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Gaffer behindern Bergungsarbeiten nach tödlichem Unfall auf A2

Bei einem schweren Unfall heute Morgen auf der A2 bei Dortmund (wir berichteten) hat es  leider zwei Todesopfer gegeben.

Nach derzeitigen Erkenntnissen fuhr der Fahrer eines Sattelzuges, ein 27-Jähriger aus der Ukraine, auf dem rechten Fahrstreifen. Plötzlich scherte vor kurz ihm ein Pkw ein. Er musste  stark abbremsen.

Dann gab es einen starken Stoß von hinten. Durch die Wucht des Aufpralls wurde sein Sattelzug auf den PKW, den Opel Corsa einer 35-Jährigen aus Gladbeck, gedrückt. Hierdurch wurde der Corsa unter einen davor stehenden Sattelzug eines 54-Jährigen aus den Niederlanden gedrückt. Diese wiederum prallte dabei seitlich gegen einen Peugeot Boxer. Die Fahrerin eines weiteren Opel Corsa, eine 20-Jährige aus Marl, bemerkte den Unfall offenbar rechtzeitig und bremste.

Der Fahrer eines nachfolgenden Sattzelzuges, ein 57-Jähriger aus Bochum, konnte  jedoch nicht mehr rechtzeitig bremsen, wich jedoch nach rechts aus. Dabei prallte er noch auf das Heck des Corsas, der dadurch nach links geschleudert wurde. Im weiteren Verlauf stieß das Führerhaus des Sattelzuges gegen die Ladefläche des Sattelzuges des Ukrainers. Das Gespann kam rechts von der Fahrbahn ab und blieb zwischen Lärmschutzwand und Lkw schließlich zum Stehen.

Die 35-Jährige aus Gladbeck und der 57-Jährige aus Bochum erlagen noch an der Unfallstelle ihren Verletzungen. Die 20-Jährige aus Marl kam mit einem Rettungswagen zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Der Fahrer aus Niederlanden, sowie der 27-Jährige aus der Ukraine kamen zur ambulanten Behandlung in Krankenhäuser.

Den Sachschaden schätzt die Polizei mittlerweile auf circa 142.300 Euro.

Die A 2 war in Fahrtrichtung Dortmund zeitweilig voll gesperrt. Ab 13.15 Uhr konnte der Verkehr einstreifig an der Unfallstelle vorbeifahren. Gegen 20.34 Uhr wurde der Verkehr wieder komplett freigegeben. Es kam zu mehrere Kilometern Stau.

Der Lokalsender 91,2 berichtet, dass die Polizei wegen massiver Behinderungen durch Gaffer Sichtschutzwände aufstellen musste. Ohne Sichtschutz wären Unfallaufnahme und Bergung nicht störungsfrei möglich gewesen. Auf der Gegenfahrbahn in Richtung Oberhausen gafften ebenfalls derart viele Schaulustige zu dem entsetzlichen Unfall herüber, dass sich der Verkehr auch dort über längere Zeit staute.

Kommentare (11)

  • Ute

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    Wie schrecklich. Mein aufrichtiges Beileid den Angehörigen. Und an die Gaffer: Ihr seid einfach ekelhaft. Euch gehört eine saftige Geldstrafe und ein langes Fahrverbot aufgebrummt!

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    • Jörg Hoell

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      Die sollten angehalten und deren Handy ersatzlos eingezogen werden. Ansonsten wäre die Beschlagnahme des Fahrzeugs sinnvoll.

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  • Helmut Brune

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    Was für eine Tragödie. Ich will hier keine Vermutungen über den Hergang aufstellen, jedoch die große Anzahl von Gaffern finde ich zum K**zen. Was kann einen dazu bringen sowas auch noch zu filmen oder zu fotografieren! Den Angerhörigen der Opfer mein tiefstes Beileid.

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    • Bettina

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      Ich finde es einfach unmöglich das es solche menschen gibt. Nicht nur ne geldstrafe oder fűhrerscheinentzug sollte es geben. Nein, der schein sollte komplett weg sein und das für immer. Was das dann für folgen für die person hat, kann sich ja jeder selber ausmalen.

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  • Bianca

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    Ich wünsche allen mein aufrichtiges Beileid. …. An die Gaffer: Wie pervers seid ihr eigentlich -unvorstellbar und ekelhaft. Euch sollte man Smartphone und Lappen auf Lebenszeit entziehen. Alles andere hilft nicht!! Sorry!

