund 2,4 Millionen Euro kosten. Damit spart die kommunale Familie jährlich 800.000 Euro.“

Landrat Makiolla zeigt sich in der Pressemitteilung besonders stolz darauf, „dass der Kreis als einer der ersten in NRW die von der stellvertretenden Ministerpräsidentin und grünen NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann ausgehende Initiative so gut und einvernehmlich umgesetzt hat.“

Kommentare (13)

  • Tanni Krause via Facebook

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    Und ich kann mir schon jetzt vorstellen,was mit den anderen Schulen geschieht ??

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  • Katja Mette via Facebook

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    Ich hoffe das die Kinder dann weiterhin optimal individuell gefördert werden. Ich kann mir noch nicht vor stellen das dies alles so förderlich ist. Wo einige die finanzielle Misere versehe und es natürlich besser ist als die Schulen mangels Schüler zu schließen.
    Aber das Wohl der Kinder sehe ich da nicht wirklich.

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  • Katja Mette via Facebook

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    Ich hoffe das die Kinder dann weiterhin optimal individuell gefördert werden. Ich kann mir noch nicht vor stellen das dies alles so förderlich ist. Wo einige die finanzielle Misere versehe und es natürlich besser ist als die Schulen mangels Schüler zu schließen.
    Aber das Wohl der Kinder sehe ich da nicht wirklich.

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  • Rundblick Unna via Facebook

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    Ja, Katja Mette, das gesamte Thema Inklusion wird ja aus guten Gründen so kontrovers diskutiert. Man kann nur hoffen, dass das Konzept mit Förderzentren aufgeht und die Schulministerín bzgl. der Inklusion weiter ihre Hausaufgaben macht. Bei ihrem Besuch in Unna im Sommer kriitsierte BM Kolter ganz offen die absolut mangelnde Finanzierung der inklusiven Beschulung.

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  • Katja Mette via Facebook

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    Tja, ich weiß schon warum mit unser BM so sympathisch ist. Ich denke er sieht wirklich gut wo es hinkt.

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  • Bianca Mohr via Facebook

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    Antje Berent schau mal

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  • Antje Berent via Facebook

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    ??????

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  • Antje Berent via Facebook

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    Ich sehe meinen Sohn leider untergehen der auf einer förderschule geht in einer normal großen klasse geht er unter

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Antje Berent, die Konzepte dieser Förderschulzentren werden doch bestimmt auch weiterhin auf die individuellen Bedürfnisse der dort unterrichteten Kinder zugeschnitten sein. Sie werden ja bewusst als Alternative zum inklusiven Unterricht an Regelschulen weiterhin angeboten. Alles andere wäre ja wirklich schlimm! Zu näheren Fragen gibt dir das Schulamt des Kreises Unna Auskunft. VG!

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  • Antje Berent via Facebook

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    Micha Berent

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  • Antje Berent via Facebook

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    Monika Boenigk

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