Rundblick-Unna » Grüne fordern Lkw-Tonnagebegrenzung in der Fußgängerzone

Grüne fordern Lkw-Tonnagebegrenzung in der Fußgängerzone

– UPDATE: Der Antrag wird am Dienstag, 22. 9., im Ausschuss für Feuerschutz, Sicherheit und Ordnung (FSO) beraten.-

Das Bummelzonenpflaster ist kaputt, schrecklich kaputt – Passanten stolpern und stürzen über das lose Pflaster, die Beschwerden mehren sich. Doch bis zur umfassenden Sanierung wird es noch mindestens zwei Jahre dauern, meinen die Grünen und fordern deswegen kurzfristige Abhilfe: Eine Tonnagebegrenzung für Lieferverkehre, sofern eine Überprüfung ergibt, dass die Laster schwerer sind, als die Tragfähigkeit des Bummelzonenbelags verkraften kann.

„Wir fordern deshalb als Erstes eine Überprüfung der Tragfähigkeit“, schreibt Ines Nieders-Mollik in den Antrag der Grünen: „Auf Massener Straße/Wasserstraße, Bahnhofstraße/Hertinger Straße und auf dem Rathausvorplatz, dem Markt und dem Lindenplatz.“ Die Ergebnisse sollen mit einer dreiwöchigen Überprüfung der tatsächlichen Lkw-Lasten verglichen werden.  Mit der möglichen Konsequenz: Tonnage begrenzen.

Ines Nieders-Mollik

Ines Nieders-Mollik, Grüne.


 

„Wir vermuten, dass eine der Hauptursachen für die Pflasterschäden nicht eine unsachgemäße Pflasterung ist, sondern der ständig wachsende Lieferverkehr mit stets wachsenden Liefergewichten“, schreibt Nieders-Mollik. „abei sind es weniger die Beschickerfahrzeuge während der Markttage als Kühlfahrzeuge mit Getränken und Lebensmitteln, Ent-sorgungsfahrzeuge und andere LKW. Es besteht aber für die wenigsten Lieferanten die Notwendigkeit, die Eingänge direkt an der Fußgängerzone zu benutzen, da die meisten Läden einen weiteren Liefereingang (hinten an einer anderen Straße) besitzen.“

Nicht nur in Unna sei der Trend zu größeren LKW etc. zu beobachten. „Andere Kommunen haben bereits die Belastung eingeschränkt. Auch hier sind die Umsätze der Geschäfte nicht zusammengebrochen, weil sich die Lieferanten an die Begrenzung halten müssen.“

Fußgängerzone Pflaster grünrer Punkt

Fußgängerzone Pflaster

Mit grünem Punkt markierte Wackelsteine in Unnas Fußgängerzone.


 

 

Die Kosten einer Kontrolle der Lkw (die die Grünen anfangs nötig sehen) seien jedenfalls geringer als die für die ständig anfallenden Reparaturen. „Die Erkenntnisse, die durch eine solche Reduzierung gewonnen werden, könnten außerdem der Arbeitsgruppe Fußgängerzone dienen und in die Planung einer zukünftigen Fußgängerzone fließen“, schlägt Ines Nieders-Mollik vor: z.B. shared space-Zonen, evtl. Änderung der Einbahnstraßenführung, um alle Geschäfte von „hinten“ zu beliefern, Ausführung der Oberflächen einer neuen Fußgängerzone).

Klarer Standpunkt der Grünen: „Es kann nicht Aufgabe unserer Kommune sein, die kostensparendere Belieferung der Geschäfte durch immer günstigere Großfahrzeuge zu finanzieren. Wir wollen mit unserem Antrag kurzfristig verhindern, dass Unnas Bürger weiterhin mit ihren Geldern für Schäden aufkommen müssen, die von anderen verursacht werden.“

Kommentare (16)

  • Elke Böinghoff via Facebook

    |

    Was kommt als nächstes? Fußgänger auf die Waage?

