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Grüne: (Noch) leere Realschulcontainer als Flüchtlingsquartiere nutzen

(Noch) leere Realschulcontainer als Flüchtlingsquartiere nutzen. Dieses Ansinnen der Grünen-Fraktionschefin Charlotte Kunert sorgte am Abend im ersten Haupt- und Finanzausschuss nach der Sommerpause für baffes Erstaunen. Und verständnisloses Kopfschütteln quer durch politische Farbspektrum.

Die konsternierten übrigen Fraktionen mussten den eigenwilligen Vorschlag der Grünen-Chefin gar nicht abwimmeln, das besorgte schon direkt der Bürgermeister. Die Möbel für die Container seien bestellt, stellte Werner Kolter knapp fest, und die Zusicherung an die Hellweg-Realschule stehe. Natürlich könne sie diese Container dann auch für ihre Zwecke nutzen.

Zusätzliche Container werden wie berichtet an der Massener Realschule (zunächst) notwendig, um die zusätzlichen Kinder durch das Auslaufen der Anne Frank-Realschule in Königsborn unterbringen zu können. Eine Dauerlösung sollen die Container nicht werden, vielmehr als Provisorien dienen bis zur Fertigstellung des geplanten Anbaus.

Kommentare (14)

  • Ulf

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    Das geht ja gar nicht !!!!
    Was denken sich die Grünen eigentlich ?!?
    Da braucht man sich nicht wundern, dass da einige haareraufend weglaufen.

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  • Petter Uhlenbusch

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    Ich glaub es hackt.
    Unna reisst sich eh schon den Allerwertesten auf. Jetzt reicht es aber!

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  • Besorgter Westdeutscher

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    Ab sofort, heißt ihr beiden Ronny und werdet nach Heidenau abgeschoben.
    Die Container werden noch nicht genutzt. Wo ist das Problem?

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  • J.Müller

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    Vielleicht, weil die Container für schulpflichtige Kinder sind ?!? Und dafür schon Möbel bestellt sind ! Und die Container demnächst von der Schule genutzt werden !!!!
    Der Hinweis auf Abschiebung nach Heidenau ist ja wohl unterste Schublade !

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  • J.Müller

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    Der Text des Artikels war doch gar nicht so lang, zum Lesen und Verstehen, Westdeutscher !

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  • Janniz Le via Facebook

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    Unser Monarch hat doch sofort eingeräumt, das diese nicht zweckentfremdet werden.

    Und da der Westdeutsche einen Pseudo benutzt, war ihm wohl selbst klar was ein Nonsense er schreibt.

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  • Manfred Dennes via Facebook

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    bringt sich ein ???

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  • Björn Merkord via Facebook

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    Unterrichtet werden Kinder auch an anderen Schulen, deren Sporthallen vorübergehend als Flüchtlingsquartiere dienen. Es geht um akute Nothilfe für die Entlastung z.B. Der überfüllten Dortmunder Einrichtung.
    Bevor die angemieteten Container längere Zeit ungenutzt Leerstellen und Kosten verursachen, ohne Nutzen zu bringen wäre so eine Zwischen Nutzung sinnvoll.

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  • Stefan Werner

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    Bevor weitere leerstehende Häuser, Wohnungen, Kliniken, Schulen, Kindergärten und Kasernen ungenutzt weiter verrotten, kann man auf solche Hau-Ruck-Zuck-Lösungen wohl gut verzichten.

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    • Björn Merkord via Facebook

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      Mir sind solche Leerstände in Unna nicht bekannt. Sämtliche kommunalen Gebäude, die ich kenne, ächzen unter ihrer Nutzung und selbst der aktuelle Containerstreit an der Hellweg Realschule erwächst aus so einer Situation der Übernutzung.
      Wenn sie einen solchen Leerstand konkret benennen würden, würde das die Situation sicher entschärfen helfen.

