Rundblick-Unna » Gebetsteppiche und Koran: TU Dortmund schließt „Raum der Stille“

Gebetsteppiche und Koran: TU Dortmund schließt „Raum der Stille“

Ein Großteil des Mediationsraums war von muslimischen Nutzern abgetrennt worden, mit Gebetsteppichen ausgelegt und mit dem Koran versehen. Nach fortgesetztem Ärger um die Nutzung ihres Meditationsraums hat die Technische Universität (TU) Dortmund die Konsequenzen gezogen und  ihren „Raum der Stille“ geschlossen.

Das Rektorat macht in einem offenen Brief darauf aufmerksam, dass der Raum nicht von Muslimen für ihre eigenen Zwecke umfunktioniert werden könne. Die TU schließt den Raum deshalb und will ihn künftig – einer Hochschule entsprechend – für Forschung und Lehre nutzen. Oder auch als Babywickelraum. Diese Konsequenzen aus dem Ärger um die Raumnutzung kündigte das Rektorat in seinem offenen Brief an.

Über die Umwandlung des Raumes in einen muslimischen Gebetsraum hatten sich Besucher beklagt, die zum schlichten Meditieren gekommen waren. Frauen seien am Eingang von muslimischen Männern darauf hingewiesen worden, dass sie nur Zugang zu dem kleineren Teil des Raumes hätten. Uni-Sprecherin Eva Prost bezeichnete dieses Vorgehen heute als einen Verstoß gegen das Gebot der Gleichbehandlung von Mann und Frau.

Zugleich verwahrt sich das Rektorat in seinem offenen Brief, der sich an die Kritiker der Schließung richtet, gegen Diskriminierungs- und Rassismusvorwürfe.  „Ihre Anmerkungen zur Bedeutung der Integration greifen wir gerne auf und erlauben uns zu ergänzen, dass hierzu die Kenntnis und Akzeptanz der in der Bundesrepublik Deutschland geltenden Gesetze gehört, an die wir alle gebunden sind. Gleichberechtigung von Mann und Frau ist dabei ein unantastbarer Kernbereich.“ 

Technische Universität Dortmund, Auftraggeber TU, Verwertungsrechte zeitlich und medial unbegrenzt nicht exclusiv beim Auftraggeber, sonstige Nutzung honorarpflichtig gemäß derzeit gültiger MFM Liste, Urhebervermerk und Belegexemplar obligatorisch, Fotograf/Copyright Lutz Kampert, Dortmund

Aus der Stellungnahme der TU-Rektorin Prof. Dr. Dr. h.c. Ursula Gather (im Bild):

„Anfang 2012 hatte die TU Dortmund versuchsweise einen „Raum der Stille“ eröffnet, um Studierenden unabhängig von ihrer Glaubensrichtung einen Rückzugsort für Gebet, zur Meditation oder zum Zurruhekommen zu bieten. Nach wiederholten erheblichen Verstößen gegen die vom AStA erlassene Nutzungsordnung sowie gegen das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland musste diese Initiative nun leider beendet und der Raum geschlossen werden. Anlass dazu war insbesondere, dass die Nutzer den Raum wiederholt umgestaltet hatten, um eine Geschlechtertrennung vorzunehmen, was die TU Dortmund als staatliche, dem Grundgesetz verpflichtete Einrichtung nicht dulden darf. In einem offenen Brief erläutert das Rektorat die Hintergründe zur Schließung des Raums im Detail. “

 http://www.tu-dortmund.de/uni/Uni/index.html

Kommentare (32)

  • Stefanus Maxus via Facebook

    |

    Ein kleiner Eindruck, was passiert, wenn man der Intoleranz in Form einer mittelatterlichen Ideologie die Tür zu weit öffnet und das dann als „Multikulti, „weltoffen“, „bUNt“ oder sonstwie naiv und weltfremd verbrämt. Und ein Vorgeschmack dessen, was uns (einschliesslich den säkularen Muslimen hierzulande) noch alles blüht….

    Antworten

    • Wierumer

      |

      Warum die Aufregung. Unsere Landesregierung und unsere Lokalpolitiker nennen so etwas „gelungene Integration“.

