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Grausam „Lektion erteilt“: 19Jähriger aus Kreis Unna wegen versuchten Mordes in U-Haft

Schwer verletzt von mehreren tiefen Schnittverletzungen taumelte das 18jährige Opfer aus einem Waldstück: Ein 19Jähriger aus dem Kreis Unna soll zusammen mit zwei 17Jährigen aus dem Kreis Coesfeld eine grausame Rache-Bluttat begangen haben. Alle drei sitzen seit Samstagnachmittag wegen versuchten Mordes in Untersuchungshaft.

Sie sollen den 18Jährigen gemeinsam schwer misshandelt haben – um ihn nach ersten Einlassung zu bestrafen. Denn das Opfer soll die 17-Jährige vor etwa einer Woche vergewaltigt haben – was nicht bei der Polizei angezeigt wurde. Mit den grausamen Malträtierungen wollte das junge Rächer-Trio dem mutmaßlichen Vergewaltiger „eine Lektion erteilen.“

Der 18-Jährige ist bislang nicht vernehmungsfähig.

In der Nacht zu Samstag (0.35 Uhr) fanden Angler am Kanalseitenweg in Lüdinghausen den schwerverletzten 18-Jährigen auf. „Der junge Mann taumelte aus einem Waldstück und wies mehrere Schnittverletzungen am Körper auf“, schildert die Polizei den erschreckenden Anblick.

Die Angler leisteten Erste Hilfe und alarmierten sofort Polizei und Rettungskräfte. Der Schwerverletzte wurde in ein Krankenhaus gebracht und notoperiert. In der Nähe des Dortmund-Ems-Kanals fiel Polizisten ein geparkter Wagen auf. In diesem saßen ein 17-jähriges Mädchen und zwei 17 und 19 Jahre alte Männer, Letzterer aus dem Kreis Unna.

Sie machten widersprüchliche Angaben. Aufgrund der Gesamtumstände nahmen die Beamten die Drei vorläufig fest. „Nach ersten Erkenntnissen traf das Trio den 18-Jährigen unter einem Vorwand in dem Waldstück. Dort überwältigten sie ihr Opfer und fügten ihm die Verletzungen zu“, erläuterte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt.

Wegen des Verdachts von Mordversuch sitzt das junge Trio nun in U-Haft.

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