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Gastfamilien für junge Flüchtlinge in Fröndenberg, Howi und Bönen gesucht – Neues Faltblatt erstellt

Die Zahl der Flüchtlinge im Kreis Unna steigt, und damit auch die Zahl an Kindern und Jugendlichen aus Kriegs- und Krisengebieten, die ohne ihre Eltern in Deutschland ankommen. Auch im Kreis möchten viele Familien diesen jungen Menschen helfen. Dazu sucht das für Fröndenberg, Holzwickede und Bönen zuständige Jugendamt hilfsbereite Familien und natürlich auch Einzelpersonen.

„Die Unterstützungsmöglichkeiten sind vielfältig und reichen von der Aufnahme eines Jugendlichen in eine Gastfamilie über eine ehrenamtliche Patenschaft bis hin zu Dolmetscher-Tätigkeiten“, erklärt der Kreis in seinem Aufruf vom heutigen Freitag. Jugenddezernent begrüßt das bisherige Engagement der Familien ausdrücklich. Sein Amt ist für die öffentliche Jugendhilfe in Fröndenberg, Holzwickede und Bönen zuständig.

Um interessierten Familien einen ersten Überblick zu geben, was sie erwartet, wenn sie einen unbegleiteten minderjährigen Flüchtling aufnehmen oder in anderer Weise Unterstützung anbieten, hat der Kreis deshalb jetzt ein Faltblatt veröffentlicht.

Steigende Zahlen erwartet

Bislang hat das Kreis-Jugendamt in Bönen, Fröndenberg/Ruhr und Holzwickede rund 30 junge unbegleitete Flüchtlinge aufgenommen. „Wir rechnen damit, dass die Zahl noch steigt, und bitten um weiteres Engagement zur Betreuung dieser Kinder und Jugendlichen“, unterstreicht Gerhard Steiner. Er ist Leiter des zuständigen Sachgebiets Hilfen zur Erziehung, das sich um die Unterbringung in einer Wohngruppe oder Gastfamilie kümmert und einen Vormund organisiert.

Die Jugendlichen sind in der Regel zwischen 14 und 17 Jahre alt und kommen aus arabischen oder afrikanischen Ländern. Sie haben meistens selbst noch eine Familie, die jedoch durch die Kriegswirren zerstreut oder verschollen ist. Wer darüber nachdenkt, einen unbegleiteten minderjährigen Flüchtling bei sich aufzunehmen, muss deshalb berücksichtigen, dass die jungen Menschen nicht unbedingt als Mitglied in eine bestehende Familie integriert werden möchten.

Sicherer Ort für einen begrenzten Zeitraum

„Familien sollten diese jungen Menschen als vorübergehende Gäste betrachten, denen sie für einen begrenzten Zeitraum einen sicheren Ort bieten, um zunächst zur Ruhe zu kommen und sich ein wenig von der Odyssee der Flucht zu erholen“, erläutert Gerhard Steiner.

Der Großteil der jungen Menschen, die das Kreis-Jugendamt in ein Zuhause für die Übergangszeit vermittelt, kommt aus Afghanistan und Syrien. „Soweit wir wissen, hatten viele Jugendliche große Angst davor, vom so genannten Islamischen Staat zwangsweise als Kämpfer eingezogen zu werden“, schildert Kreis-Mitarbeiterin Christine Becker-Gierke den Hintergrund. „Sie wurden zunächst von ihren Müttern versteckt und haben dann die Chance zur Flucht genutzt.“

Kreis-Jugendamt begleitet Familien

Aufnehmende Familien stehen vor einer großen Herausforderung, bei der das Kreis-Jugendamt umfassende Unterstützung anbietet – nicht nur bei der Betreuung und Versorgung der Jugendlichen, sondern auch bei der Zusammenarbeit mit anderen Behörden.  Die Jugendhilfe kümmert sich auch um die medizinische wie therapeutische Betreuung.

Wer an der Aufnahme eines jungen Flüchtlings interessiert ist, kann sich beim Pflegekinderdienst des Kreises Unna unverbindlich beraten lassen und Informationen erhalten, welche Voraussetzungen für die Aufnahme eines Flüchtlings erfüllt werden müssen. Ansprechpartnerinnen sind Eva Berger-Haschke, Fon 0 23 03 / 27-20 51, E-Mail: eva.berger @kreis-unna .de, Linda Schulte, Fon 0 23 03 / 27-16 58, E-Mail: linda.schulte @kreis-unna .de und Beate Severin, Fon 0 23 03 / 27-18 58, E-Mail: beate.severin @kreis-unna .de.  

