Rundblick-Unna » Geplanter „Vorruhestand“ der Beigeordneten wirft für CDU Oberstadt Fragen auf…

Geplanter „Vorruhestand“ der Beigeordneten wirft für CDU Oberstadt Fragen auf…

Unnas 1. Beigeordnete Karl-Gustav Mölle und der Technische Beigeordnete Ralf Kampmann möchten beide vorzeitig aus ihrem Dienst ausscheiden: Die Verwaltung hat den Lokalpolitikern vorgeschlagen, dass beide Beigeordneten zusammen mit ihrem Chef – dem Bürgermeister Werner Kolter – im Jahr 2020 in den Ruhestand gehen.

Das hieße für Mölle wie für Kampmann Vorruhestand (2 bzw. 1 Jahr vor dem regulären Ende ihrer Wahlzeit). „Das wirft Fragen auf“, erklärt die CDU Oberstadt.

Kolter

Werner Kolter geht 2020…

Mölle Karl-Gustav

… Karl-G. Mölle will auch 2020 gehen…

Ralf Kampmann

… und auch Ralf Kampmann peilt Vorruhestand an.

Die möglichen Veränderungen an der Stadtspitze 2020 waren das beherrschende Thema auf der Mitgliederversammlung der Ortsunion Oberstadt.  „Wenn zusammen mit Kolter sowohl Mölle als auch Kampmann gehen, würden neben dem Bürgermeister insgesamt drei erfahrene Wahlbeamte der Kreisstadt Unna auf einen Schlag nicht mehr zur Verfügung stehen. Die anwesenden Mitglieder haben das mit vielen Fragezeichen versehen – sowohl in rechtlicher und finanzieller Hinsicht wie auch im Hinblick auf die praktische Durchführbarkeit“, resümiert Ortsunionsvorsitzender Carsten Morgenthal die Debatte.

kutter_uwe

Uwe Kutter geht schon 2019 – aber regulär.

Hinzu komme, dass schon 2019 die achtjährige Amtszeit von Uwe Kutter endet – und damit ein weiterer erfahrener Verwaltungskopf ausscheidet.

„Die Ratsvertreter der CDU-Ortsunion Oberstadt werden die weitere Entwicklung aufmerksam verfolgen und kritisch hinterfragen“, kündigt Morgenthal an.

Kommentare (1)

  • Friedhelm Böhmer

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    Es wird über einen Antrag der Herren Mölle und Kampmann berichtet, in denen der Rat der Stadt Unna in einer Ratssitzung in dieser Woche deren Ruhestandspläne genehmigen soll. Eine für die beiden Herren positive Vorentscheidung sei bereits gefallen und wird demnach auch wohl „durchgenickt“ werden.

    Entweder kann ich nicht rechnen – oder aber die Verwaltung hat es nicht hingekriegt, die Zahlen so öffentlich zu machen, dass es jeder versteht. Es wird berichtet, dass die Herren Mölle und Kampmann „auf einen Teil ihrer Bezüge verzichtet“…. Was für den Leser – zunächst – wie eine Großzügigkeit klingt, entpuppt sich aber einige Zeilen später – für mich – als Mogelpackung. Aus den „eingesparten“ Teilen der Bezüge sollen „Rücklagen“ gebildet werden, die sich besagte Herren dann ab 2020 auszahlen lassen. Das alles basiert „aus einem persönlichen Antrag“ beider Beteiligten!!! Und es wird „uns normalen Bürgern“ noch als kostenneutral propagiert!!! Für mich klingt das wie ein Sparbuch, wo Lohnteile „ohne Leistung“ angelegt werden – und halt nur mit einer Verzögerung später in einer Summe „nachgezahlt“ wird. Oder kann ich nicht rechnen und verstehe das alles nur falsch? Kostenneutral ist das nicht. Es kann doch nicht sein, dass sich Beamte quasi selbst und ohne Abzüge vorzeitig in den Ruhestand versetzen. Wenn das Schule macht….

    An die Stelle der Herren Mölle und Kampmann werden doch sicher neue Beigeordnete treten – und die werden nicht zum Nulltarif antreten!!! Und somit ist doch die ganze Sache nicht nur nicht mehr kostenneutral, sondern kostet uns, den Steuerzahler, das doppelte!!!! Die nächste Erhöhung der Grundsteuer lässt grüßen?

    Auch möchte ich das Thema „Versorgung“ vs. Rente ins Spiel bringen. Wir „Normalos“ müssen mit erheblichen Abstrichen rechnen, die Zukunft sieht immer mehr Bürger, für die Altersarmut eine „sichere“ Zukunft bedeutet – und auf der anderen Seite gehen „Bedienstete“ sehr gut versorgt in – ja, jungen Jahren – in den Vorruhestand. Uns und auch die Politik wird genau dieses Thema in den nächsten Jahren beschäftigen. Auch im Alter wird die Schere immer weiter auseinanderklaffen.

    Herr Mölle und Herr Kampmann, ziehen Sie Ihren Antrag zurück. Und wenn nicht, meine Bitte an den Rat: lehnen Sie die Anträge ab! Denn der Vorteil liegt NICHT in der Allgemeinheit „zum Wohle unserer Stadt“ – er liegt nur bei den beiden Herren selbst. Und das zu unseren Lasten!

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