Rundblick-Unna » Geförderte Jobs für Langzeitarbeitslose: Landrat und 14 Chefkollegen bitten Kanzlerin um „offensive Unterstützung“

Geförderte Jobs für Langzeitarbeitslose: Landrat und 14 Chefkollegen bitten Kanzlerin um „offensive Unterstützung“

Einfache Jobs wie Unkraut jäten im Park, Müll aufsammeln auf dem Marktplatz oder Hilfsdienste in Schulen und Kitas. Für: Menschen, die schon viele Jahre arbeitslos sind. Bezahlen soll sie die Allgemeinheit. Dafür wirbt Landrat Michael Makiolla gemeinsam mit 14 Verwaltungschefkollegen, und alle zusammen haben einen Brief an Kanzlerin Merkel geschrieben. „Bitte ermöglichen Sie es uns, langzeitarbeitslosen Menschen dauerhaft zu helfen.“

Konkret soll die Bundeskanzlerin den Aufbau eines öffentlich geförderten Arbeitsmarktes unterstützen. Denn: Die Langzeitarbeitslosen werden trotz guter Konjunktur nicht weniger. Eher im Gegenteil.

Die Oberbürgermeister und Landräte im Ruhrgebiet sind entschlossen, die Perspektiven für Langzeitarbeitslose zu verbessern. Das unterstrich Landrat Makiolla nach einem gemeinsamen Treffen in Oberhausen. Geplant ist der organisierte (steuerfinanzierte) Ausbau einfacher Tätigkeiten in gesellschaftlich relevanten Feldern. „Ohne offensive Unterstützung vom Bund wird das nicht gehen“, weiß der SPD-Landrat.

Deshalb wird Angela Merkel in einem gemeinsamen Schreiben der elf Oberbürgermeister und vier Landräte der „Metropole Ruhr“ aufgefordert, diese Unterstützung zu geben. „Positiv zu den Plänen geäußert hat sich bereits Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles bei einer Arbeitsmarktkonferenz in Dortmund“, erinnert Makiolla an die Zustimmung seiner Parteifreundin.

Konkret im Gespräch ist ein „Modellversuch Kommunaler Arbeitsmarktfonds“. Als Zielgruppe definiert sind zunächst erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die länger als vier Jahre Alg II beziehen. Geförderte Tätigkeiten könnten unter anderen sein: Grünpflege und Stadtreinigung, soziale Quartiersarbeit, Seniorenservice oder Hilfsleistungen für Schulen und Kindergärten.

Dringenden Unterstützungsbedarf sehen die Hauptverwaltungsbeamten auch bei den Hilfen zur Erziehung. Hier sei nahezu flächendeckend eine deutliche Kostensteigerung zu verzeichnen.  Für die nächste Sitzung des Kommunalrates wurde deshalb NRW-Familienministerin Christina Kampmann eingeladen, die ihr Kommen bereits zugesagt hat.

Kommentare (1)

  • Petter Uhlenbusch

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    Jetzt bekommen die Langzeitarbeitslosen auch noch heftig sanktionierte Konkurrenz in Form von Fachkräften aus aller Herren Länder. Besser wird es also nicht für die, die arbeiten wollen, aber z.B aufgrund ihres Alters oder ihrer (Nicht) Qualifikation, schon ewig auf der Suche nach einem soliden und sozialverträglich bezahlten Arbeitsplatz sind.

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