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Gasnetz der Stadtwerke komplett durchgecheckt: Alles im grünen Bereich

60 Auffälligkeiten in 272 Kilometern Rohrleitungen und 117 Kilometern Gashausanschlussleitungen. Mit diesem Ergebnis lässt sich´s leben, bilanzieren zufrieden die Stadtwerke Unna (SWU).

Gasspürer Frank Stockhaus (SAG Netz- und Energietechnik Iserlohn) hat professionelle Arbeit geleistet und ein profundes Ergebnis abgeliefert. Er überprüfte das Netz wie berichtet mit hochempfindlichen Messgeräten. Diese messen Gaskonzentration schon weit unter einem kritischen Wert.

„Wir sind mit diesem Resultat sehr zufrieden. Die Befunde stellen keine Gefahr dar, weil sie unter der zugelassen Messgröße liegen“, sagt Dirk Brämer, Hauptabteilungsleiter Netzmanagement der Stadtwerke. „Die nachweislich ungefährlichen Undichtigkeiten im Stadtwerke-Netz werden wir in den nächsten Wochen beseitigen. Derzeit laufen schon die ersten Reparaturen. Schon den Hauch einer Gefahr darf es nicht geben. Wir schreiben Vorsorge groß“, betont Dennis Scheurer, Gruppenleiter Rohrnetz.

Damit die Vorsorge komplett ist, wurden neben den Hauptrohren auch alle abgehenden Hausanschlussleitungen geprüft. Die Kontrolle der Hausanschlüsse ist wichtig: „Bei 32 Gebäuden hat der Gasspürer Defekte in der Hausinstallation entdeckt. Wir informieren die Eigentümer direkt, damit die Gefahr beseitigt wird“, berichtet der Fachmann und rät: „Lassen Sie Ihre Gasleitungen jährlich von einem Fachunternehmen warten.“

Dazu empfiehlt der kommunale Energiedienstleister allen Erdgaskunden die Hausschau. Sind die Gasleitungen noch in einwandfreiem Zustand, gut befestigt und frei von „Anhängseln“? Sind die Absperreinrichtungen wie Hausanschluss und Zähler frei zugänglich, die Geräte noch intakt?

Spätestens alle 12 Jahre sollten Eigentümer oder Mieter auf jeden Fall prüfen lassen, ob die Gasleitungen und Anschlüsse im Haus noch dicht sind. Was viele Kunden nicht wissen: Hinter dem Haupt-Absperrhahn am Hausanschluss sind die Besitzer selbst für den Zustand der Leitungen und Anlagen zuständig. Nicht nur die ständigen Kontrollen – der letzte Check war 2012 – sorgen dafür, dass Lecks in Unna die Ausnahme sind. In den vergangenen Jahren hat das kommunale Versorgungsunternehmen in die Sicherheit investiert: Es hat alle alten Gussleitungen im Netz ausgetauscht. Auch betagte Stahlrohre aus den 20er Jahren sowie störungsanfällige Leitungen aus den 50er und 60er Jahren wurden durch Kunststoffrohre ersetzt.

Gasspürer 2

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