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Gerade frisch gemacht, schon wieder aufgerissen: FDP-Kritik an Straßenzuständen in Unna

Unna-Süd, Ahornstraße – „erst vor Kurzem kurzem wunderbar komplett neu gemacht und jetzt wieder aufgerissen“,  kritisiert Andreas Tracz, stellv. FDP-Fraktionsvorsitzender im Unnaer Rat. Neue Abwasserrohre mussten in diesem Fall verlegt werden.

Frisch asphaltieren und direkt wieder die Bagger anrollen zu lassen zeugt aus Tracz´ Sicht von nur geringer Weitsicht, freilich ist die Ahornstraße für ihn nur ein Beispiel von vielen.  „Vor allem kostet das richtig Geld“, moniert er. „Auch das Unfallrisiko für Radfahre und Zweiradfahrer allgemein ist dabei sehr groß.“

Straße 2

Verärgert ist der IT-Unternehmer auch deshalb, weil er diese Frage nach Straßenzuständen und wiederholten Ausbesserungen (etwa auch am Ostenberg in Billmerich) schon vor anderthalb Jahren einmal an die Verwaltung gestellt hatte – also lange, bevor die Telekom stadtweit Baustellen eröffnete, um 24 000 Unnaern modernen Glasfaseranschluss zu ermöglichen (wir berichteten).

Schon vor anderthalb Jahren also, erinnerte Tracz in der Ratssitzung am Donnerstag, habe er genau dieses Thema angesprochen: Wie sieht es mit der Gewährleistung/Garantie bei mangelhafter Straßenausbesserung bzw. Asphaltierung aus?

Er konfrontierte Unnas Technischen Beigeordneten Ralf Kampmann jetzt erneut mit seinen Beobachtungen („gerade neu gemacht, schon wieder aufgerissen“) und untermauerte seine Kritik mit Fotomaterial. Offensichtlich, vermutet Tracz, würden die Baufirmen die Arbeiten ja unzureichend abschließen. „Sonst könnte der Untergrund der Fahrbahn ja nicht kurz nach der Erneuerung schon wieder um Zentimeter nachgeben.“

Straße 3

Ob es nicht sinnvoll wäre, größere Bauabschlüsse einmal nach einem Jahr laufend oder fahrend zu begutachten, stellte der FDP-Vize die Frage an Kampmann. Dieser erbat das Fotomaterial von Tracz und sicherte zu, den Beobachtungen nachzugehen.

Bürgermeister Werner Kolter merkte zu der aktuellen Baugrubendichte durch die Telekom an: Um in den Genuss modernen, zeitgemäßen Internets zu kommen, müssten solche Beeinträchtungen leider momentan als unvermeidlich in Kauf genommen werden. „Ich denke, niemand hier hätte gewollt, dass wir als Stadt der Telekom sagen: Investiere lieber in einer anderen Stadt als Unna.“

Bis etwa November werden die Kabelverlegungen laut Ankündigung des Unternehmens dauern. 24 000 Haushalte in Unna sollen danach die Möglichkeit zu schnellem Internet haben.

Kommentare (4)

  • Helmut Brune

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    Da mangelt es halt an guter Kommunikation. Die Kabelverlegung, hätte der Planer der Baufirma mit einplanen können, wenn er davon gewußt hätte. Hoffentlich lernt man draus.

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  • Tobi

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    Die Stadt ist voll von solch schlecht zugemachten Verlegeflicken.

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  • Jama To via Facebook

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    Arbeitsbeschaffung Maßnahmen!
    Stellen Sie sich bitte vor!
    Die Planung würde miteinander abgestimmt!
    Da wäre noch mehr Arbeitslosen!
    Bei uns sagt man!
    Arsch schneiden, Gesicht flicken!
    Und dazu kommt noch das meisten von Arbeitnehmern kommen aus Kosovo und Rumänien!
    Größte Teil kann Deutsch nicht lesen nicht schreiben und auch nicht richtig sprechen!
    So ist das ja mit Fachkräfte aus Ausland!

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  • Lara

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    Auch Ausländer die ihr Handwerk gelernt haben können Straßen vernünftig fertig machen, dass hat mit der Nationalität genau so viel zu tun wie ein umgefallen Sack Reis aus China, mit unseren kaputten Straßen!!! Ob nun Ausländer oder nicht, um zu sparen wird nur das nötigste gemacht, wenn überhaupt und diese dämlichen Flickenteppiche die wir bald überall haben, machen es oft noch viel schlimmer. Wieder einmal ein gutes Beispiel dafür, dass das Sparen an der falschen Stelle, unnütz rausgeschmissenes Geld ist und verdammt viele Menschen ärgert. Vor allem aber führt es oft im Nachhinein zu noch mehr Kosten, weil der bestehende Fusch auch noch beseitigt werden muss…. Immer wieder schade, dass es kaum Menschen gibt, die in der Lage sind soweit zu denken…..

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