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  • Svense Kennze via Facebook

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    Da treffen ja gleich verschiedene kritikwürdige Punkte aufeinander. Auch ich hatte in den 80 er Jahren über mehrere Schuljahre das sehr zweifelhafte „Vergnügen“ als Schüler ab der 5. Klasse in solchen Containern unterrichtet zu werden. Im Sommer heiß, bei Regen Pfützen auf den Gängen und im Winter sau kalt. Das alleine ist schon eine Zumutung, auch für die Schüler heute. Dann sollen diese Dinger auch noch als Wohnung herhalten. Damit dürfte sich nach der Nutzung durch so viele Menschen die Substanz weiter verschlechtern. Wenn hier nicht bewusst die Abwicklung einer bewährten Unnaer Realschule aus politischem Kalkül erfolgt wäre, müssten Kinder in Deutschland nicht auch wieder in solch indiskutablen Räumlichkeiten unterrichtet werden. Dann diesen Zustand durch die Unterbringung von Flüchtlingen noch verschärfen ist ein ganz großer Vorschlag. Wie wäre es denn damit, für Wohnzwecke gedachte Container mit Landesmitteln kaufen und im Bereich der Brachflächen im Kreis ein Containerdorf errichten. Solche Container gibt es doch, werden im militärischen Bereich reichlich genutzt und bieten die Möglichkeit schnell aufgebaut zu werden. Richtung Ülzen, im Bereich Holzwickede gibt es doch Flächen. Da muss man halt mal Geld in die Hand nehmen, anders geht es halt nicht. Da ist das Land gefordert! Warme Sprüche der Landesmutti reichen da nicht. Die Grünen stehen hier doch mit in der Regierungsverantwortung. Ich finde den Vorschlag weder durchdacht noch in Anbetracht der Situation der Schulen und Schüler angebracht. Er ist schon fast frech.

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  • Stefan Werner

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    Hallo Björn Merkord,
    die Leerstände beziehe ich ja auch nicht nur auf Unna, sondern auf das nähere und weitere Umfeld. Bei dem Umfang der Flüchtlingsproblematik kann man die Dinge nicht mehr nur lokal betrachten und lösen wollen. Nur mal ein paar Beispiele: Diverse leerstehende Schulen in mehreren Mendener Ortsteilen, Zahlreiche GEWOGE-Wohnungen in Menden leerstehend, teils bereits abgebrochen, so wie auch z.B ein Kindergarten in Lendringsen. Brauchte man ja angeblich alles nicht mehr! Emscherkaserne in Holzwickede, Raketenstation in Opherdicke (ok, vielleicht ein bisschen weit vom Schuß, Kalauer!!!). ehemalige Veramed-Klinik in Meschede, diverse, große Bürogebäude in Dortmund, alte Kaserne im Werler Stadtwald usw. Da gibt es hunderte Beispiele, wie unser Volksvermögen verrottet, vernichtet oder an sog. Investoren verschleudert wurde und wird. Wenn man jetzt wieder Geld vom einfachen Bürger für neue Bauten fordert, bekomme ich ehrlich gesagt Pickel!!!!!

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    • Björn Merkord via Facebook

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      Hallo Stefan Werner,
      Ich bezog mich mit meinem Kommentar ausdrücklich auf Unna, denn nur hier kann der Rat der Stadt Unna darüber entscheiden ob und wie eigene Räumlichkeiten genutzt werden. Eine entsprechende Anfrage kann Charlotte Kunert als grüne Ratsfrau naturgemäß nur dort anbringen.
      Für Dortmund, Meschede oder Menden sind die jeweiligen Organe der kommunalen Selbstverwaltung zuständig – wir nicht.
      Dabei haben sie selbstverständlich recht, wenn ungenutzte Leerstände geeigneter öffentlicher Gebäude, die Flüchtlingsproblematik vor Ort verschärfen.
      Ein Beispiel für so eine Nichtnutzung, sind die Bundesgebäude auf dem Areal der Landestelle Massen. Bevor Länder und Kommunen gezwungen sind, Flüchtlinge in Zelten und Turnhallen zu beherbergen, sollte der Bund an dieser Stelle für Entlastung sorgen.

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  • Stefan Werner

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    Hallo Björn Merkord,
    im Prinzip sind wir wohl einer Meinung, nur bezogen wir uns auf unterschiedliche „Umkreise“. Aber mal anders gefragt, könnten sich nicht mehrere Nachbarkommunen in der Frage zusammentun, und gemeinsame Raumangebote erarbeiten? (Sofern dem nicht irgendwelche Gesetze entgegenstehen, die dann naürlich auch überarbeitungsbedürftig wären, um sie den heutigen Erfordernissen anzupassen). Könnte der Rat der Stadt Unna hier einen Vorschlag anregen?

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