      Antworten

    • Hans Meier via Facebook

      |

      bunt ist pluralistisch, also exakt das Gegenteil von Intoleranz. Sie sollten nicht alle Begriffe sinnfrei durcheinander werfen.

      Antworten

    • Stefanus Maxus via Facebook

      |

      Bunt heisst, auch eine faschistoide Religion zu fördern, wie überhaupt selbst naziähnliche und menschengfeindliche Religionen, die massenhaft Menschen den Tod bringen (übrigens deutlich mehr im Vergleich zum Holocaust!) hierdurch willkommen geheissen werden. Ein Widerspruch aus dem kein Linker oder Grüner rauskommt und auch keiner von diesen Leuten schlüssig erklären kann. Bunt? Nein danke!

      Antworten

  • Ludger Haarhoff via Facebook

    |

    richtige Entscheidung ! Wo gibts den sowas. So eine Dreistigkeit. Meditation hat nichst mit irgendeiner Religion zu tun. Was denken sich diese Muslime eigentlich ? Ingtegration hat nichts Besetzung zu tun.

    Antworten

  • Sibylle Weber via Facebook

    |

    Ich hätte es richtig gefunden, den Raum weiter bereitzustellen und darauf zu pochen, dass er wie vorgesehen genutzt wird.

    Antworten

    • wutbürger fürst

      |

      Ja, richtig, Sibylle Weber. DAS wäre die richtigere Lösung gewesen.

      Antworten

      • Stefanus Maxus via Facebook

        |

        Leider kuscht unsere Gesellschaft immer artig, der Staat sekundiert dabei, die Parteien sowieso und die religiösen Spinner und Fanatiker haben mal wieder gewonnen…

        Antworten

  • Harald Bayer via Facebook

    |

    Es zeigt wieder einmal, dass die Islamerer unsere liberale Verfassung dreist ausnutzen. Salafisten können überall ihre Infostände aufbauen und den Koran verteilen sowie ihre demokratiefeindliche Ideologie offen vertreten. Versuchte jemand in Saudi-Arabien, das diese Fanatiker unverhohlen unterstützt, auch nur eine Bibel zu überreichen, droht sofort die Todesstrafe.

    Antworten

  • Birgit Rettich via Facebook

    |

    Danke
    ?

    Antworten

  • Helmut Brune via Facebook

    |

    Gut, dass das endlich mal Deutlich gemacht wird! Deutschland ist prinzipiell en Christlicher Staat. Alles, was getan wird um Muslimen entgegen zu kommen, ist reine Gutartigkeit, wo kein Muslim irgendwelche Rechte an verbinden kann. Eine Multikulti Gesellschaft kann nur funktionieren, wenn alle Compromisbereit sind.

    Antworten

    • Hans Meier via Facebook

      |

      Woran machen Sie fest, das Deutschland ein christlicher Staat ist ? Lt. meinem Wissen gibt es eine Trennung von Staat und Kirche.

      Antworten

    • Helmut Brune via Facebook

      |

      Offiziell zollte das so sein, Hans Meier aber wenn das so ist, wie erklären sie dann die Existenz der CDU/CSU?

      Antworten

    • Hans Meier via Facebook

      |

      Als Teil der Meinungsfreiheit lt.Grundgesetz.

      Antworten

    • Helmut Brune via Facebook

      |

      Sehen sie, Hans Meier, es hängt eben alles von der Interpretation ab.

      Antworten

    • petter Uhlenbusch

      |

      Peter Scholl-Latour mahnte schon vor Jahren das unterwürfige, vorauseilende Gehorsam der Kath. Kirche gegenüber dem Islam an. Wie recht der gute Mann doch hatte!

      Antworten

      • Stefanus Maxus via Facebook

        |

        Ja, schade das der tot ist, ich kann mir gut vorstellen, was der zu unserer kranken Politik sagen würde…

        Antworten

        • petter Uhlenbusch

          |

          Leider hatte die Bundesregierung schon zu Peter Scholl-Latours Lebzeiten nicht viel auf dessen Nahost-Erfahrung gegeben, warum auch immer. Wer möchte bezweifeln, das all die Menetekel die PSL schon vor Jahren prophezeite Wirklichkeit geworden sind?

