Rundblick-Unna » Geklautes TV fiel beim hektischen Abtransport noch aus dem Fluchtwagen

Geklautes TV fiel beim hektischen Abtransport noch aus dem Fluchtwagen

So hektisch flüchteten die Ganoven vor der herbeigeeilten Polizei, dass das gerade geklaute TV krachend aus dem Kofferraum auf die Straße stürzte. Mit einer Festnahme endete eine Verfolgungsjagd am späten Freitagabend in der Dortmunder Nordstadt; der Festgenommene, ein 21 Jähriger ohne festen Wohnsitz, musste nach Vernehmung allerdings wieder entlassen werden, und seine beiden Komplizen sind der Polizei entwischt.

Gegen 22.20 Uhr hatte der Zeuge über 110 mitgeteilt, dass drei Männer gerade in einer Einfahrt zwei Fernseher abstellten. Anschließend entfernten sie sich zunächst aus der Straße. Als die Beamten eintrafen, sahen sie gerade, wie zwei Männer einen Fernseher in ein Auto wuchteten. Das war ganz offensichtlich kein Umzugsunternehmen um diese Uhrzeit am Freitagabend.

Die Gesetzeshüter griffen ein, die beiden „Umzugshelfer“ ließen alles stehen und liegen und rannten los. Auch der Fahrer des Autos gab Gas. Dabei fiel der eingeladene Fernseher noch aus dem offenen Kofferraum.

Die Beamten,  nur zu zweit für drei Ganoven, entschlossen sich, den Wagen zu verfolgen. An der Bornstraße gelang es, ihn anzuhalten und den Fahrer – einen 21-Jährigen ohne festen Wohnsitz – festzunehmen. Sie brachten ihn ins Polizeigewahrsam. Von dort musste er nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen werden. Die Fahndung nach den beiden anderen Tatverdächtigen blieb erfolglos.

Im Zuge der weiteren Ermittlungen stellte sich heraus, dass die beiden Fernsehgeräte offenbar aus einem Einbruch am selben Abend ganz in der Nähe des Fundorts stammen. Bei diesem waren mehrere elektronische Geräte gestohlen worden.

Kommentare (24)

  • Svense Kennze via Facebook

    |

    Jop…fraglich ob das der Otto Normalbürger auf Dauer wirklich sehen will und fraglich wie lange man das durchhält, bis die ersten Proteste von wegen Hetze gegen Migranten, Racial Profiling (unlängst auch hier im Netz gelesen) usw. kämen und der Tatort abgesetzt werden muss?. Aber spannend ist es da….

    Antworten

  • Helmut Brune via Facebook

    |

    Auf frischer Tata ertappt, kein fester Wohnsitz in Deutschland und doch wieder frei gelassen. Was können die Ganoven sich noch alles erlauben, bis sie bestraft werden?

    Antworten

  • Sebastian Borussia via Facebook

    |

    Mal was anderes. Müsste es nicht Geklauter Fernseher heißen? Ich will euch nicht kritisieren, ihr verunsichert mich Grade nur ein wenig ☺

    Antworten

    • Rundblick Unna via Facebook

      |

      „Das“ TV, Sebastian Borussia – wird das nicht klar? Und natürlich kannst du uns kritisieren, wenn dir ein Fehler auffällt. Klar machen wir Fehler. ::-) Aber „das“ TV – oder?

      Antworten

    • Sebastian Borussia via Facebook

      |

      Hmm… Jetzt bin ich wirklich verwirrt. Oder ist das so eine Glaubensfrage wie der die das Nutella?
      Können wir uns nicht aufs niederländische einigen? Da bin ich sicherer drin ?

      Antworten

    • Rundblick Unna via Facebook

      |

      … nichts ist schöner als sprachliche Fachsimpeleien am Montagmorgen… 😛 – aber hier, was Wiki weiß: Die Abkürzung TV steht für:
      Tarifvertrag im Arbeitsrecht ( 😛 ) ABER AUCH:
      (englisch television) umgangssprachlich das Fernsehgerät bzw. das Fernsehen.

      Antworten

    • Rundblick Unna via Facebook

      |

      DAS 😀 😀 😀 !

      Antworten

    • Sebastian Borussia via Facebook

      |

      Ok ihr habt gewonnen und ich was gelernt. Dann kann ich ja beruhigt weiter arbeiten ☺

      Antworten

    • Rundblick Unna via Facebook

      |

      Einen guten Start in die Woche – und wir erfreuen uns der Gewissheit, schon am Montagvormittag unseren Bildungsauftrag erledigt zu haben :-D!