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  • Redaktion Rundblick-Unna.de

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    Rundblick Unna Diese Gafferei ist wirklich widerwärtig, abstoßend und kaltherzig. Wie müssen sich die Angehörigen der Opfer fühlen? Wie die Retter, denen die Unfallopfer unter den Händen wegsterben, während andere Zeitgenossen nichts Bessres zu tun finden als diese Tragödie sensationsheischend zu filmen? 😖😓

    Hans Schwunk Ein lebenlanges Fahrverbot die machen es sonst immer wieder

    Ulla Radmacher Ich finde es einfach schrecklich. Es tut mir leid den Gaffern eine hohe Strafe . Beileid den angehörigen 😞

    Jenny Prüfel Einen Blick wirft jeder mal hin aber diese ekelhafte Art zu filmen und Rettungs/Bergungsmaßnahme zu stören muss endlich mal ordentlich bestraft werden. Bei unserer Kuscheljustiz schreckt doch keiner zurück und wird leider noch schlimmer. Mein Beileid den Angehörigen.

    Daniela Seitz Die Zeit, die die Polizei für das aufstellen des Zauns benötigte, sollte mindestens von den Gaffern finanziert werden. Und dann noch mithilfe beim räumen der Unfallstelle. Da ist genug Spielraum, um sich zu überlegen, ob Gaffen sich lohnt. Ach ja und evtl könnten sie ja noch behilflich sein die schwerstverletzten zu versorgen später im Krankenhaus im Rahmen von Praktika

    Sonja Lisa Schröder Wie furchtbar und diese Gaffer sind ganz ganz widerwärtige Menschen schäbig sich am Unglück anderer zu ergötzen schämt euch jede Sekunde eures Lebens 😠

    Meyer Stephie Allen Gaffern sofort Führerschein entziehen..😠.Mein aufrichtiges Beileid an die Angehörigen 😓…

    Sigi Ehemann Sofort die Lappen einsammeln und ab zum Idiotentest.


    Francesco Sances
    zu so was direkt ne weitere Streife mit bringen die auf der anderen Seite die Leute sofort raus zieht die sowas fimen oder den Verkehr aufhalten

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  • Willy

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    Ich würde Gafferkameras aufstellen, das Pack filmen wenn es gafft und nachher auswerten. Jeder der mit seinem Handy filmt, ist mit 60€ und einem Punkt dabei.

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  • Benjamin Wagner

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    Mein Beileid den Angehörigen ! Und den Gaffern sofort den Führerschein abnehmen !!!!

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  • M.B.

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    Für Handyvideos habe ich auch kein Verständnis, absichtliches Herunterbremsen zum besseren sehen auch nicht. Aber mal im Ernst: Wir reden hier von einer Vollsperrung und mehreren zerstörten KFZs.
    Da ist es doch naiv anzunehmen, daß sich die Stausteher die grünen Seitenböschungen und die Leitplanken intensiv ansehen statt dem Geschehen vor ihren Augen zu folgen. Immerhin steht man dort rum und kann schlicht nichts anderes machen.
    Das kann mir doch hier keiner erzählen, daß er dort nicht hinsehen würde. So ist der Mensch nunmal gestrickt. Es gilt, die Auswüchse im Zaum zu halten!!
    Das gleiche nach dem Öffnen der linken Spur: 10km Stop&Go im Schrittempo. Dann endlich der eigentliche Unfall und man muß bis fast zum Ende der Unfallstelle immer noch nur mit Schrittgeschwindigkeit fahren. Natürlich versucht man, mal durch die Stellwände einen Blick zu erhaschen. Wer das bestreitet, ist in meinen Augen nur ein Heuchler. Wo soll man auch sonst hinsehen? Die Autobahnränder sind optisch reizlos für höhere Tempi ausgelegt. Nicht für Sightseeing.
    Wo wir aber natürlich d’accord gehen, sind Auswüchse wie Behinderung, Handyfotos etc. Soviel Selbstdisziplin sollte schon sein.

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  • Uli Döcke

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    Und immer wieder die A2 und immer wieder LkW die in ein Stauende Rasen. Mein Beileid den Hinterbliebenen. Hier ist aber auch der Verkehrsminister gefragt. Es müssen noch drastische Strafen her Nichteinhaltung von Mindestabständen die Raserei der LKW untereinander und ein generelles Überholverbot am Tag bis 22:00 Uhr auf Autobahnen wären an der Tagesordnung,damit solchen schrecklichen Unfälle der Vergangenheit angehören. Und zu den Gaffern wer so etwas macht und dabei Rettungskräfte Behinderung müsste man ein Jahr die Fahrerlaubnis entziehen und ein saftige Geldbuße auferlegen . Ich spreche hier nicht von 100 € sondern von einen vierstelligen Betrag.

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  • Redaktion Rundblick-Unna.de

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