          Antworten

        • wutbürger fürst

          |

    • Dominik Potempa via Facebook

      |

      Es ist ein christlicher Staat weil einfach die meisten Menschen in Deutschland den christlichen Glauben haben ?
      Ich meine so schwer dürfte das aber nicht zu verstehen sein oder? ^^

      Antworten

  • Markus Antonius

    |

    Kein Aufschrei der Piraten um Herrn Tetzner oder von Amnesty International gegen diesen Akt der Repression durch staatliche Organe? Den Brief des Rektors sollte man auf Kurdisch, Arabisch, Pharsi, Urdu, Englisch und Französisch übersetzen und überall da aufhängen, wo unsere neuen Mitbürger sich aufhalten. Leider ist davon auszugehen, daß die rot-grüne Landesregierung dem Mann die Hölle heiß machen wird.

    Antworten

    • Rundblick Unna via Facebook

      |

      Die TU hat eine weibliche Leitung, Markus Antonius, Rektorin Prof. Dr. Dr. h.c. Ursula Gather hat den offenen Brief verfasst. Wir haben es mit Bild im Bericht eingefügt.

      Antworten

  • petter Uhlenbusch

    |

    Wenn sich schon die Studenten, also sozusagen die Elite der Facharbeiter, nicht integrieren lassen, wie sieht es dann wohl beim „gemeinen Volk“ aus?

    Antworten

    • Peter Friedrich

      |

      @Uhlenbusch: Der ekelhaft gemeinte Begriff des „Facharbeiters“ ist eine der Einstiegsdrogen in die Große Braune Welt. Sie haben sich disqualifiziert.

      Antworten

      • petter Uhlenbusch

        |

        @Friedrich
        naja, ich kol­por­tie­re hier nur die Aussagen Ihrer linken Partei-Genossen. Ekelhaft empfinde ich, das Sie jeden, der etwas gegen Ihre verquere Weltanschauung sagt, sofort in die rechte Ecke abdrängen möchten.

        Antworten

        • Stefanus Maxus via Facebook

          |

          Ach Petter Uhlenbusch, bei mir und ganz vielen Menschen funktioniert das nicht mehr. Die Nazikeule sclägt damit mittlerweile ins Leere und trifft die linksgrünen Typen selber wie ein Bumerang. Denn sie zeigen damit nur, dass ihre „Gutmenschenargumente“ meist keinerlei Prüfung standhalten…

          Antworten

          • petter Uhlenbusch

            |

            Ja, man ist es überdrüssig zu kommentieren. Die Realität überholt das Wunschdenken Tag für Tag.

            Antworten

      • wutbürger fürst

        |

        So ein Unsinn, Ignorant Peter Friedrich. Sie haben sich disqualifiziert.

        Antworten

  • Tanja Nolte via Facebook

    |

    Immer diese Einzelfälle überall und immer wieder… Tztz.

    Antworten

  • Harald Bayer via Facebook

    |

    Die Schließung des Raumes zeugt wieder einmal vom Einknicken vor einer unverschämten Minderheit. Couragiert wäre gewesen, wenn die Unileitung die Islamerer aufgefordert hätte, ihre Utensilien sofort zu entfernen, und sie energisch auf den Sinn des Raumes hinzuweisen. Jetzt sind die Gruppen, die den Raum im vorgesehenen Sinn nutzten, auch noch bestraft. Wer in diesem Zusammenhang die Rassismuskeule schwingt, leidet an Hirnschwund!

    Antworten

  • Ma

    |

    Dieser Raum hatte doch eine eigene Idee der Nutzung, wäre er anderweitig zweckentfremdet worden- ….. Für lautschnarchende Personen, Email schreibende Menschen, stillen Sex ?…… wären die Personen aufgefordert worden ,den Raum zu verlassen, da er einen bestimmten Nutzen hat . Warum nicht auch hier?

    Antworten

Kommentieren