Kommentare (25)

  • Lillia Bei via Facebook

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    Alexander Klassen

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  • Jörg Gü via Facebook

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    Schickt die zu Mama Merkel, die hat noch Plätze frei

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  • Jörg Gü via Facebook

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    Wer Garantiert eigentlich, das unsere Kinder oder Ehefrauen dann nach deren Aufnahme in die Familie, nicht zu schaden kommen.

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  • Andy Fischer via Facebook

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    Viel Spaß beim Suchen.

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  • Andreas Ge via Facebook

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    Die Stadt Dortmund ist auch wirklich klasse. Sie betreibt meiner Meinung nach sogar schon Geschäftsschädigung. Wie ja jeder weis hier im Umkreis ist die Hohensyburg ein Ausflugsziel. Die Stadt Dortmund konnte es sich nicht verkneifen in dem dort leer stehenden Landhotel ca 200 Flüchtlinge unter zu bringen. In der Gastronomie bleiben immer mehr Gäste aus. Anwohner sind auch nicht mit der Lage zufrieden. Kurzum..es geht immer weiter abwärts.

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  • Silke Krüger via Facebook

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    Gerade gelesen und wie Recht der Schreiber mit seinen Sätzen hat: Alle Flüchtlinge sind vergewaltigende Terroristen und Sozialschmarotzer“

    „Alle Flüchtlingskritiker sind dumme AfD und Pegida-Nazis“

    „Alle Flüchtlingsunterstützer sind linksgrün versiffte ‚Gutmenschen‘ & ‚Bahnhofsklatscher'“

    So lauten die typischen Vorurteile, mit denen sich heutzutage in sämtlichen Social Networks und Stammtischen die meisten der Bürger gegenseitig in Lager stecken und solche Sätze auch noch „Argumente“ nennen.

    Diese Idiotie, anhand der sich die einfachen Menschen mal wieder gegenseitig an den Hals gehen – obwohl die Ursache glasklar bei der destruktiven Nahost-Politik liegt, ist kaum nachvollziehbar. Wie kurzsichtig muss man sein um nicht zu erkennen, dass dieses Problem nicht dadurch zu lösen ist, indem sich nun die Bürger gegenseitig in Lager spalten?

    Stattdessen müssen die Verursacher dieser rücksichtslosen Politik endlich zur Verantwortung gezogen werden, so dass sich der Nahe Osten erholen kann und die Fluchtursachen wegfallen. Dazu müssen sich allerdings erst einmal alle an einen Tisch setzen und konstruktive Lösungen finden, die eine nachhaltige Politik ermöglichen. Denn mit neuen Bomben und Waffenlieferungen, sowie Gewalt und Hass gegenüber Kriegsopfern und möglichen Trittbrettfahrern erreicht man alles, jedoch sicher nicht eine Besserung der Situation.

    Aber scheinbar braucht der Durchschnittsbürger ein greifbares Feindbild, bei dem er seinen persönlichen Hass und seinen Frust ablassen kann, ein Feindbild, das verantwortlich gemacht werden kann für all die gesellschaftlichen und persönlichen Probleme, die ihm gerade einfallen. Nach unten treten ist schließlich auch simpler, als sich Gedanken zu machen und sich zu organisieren, um etwas wirkungsvolles in die Wege zu leiten.

    Das der Bürger mit seinem derartig vorhersehbaren Verhalten aber genau damit von den politischen Eliten in Schach gehalten wird, indem die Verantwortung auf die jeweiligen Lager übertragen wird und somit von der eigentlich verursachenden Politik abgelenkt wird, das wird der kurzsichtige und durch Medien und Konsum verblendete Mensch wohl nie verstehen.

    Nun ja, das nächste große Sportereignis steht sicherlich auch bald wieder an und trägt zur Beruhigung der Situation bei. Die Politik wird dabei wie immer, während der Geistesabwesenheit des Volkes, unliebsame Gesetze durchwinken und am Ende werden wieder alle behaupten, sie haben es ja schon immer gewusst und „die“ – ja DIE machen sowieso immer, was sie wollen.