    Antworten

  • Raphael Bolte via Facebook

    |

    Haben die “ Grünen“ eigentlich nur singen und tanzen in der Schulzeit genossen? Na, dann passen wir eben das Leben dem Untergrund an und nicht anders herum ?

    Antworten

  • David Kailuweit via Facebook

    |

    Und Müllabfuhr und Straßenreinigung werden dann durch Zauberei erledigt ^^

    Antworten

  • Alex Naeven via Facebook

    |

    Da halte ich nichts von

    Antworten

  • Dennis Bernhöft via Facebook

    |

    ich sehe mehr die Straßenreinigung als Problem da die Bürsten die Fugen raus fegen. Siehe Marktplatz da gibt es schon keine Fugen mehr. Die Massener Strasse hat stark unter dem Bau der beiden Neubauten gelitten da alle Betonteile dort angeliefert wurden.

    Antworten

    • Raphael Bolte via Facebook

      |

      Dann sind die Fugen das Problem und nicht die Bürsten ?. Es soll Fugen in unserem Sortiment geben, die sind für sowas ausgelegt ?

      Antworten

    • Dennis Bernhöft via Facebook

      |

      dann muss das die Stadt wissen. Die Bürsten sind aber schon um einiges härter als Haushaltsbesen und haben um einiges mehr Kraft. Kann mir echt nicht vorstellen das da noch was hilft. Am besten fast keine Fugen haben (wie Dortmund) dann kann es auf Dauer nur günstiger werden.

      Antworten

  • Sebastian Borussia via Facebook

    |

    Völlig Absurd. Dann sollen die Grünen doch einfach nen Gleisanschluss an jedes Geschäft legen. Dann kann alles per Solarzug beliefert werden. Oder am besten gleich per Segelflugzeug…

    Antworten

  • Hanno

    |

    Die tanzen auch immer ihren Namen im Rathaus.

    Vielleicht liegt es auch an dem Kran- und LKW Verkehr während des Cityresidenzbaus, dass die Steine so kaputt sind ?!?!

    Ich denke auch, die Transporter sollten jetzt zum Bioladen fliegen. Oder die Grünen beliefern die Geschäfte mit ihren Repaircafe-Fahrrädern.

    Antworten

  • Kerstin Richert via Facebook

    |

    Soll’n sie doch ne Blumenwiese pflanzen . Fr. Roth weiht die dann feierlich ein und kredenzt selbst gebackenes Boerek

    Antworten

  • Alex Naeven via Facebook

    |

    Dann fahren wahrscheinlich leichtere Fahrzeuge da durch
    Aber dafür müssen alle Geschäfte doppelt so oft angefahren werden
    Welches den CO2 Ausstoß verdoppelt
    Was ich persönlich schlimmer finde als ein paar kaputte Steine
    Gut überlegt liebe grüne

    Antworten

  • Stefan Werner

    |

    Gar nicht so ganz verkehrt, der Vorschlag. Schliesslich stammt Kopfsteinpflaster aus der Postkutschenzeit. Problematisch bleiben natürlich die Stellen am Rathausplatz an der Bushaltestelle. Da müsste ein wesentlich stabileres, grossformatiges Pflaster hin. Und Fakt ist nun einmal, das der zunehmende LKW-Verkehr ALLE Strassen und Autobahnen ruiniert.

    Antworten

    • Dennis Bernhöft via Facebook

      |

      Die Nebenstrassen sind aber für LKW nicht geeignet da die Kurven keine großen LKW zulassen. Wie oft standen die in der Schulstr/Klosterstr oder Hertinger/Flügelstraße.

      Antworten

  • Marcel Düpon via Facebook

    |

    Klarer Fall für die Trovatos….

    Antworten

  • Dennis Schiffke via Facebook

    |

    Statt das Geld immer für unnütze Reparaturen zu verballern einfach alle seine weg und asphaltieren hält länger und die Stadt ist sicherer für ältere,behinderte und Rollstuhlfahrer

    Antworten

  • Sascha Krieg via Facebook

    |

    Die Spinnen doch

    Antworten

Kommentieren