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Großstadtkriminalität 2015: 44,4 % der Verdächtigen waren Bürger ohne deutschen Pass, ein Viertel war jünger als 21

Parallel zur starken Zuwanderung ist die Zahl von Aufenhaltsverstößen sprunghaft in die Höhe geschnellt. Das belegt die in dieser Woche vorgestellte Kriminalitätsstatistik des Präsidiums Dortmund für 2015. Die Anzahl festgestellter illegaler Aufenthalte stieg in Dortmund und Lünen  um mehr als das Doppelte – konkret um 111,22 % auf 2089 Fälle. Da illegaler Aufenthalt meist nur durch Zufallskontrollen „auffliegt“, geht die Polizei von einer Dunkelziffer in unbekannter Höhe aus.

Anders als die Kreispolizeibehörde Unna schlüsselt die Dortmunder Polizei die Straftaten des Vorjahres (deren Summe – bis auf Wohnungseinbrüche und Tötungsdelikte – gesunken ist) auch nach den Täternationalitäten auf. Danach wurden im vorigen Jahr 44,4 % aller Straftaten in Dortmund von Migranten begangen, sprich von Bürgern ohne deutschen Pass. Eine weitergehende Aufschlüsselung z. B. nach „Menschen mit deutscher Staatsangehörigkeit und Migrationshintergrund“ nimmt die Statistik nicht vor. Zum Vergleich: Im Vorjahr (2014) lag der Anteil nichtdeutscher Straftäter bei 38 Prozent.

Unter den nichtdeutschen Tatverdächtigen waren im vorigen Jahr die meisten türkische Staatsbürger (1518), gefolgt von Rumänen (1259) und an dritter Stelle Syrern (1143). Dann kommen Marokkaner, Polen und Albaner. Allerdings wies die Polizei schon häufig darauf hin, dass eine genaue Zuordnung der Verdächtigen aus Nordafrika und den arabischen Staaten oft nicht möglich sei, da es nicht selten „Mehrfachidentitäten“ gebe – Tatverdächtige mit zwei, drei und mehr unterschiedlichen Namen, Geburtsdaten und/oder Nationalitäten, womit häufig mehrfacher Leistungsbezug einhergeht.  – Auch hier der Vergleich zum Vorjahr: 1. Türken, 2. Rumänen, 3. Marokkaner, gefolgt folgt polnischen, algerischen und bulgarischen Staatsangehörigen.

Ein Viertel aller Tatverdächtigen – rund 25 % – waren im vergangenen Jahr Heranwachsende (18 bis unter 21 Jahre), Jugendliche (14 bis unter 18 Jahre) sowie – zu 2,5 Prozent – sogar Kinder (bis 14 Jahre). Dieser Anteil blieb im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert.

Nachzulesen unter http://www.polizei.nrw.de/dortmund/artikel__514.html

Kommentare (7)

  • Helmut Brune via Facebook

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    Diese Bilanz zaubert kein Lächeln auf mein Gesicht.

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  • Sven Arnt via Facebook

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    Die Zahlen sprechen eine sehr eindeutige Sprache. So ist es leider. Wichtig ist es dann, daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen. Ich denke da muss es eine Kombination aus sehr konsequenter Strafe geben, die auch spürbar als Sanktion wahrgenommen wird und nicht ewig auf sich warten lässt. In der Folge sollte dann irgendwann auch die Beendigung des Aufenthaltes stehen, grade bei schwerer oder beharrlicher Straffälligkeit. Auf der anderen Seite ist aber zwingend eine gute Sozial-,Bildungs- und Integrationspolitik erforderlich. Job- und Perspektivlosigkeit,gepaart mit schwacher Bildung sind der Nährboden für Kriminalität. Bei der Integration sollten wir viel deutlicher auf die Anpassung an unser Wertesystem bestehen und dabei nicht mit falscher Toleranz den entstandenen Parallelgesellschaften gegenüber stehen. Allerdings müssen wir uns auch von manchen Vorurteilen verabschieden.

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    • Mike

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      Volle Zustimmung, gerade die Visafreiheit für Türken wird in der Nordstadt einiges ändern

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    • Schlarp,Hans-Jürgen

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      Leider wahr. Mit diesen Inhalten, insbesondere mit der Bestrafung müssten sich ganz andere Leute schnellstens mit beschäftigen. So eine Gesetzesänderung dauert ja auch noch ewig lang

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  • Mike

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    Sehr interessant, daß die Polizei sich inzwischen zum Zensurorgan missbrauchen lässt, ob nun Gewalt unter fremden in Flüchtlingsheimen die dann als häusliche Gewalt gewertet werden obwohl es keinerlei Lebensgemeinschaften sind, weglassen von Täternationalitäten etc.

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  • fürst

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    Freuen wir uns doch schon einmal auf die demnächst zureisenden Türken aus den ärmsten türkischen Regionen. Merkel hat nun ihnen die Türen geöffnet. Sie werden sich an unserem „Wohlstand“ (ich hab‘ den nicht) erfreuen, viele auf ihre Art daran teilhaben.

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  • Susanne Appelstiel via Facebook

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    Warum wundert mich das nicht!?

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