    Diese Gesellschaft ist zu berechenbar… und das macht es der herrschenden Klasse auch so einfach. Zitat: Politik, Geschichte, Zeitgeschehen

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    • petter Uhlenbusch

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      Destruktiv, Feindbild, die Eliten … ein Sprachvokabular wie in den 70er Jahren die RAF… wir haben keine Zeit darauf zu warten das Palästina befreit wird, hier werden tagtäglich Übergriffe von unseren neuen „Mitbürgern“ gemeldet. Jetzt, hier und Heute muss etwas passieren, damit Einhalt geboten wird. Hier geht es erst später darum, die Ursachen der ganzen Misere zu beseitigen. Im Moment benötigen wir nur Schadensbeseitigung!

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      • petter Uhlenbusch

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        Sorry… Schadenbegrenzung meinte ich….

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    • Stefanus Maxus via Facebook

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      Fluchtursachen hätte man vierzig, fünfzig Jahre lang bekämpfen können. Was ist passiert? Nix! Weil die herrschenden Eliten, einschliesslich der Grünen!, sich da prima arrangiert haben und ihre Pfründe abgesichert. Jetzt ist die Zeit vertan, die Uhr fast abgelaufen. Im Nahen Osten ist grösseres Chaos als je zuvor, Europa ist von Merkel ruiniert, hier werden sich die Leute bald gegenseitig an den Kragen gehen…

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      • petter Uhlenbusch

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        Diese vielen unsinnigen „Palästinenser-Aktionen“ sind zu einer widerlichen Art „Ich bin besser Mensch“ verkommen. Unzählige Palästinenser hängen nur noch sabbernd am Geldtopf der sogenannten „Hilfsorganisationen“ und machen einträgliche Geschäfte mit empörten Grünen und anderen „Unwort des Jahres“
        Damit hilft man nicht, sondern man spaltet die zerrissene Gesellschaft noch weiter auf. Ich bin der Meinung, sich aus diesem Hexenkessel der Religionen heraus zu halten, zumal deutsche Befindlichkeiten dort nichts, Nada, wert sind. Wir werden nur wahrgenommen als willige Geldgeber, für beide Seiten!

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    • Birgit Wen via Facebook

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      super beitrag Silke Krüger !

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  • Markus Krabe via Facebook

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    Es soll Einzelfälle geben das die keine Ausweise haben und sich als Minderjährige ausgeben um nicht abgeschoben zu werden ( wie gesagt das sind nur Einzelfälle) Ausweise gehen meistens verloren aber die Handys Nicht!

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  • Martina MeFrohnhausen via Facebook

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    Mädchen ja jungen nein da die kein Respekt vor Frauen haben das sieht man auch in den Schulen da wird das Jugendamt nur sehr wenige finden die sich darauf einlassen

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  • Marina Ju via Facebook

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    Am liebsten Familien mit jungen Mädchen zwecks Integration ?
    man so langsam reicht es!!!!

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  • Susanne Appelstiel via Facebook

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    Danke, bestimmt nicht!

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  • fürst

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    JETZT können die „Gutmenschen“ sich mal beweisen.
    Weist die Kinder und angeblich Jugendlichen doch den vielen „Gutmenschen“ zu!

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  • petter Uhlenbusch

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    Was mich echt verwundert, ist die Tatsache, das hier sehr viele Frauen schreiben und wohl erkannt haben wo der Hammer (leider) hängt. Ich habe früher sehr viele Dispute zu Hause führen müssen, weil meine Frau meinte ich tue den neu zugewanderten Menschen unrecht. Mittlerweile hat sich auch bei meiner Liebsten ein neues Denken eingeschlichen. Ganz ehrlich, wer möchte ihr das zur Abrede stellen?. Wir haben Freunde aus Spanien, Griechenland, Italien, Kroatien, Bosnien, und aus dem Kosovo. Nur jetzt…. das nimmt neue, nicht zu akzeptierende Dimensionen an.

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  • petter Uhlenbusch

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    und Freunde aus Polen… beinahe vergessen :-)

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  • Angie U Wolfgang Hinkelbein via Facebook

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    Oh da hat das Jugendamt Zeit für sollen sich lieber darum kümmern das unsere eigenen Kindern ,vom eigenen Volk nicht hungern müssen so wie es jetzt schon ist

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  • Rene Decker via Facebook

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    das ist ein Ding……

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  • Dirk Müller via Facebook

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    Jo ne is klar

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  • Maru Weege via Facebook

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    Ich habe gesehen was Flüchtlings Kinder mit deutschen Sachen machen… Nein danke obwohl ich gerne helfe!

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