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Grünen-Vorstand in Selbstzerlegung: Nach Koppenberg wirft auch „Mahner“ Manfred Hartmann hin

Bei den „Grünen Köpfen“ rollen die Köpfe. Das Leitungsgremium des Bündnigsgrünen Ortsverbandes zerlegt sich weiter selbst: Wenige Tage nach Vorstandssprecher Klaus Koppenberg (wir berichteten) hat auch Manfred Hartmann seinen Austritt aus dem Vorstand erklärt.

Der 53jährige Bibliothekswissenschaftler und Denkmalschutzexperte, ähnlich wie Koppenberg als (Quer-)Denker und Mahner in der Partei bekannt, sellte sein Amt als Schriftführer zur Verfügung. Damit verliert der Grünen-Vorstand einen weiteren scharfsichtigen Analytiker und strategischen – zuweilen sperrigen – Vordenker. Oder auch den „Surfer im Fettnäpfchen“, wie seine Parteifreunde dem knorrigen Hartmann zum 50. Geburtstag liebevoll attestierten.

„Seine Nachdenklichkeit krönt Querdenken gegen Tagestrott und Tagestrottel“, heißt es in der Laudatio zu Manfred Hartmanns rundem Geburtstag im Dezember 2011 auf der Grünen-Homepage. „Dabei umgeht er nicht Fettnäpfchen – er besurft sie lieber. König der Leserbriefe, Magnummahnungsmailer, Eisdielenempörer… und betörender Verstörer… die Eisrunde an die Kinder vom Nebentisch, das üppige Buchgeschenk zwischendurch… Er „strebt nicht nach Posten, ist aber auf selbigen und verantwortet sie“, lobten seine Parteifreunde in der Laudatio.  Mit Posten hat  Manfred Hartmann nun fertig.

 

Manfred_Hartmann

Rücktritt: Manfred Hartmann…

Klaus Koppenberg klein

… warf drei Tage nach Klaus Koppenberg ebenfalls das Handtuch im Grünen-Vorstand.


 

Die Gründe? Manfred Hartmann schließt sich vollumfänglich denen von Klaus Koppenberg an. (Link zu unserem Bericht dazu siehe unten.) „Ergänzend vielleicht“, schrieb uns Hartmann, „das kreative Austragen von Konflikten verlangt manchmal Nervenreserven, die anderswo schon aufgezehrt wurden. Es kommt einem so viel bekannt vor und man wird älter und müder…“

Fraktionschefin Charlotte Kunert fasst sich ebenso wie bei Klaus Koppenbergs Rücktritt am Samstag kurz. Sie bedauere auch Manfred Hartmanns Entscheidung. „Ich habe seine Arbeit, sein Mitwirken und seine Gedanken immer sehr geschätzt“, schrieb sie uns auf Anfrage am heutigen Nachmittag. „Sowohl Klaus als auch Manfred bleiben Mitglied der Partei.“

Link zum Bericht über Klaus Koppenbergs Rücktritt:

http://rundblick-unna.de/knalleffekt-bei-unnas-gruenen-klaus-koppenberg-wirft-vorstandsposten-hin/

Kommentare (7)

  • Dominik Brauckmann via Facebook

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    Die ganze Partei sollte sich auflösen.

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  • Helmut Brune via Facebook

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    Wenn man Probleme innerhalb einer Partei, ganz Gleich welcher Farbe, nicht ausdiskutieren kann und Schritte wie diese unternommen werden, kann man sich als Partei auch nicht geschlossen nach Außen präsentieren.

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  • Petter Uhlenbusch

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    die Ratten verlassen das sinkende Schiff 😉

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  • Heidi Baumgart

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    Klaus Koppenberg kenne ich persönlich,guter Typ,und ich würde sehr gerne mal Mäuschen im Parteibüro spielen. Ich ahne wage,was sich da manchmal abgespielt hat,zwischen den Damen und Herren,dass diese beiden keine andere Möglichkeit sahen,als das Handtuch zu werfen. Schade !!!

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  • Manfred Hartmann

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  • Carsten

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    Schon der zweite ? Das kann doch gar nicht sein, dass sich grüne Gutmenschen nicht verstehen und sich streiten !!!!

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  • Ralf

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    Die Guten gehen oder sind gegangen. Die anderen bleiben leider und machen alberne Vorschläge für unsere Stadt.

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