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Grüne, SPD, FLU: Allianz für mehr Bäume und Baumschutz in Unna

Mein Freund, der Baum. Gleich drei Ratsfraktionen entdecken ihr Herz für (mehr) Bäume in Unna.

Mehr Bäume wünschen die Grünen (Antrag 18. 10.), das wünscht die SPD (Antrag 15. 1.), und die Freie Liste (FLU) unterstützt beide Anträge: Wiederaufforstung, Neu- und Ersatzanpflanzung. „Bäume sind, wie im Antrag der Grünen dargelegt, ein wichtiger Beitrag für das Mikroklima und die Gesundheit der Stadtbevölkerung. Überdies sind sie der Lebensraum für eine Vielzahl von Tierarten und haben auch einen monetären Wert für die Stadt“, erklärt die FLU-Fraktion.

Damit Neuanpflanzungen und Pflege aber nicht dem Spardiktat geopfert werden, möchte die  Freie Liste, dass die Stadt die Summe fundiert schätzt und verbindlich in die den städtischen Investitionshaushalt aufnimmt. „Denn wird ein kranker/toter Baum gefällt, betragen die Kosten inkl. Beseitigung des Holzes und Neuanpflanzung, leicht mehrere 1000 Euro“,  schreibt FLU-Fraktionschef Klaus Göldner. Für sinnvoll hält er folgende Schritte:

– Bestandsaufnahme: Wo sind vakante Baumstandorte (siehe Grüne).

– Neupflanzungen an bestimmten innerstädtischen Straßen (siehe SPD).

– Baumarten jeweils standortbezogen und zukunftsorientiert auswählen. Auf arttypische Besonderheiten des Wuchses bei Krone und Wurzelwerk achten sowie auf Umfeldverträglichkeit, Lebenserwartung und Pflegeerfordernisse.

Baumscheibe 1

– Bessere Pflege der bisherigen städtischen Bäume: Besonders Straßenbäume an befestigten Fahrbahnrändern oder Gehwegen hätten oft zu wenig Platz. Da hebt das Wurzelwerk das Pflaster an, „es entstehen erhebliche Gefahren für Fußgänger, insbesondere aber für Gehbehinderte.“ Und dem Baum tue das beengte Dasein sicher ebenfalls nicht gut. “ Antrag der FLU: Notfalls im jeweiligen Baumscheibenbereich nachbessern – Gefahrenstellen beseitigen – und dazu am besten eine Prioritätenliste mit Hilfe der Ortsvorsteher erstellen.

Baumscheibe 2

Die Baumschutzsatzung für private Bäume wurde in Unna mit Wirkung zum 1. 1. 2015 abgeschafft. Die Grünen (und mit ihnen die Linkspartei) waren strikt dagegen, konnten sich gegen die deutliche Mehrheit der anderen fünf Ratsfraktionen jedoch nicht durchsetzen.

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