      Antworten

  • Fürst

    |

    „MUSSTEN -wegen der Gesetzeslage- freigelassen werden….“ ist volksverar… Blödsinn, dem gelegentlich auch der Rundblick aufsitzt.
    Die sonst doch bei Begründungen so besonders kreativen Juristen wollen einfach nicht. Sie legen die nachfolgenden Bestimmungen vielmehr extensiv zu Gunsten der Verdächtigen aus!
    „Ohne festen Wohnsitz in Deutschland“ in Verbindung mit „Auslandskontakten“ ist gewöhnlich -bei Deutschen- schon ein Haftgrund. „Mittäter flüchtig“ implementiert de Haftgrund der „Verdunkelungsgefahr“; zur Vermeidung der Absprache zwischen dem gefaßten und den flüchtigen Tätern. Und die „Wiederholungsgefahr“ ist bei nüchterner betrachtung auch fast immer gegeben bei solchen Tätern mit derartigem Hintergrund.
    „Strafprozeßordnung (StPO)
    § 112 Voraussetzungen der Untersuchungshaft; Haftgründe
    (1) Die Untersuchungshaft darf gegen den Beschuldigten angeordnet werden, wenn er der Tat dringend verdächtig ist und ein Haftgrund besteht. Sie darf nicht angeordnet werden, wenn sie zu der Bedeutung der Sache und der zu erwartenden Strafe oder Maßregel der Besserung und Sicherung außer Verhältnis steht.
    (2) Ein Haftgrund besteht, wenn auf Grund bestimmter Tatsachen

    1.festgestellt wird, daß der Beschuldigte flüchtig ist oder sich verborgen hält,
    2. bei Würdigung der Umstände des Einzelfalles die Gefahr besteht, daß der Beschuldigte sich dem Strafverfahren entziehen werde (Fluchtgefahr), oder
    3.das Verhalten des Beschuldigten den dringenden Verdacht begründet, er werde

    a) Beweismittel vernichten, verändern, beiseite schaffen, unterdrücken oder fälschen oder
    b) auf Mitbeschuldigte, Zeugen oder Sachverständige in unlauterer Weise einwirken oder
    c)andere zu solchem Verhalten veranlassen,
    und wenn deshalb die Gefahr droht, daß die Ermittlung der Wahrheit erschwert werde (Verdunkelungsgefahr).
    (3) Gegen den Beschuldigten, der einer Straftat nach § 6 Abs. 1 Nr. 1 des Völkerstrafgesetzbuches oder § 129a Abs. 1 oder Abs. 2, auch in Verbindung mit § 129b Abs. 1, oder nach den §§ 211, 212, 226, 306b oder 306c des Strafgesetzbuches oder, soweit durch die Tat Leib oder Leben eines anderen gefährdet worden ist, nach § 308 Abs. 1 bis 3 des Strafgesetzbuches dringend verdächtig ist, darf die Untersuchungshaft auch angeordnet werden, wenn ein Haftgrund nach Absatz 2 nicht besteht.
    § 112a
    Haftgrund der Wiederholungsgefahr
    (1) Ein Haftgrund besteht auch, wenn der Beschuldigte dringend verdächtig ist,
    1. eine Straftat nach den §§ 174, 174a, 176 bis 179 oder nach § 238 Abs. 2 und 3 des Strafgesetzbuches oder
    2. wiederholt oder fortgesetzt eine die Rechtsordnung schwerwiegend beeinträchtigende Straftat nach den §§ 89a, 89c Absatz 1 bis 4, nach § 125a, nach den §§ 224 bis 227, nach den §§ 243, 244, 249 bis 255, 260, nach § 263, nach den §§ 306 bis 306c oder § 316a des Strafgesetzbuches oder nach § 29 Abs. 1 Nr. 1, 4, 10 oder Abs. 3, § 29a Abs. 1, § 30 Abs. 1, § 30a Abs. 1 des Betäubungsmittelgesetzes
    begangen zu haben, und bestimmte Tatsachen die Gefahr begründen, daß er vor rechtskräftiger Aburteilung weitere erhebliche Straftaten gleicher Art begehen oder die Straftat fortsetzen werde, die Haft zur Abwendung der drohenden Gefahr erforderlich und in den Fällen der Nummer 2 eine Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr zu erwarten ist. In die Beurteilung des dringenden Verdachts einer Tatbegehung im Sinne des Satzes 1 Nummer 2 sind auch solche Taten einzubeziehen, die Gegenstand anderer, auch rechtskräftig abgeschlossener, Verfahren sind oder waren.

