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Gewaltausschreitungen nach Demo gegen ankommende Flüchtlinge – Mehrere Verletzte, darunter 3 Polizisten

Zu gewalttätigen Ausschreitungen mit mehreren Verletzten ist es heute früh nach einer genehmigten Rechtextremen-Demo gegen eine bevorstehende Ankunft von Flüchtlingen gekommen. Mehrere 100 zum Teil gewaltbereite Linksextremisten versuchten die Abreise der Rechten zu verhindern, schreibt die Polizei. Böller und Flaschen flogen gegen eingesetzte Polizeibeamte.

Die Partei Die Rechte hatte gestern Abend kurzfristig eine Spontandemonstration im Dortmunder Hauptbahnhof gemeldet. Sie richtete sich  gegen ankommende Flüchtlinge. Die Polizei ließ diese Versammlung zu – aber nur außerhalb des Bahnhofs, nicht in Sicht- und Rufweite zu den ankommenden Flüchtlingen.

Schon im Vorfeld der Demo gerieten auf dem Bahnhofsvorplatz gegen 01.30 Uhr ca. 20 Personen aus dem rechten und 30 aus dem linken Spektrum aneinander. „Dabei kam es zu mehreren Flaschen- und Böllerwürfen auf Polizeibeamte“, beschreibt die Polizei den Verlauf. Vier Gewalttäter wurden in Gewahrsam genommen.

Gegen 2.40 Uhr wurde die Rechtsextremen-Demo – die eine Stunde zuvor oberhalb der Katharinentreppe begonnen hatte – frühzeitig beendet. Zu diesem Zeitpunkt fuhren keine Stadt- bzw. U-Bahnen mehr. „Mehrere 100 zum Teil gewaltbereite Linksextremisten blockierten daraufhin rechtswidrig die Bahnhofshalle sowie den Zugang zum Bahnhof über eine Außentreppe. Von dieser Treppe wurden Polizeikräfte mit diversen Gegenständen angegriffen“, schildert die Polizei den Verlauf der Ausschreitungen, mit denen die linken Gewalttäter versucht hätten, die Abreise der Rechtsextremisten zu verhindern. Die Polizei musste die Rechten deshalb schlussendlich unter Begleitung starker Einsatzkräfte durch den Bahnhof führen. Denn: „Wesentliches Ziel war, die Abreise der Rechtsextremen schnellstmöglich und vor der Ankunft der Flüchtlinge zu beenden.“

Auf dem Weg zu den Gleisen kam es zu erneuten Auseinandersetzungen. Schließlich stiegen die Rechtsextremisten gegen 03.35 Uhr in den Zug.

Nach jetzigem Kenntnisstand wurden bei den Auseinandersetzungen drei Polizeibeamte, ein Versammlungsteilnehmer sowie eine unbeteiligte Person verletzt.

Zur Stunde (Sonntagmorgen/-vormittag) hat sichdie Situation in der Innenstadt nach Auskunft der Polizei beruhigt. „Es ist nun Raum für eine freundliche und friedliche Willkommenskultur, die die Dortmunder Polizei ausdrücklich unterstützt.“

 

 

Kommentare (2)

  • Stefan Werner

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    Vielleicht sollte man die alle gemeinsam in ein Fußballstadion sperren? Hooligans und Salafisten auch gleich mit dazu, da können sich dann alle Randalierer gegenseitig an die Birne kloppen und stören keine unbeteiligten Bürger. Spart auch Polizeikosten.

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  • Ralf

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    Willkommenskultur hin oder her. Wenn es den europäischen Staaten nicht gelingt, eine vernünftige und gerechte Lösung zu finden, wird die Stimmung über kurz oder lang auch bei uns kippen, ganz sicher! Für diese Prognose Bedarf es keiner hellseherischen Fähigkeiten. Wir sollten auch endlich aufhören, auf den überforderten Ungarn herumzuhacken. Die sind einfach nur hilflos diesem nicht endenden Andrang ausgesetzt. Unsere Mißachtung sollte den Staaten gelten, denen die Weltlage egal zu sein scheint.

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