    (2) Absatz 1 findet keine Anwendung, wenn die Voraussetzungen für den Erlaß eines Haftbefehls nach § 112 vorliegen und die Voraussetzungen für die Aussetzung des Vollzugs des Haftbefehls nach § 116 Abs. 1, 2 nicht gegeben sind.“

    Bei uns Deutschen wird erfahrungsgemäß nicht so rumgeeiert.

    Antworten

    • Svense Kennze via Facebook

      |

      Auch wenn ich im vorliegenden Fall ihre Meinung teile, dass man hier Fluchtgefahr hätte bejahen müssen (wenn ich denn die begrenzten Infos aus der Meldung zur Grundlage nehme), dann liegen sie allerdings bei ihren anderen Ausführung absolut falsch. Weder Wiederholungs- und Verdunklungsgefahr kommen hier in Frage.

      Antworten

      • Fürst

        |

        Sorry, dem stimme ich nur bezüglich der Wiederholungsgefahr zu.
        Und alles natürlich immer nur beurteilt aufgrund der in den Berichten nicht allumfassenden Informationen.

        Antworten

        • Svense Kennze via Facebook

          |

          Wiederholungsgefahr????!!! Wo geht aus dem Bericht hervor, dass der/die Täter in der Vergangenheit wegen gleichgelagerter Delikte bereits rechtskräftig verurteilt worden ist/sind? Lese ich dort nicht. Der 112a listet lediglich subsidiäre Haftgründe. Das passt nicht. Lediglich die Fluchtgefahr wäre nach den vorliegenden Fakten vielleicht begründbar.

          Antworten

          • Fürst

            |

            Ich stimmte doch zu, daß Wiederholungsgefahr in diesem Fall (!) wohl eben NICHT gegeben sei, ich aber Verdunkelungsgefahr für durchaus gegeben halte.
            Bericht in BILD vom 13.10.15:“ Immer wieder nehmen Beamte den 19-Jährigen und seine Kumpels fest, immer wieder kommen sie frei.

            KLAU-KIDS VERHÖHNEN DIE POLIZEI!“

            Antworten

            • Svense Kennze via Facebook

              |

              Dann kam das im Post etwas mißverständlich rüber bzw. ich habe den Kontext nicht gesehen. Für sich allein las es sich anders. Die Verdunklungsgefahr scheidet nach bekanntem Sachstand aber übrigens auch gänzlich aus. Nur weil noch zwei mögliche Mittäter flüchtig sind, begründet das noch lange keine Verdunklungsgefahr. Die ist m.E. auch recht aufwändig zu begründen.

              Antworten

  • Fürst

    |

    Man sollte die freilassenden Beamten und Juristen wegen des Verdachts der Strafvereitelung anzeigen. Eine solche Anzeige abzuwiegeln, da würden sie wieder besonders kreativ!

    Antworten

    • Cora

      |

      einfacher ist doch einen kranken Opa in den Knast zu setzen weil er sein Knöllchen nicht bezahlen kann.

      Antworten

  • Burkhard

    |

    @Fürst: Auch bei uns Deutschen wird so rumgeeiert. Das hat nichts mit der Nationalität zu tun. Der allgemeine Kuschelkurs der Justiz mit den Straftätern regt mich auf. Und Sie haben recht, ein Straftäter ohne festen Wohnsitz sollte nicht sofort wieder auf freien Fuß. Das hat nämlich überhaupt keinen erzieherischen Wert. Der sagt sich dann auch: „passiert ja nix, kann man ohne Strafe so weiter machen“.
    Was ich in Deutschland vermisse ist das konsequente Anwenden der vorhandenen Gesetze. Dann wären wir einen Schritt weiter.

    Antworten

  • Fürst

    |

    Burghard, ich stimme darin zu, daß von dem behördlichen Rumgeeiere seit einigen Jahren auch deutsche Straftäter profitieren, und weiter, daß es nichts oder nur wenig mit der Nationalität der Täter zu tun hat. Und, richtig, es mangelt am erzieherischen Wert. Das Täterempfinden „es passiert ja nichts“ führt zu weiteren Straftaten mit dem Wissen („jetzt ist es auch egal“), daß ja eh ggf. eine Gesamtstrafe (= „Rabatt“) gebildet werden wird. – So ein mir bekannter Deutscher, der immer wieder wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis auffällig wird (eine Verfahrenseinstellung nach der anderen und stets mit der Begründung, „im Hinblick auf das noch anhängige weitere Verfahren“. Toll.

    Antworten

Kommentieren