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„Fuzo“-Pflaster nur begrenzt belastbar: „Tonnagebegrenzung macht durchaus Sinn“

Lieferverkehr „donnert“ durch die City über die ohnehin schon jämmerlich kaputten Pflastersteine, nun ja; diese dramatische Schilderung des Grünen-Ratsherrn Karl Dittrich sei denn doch „ein bisschen übertrieben“, fanden andere Fraktionsvertreter gestern im Ausschuss für Feuerschutz, Sicherheit und Ordnung (FSO).

Gleichwohl wurde der Grünen-Antrag auf eine Tonnagebegrenzung für Lkw in der Fußgängerzone wohlwollend beratschlagt. Das Ergebnis vorweg: Die interfraktionelle Arbeitsgruppe wird sich darum kümmern, die eingesetzt ist, um die Erneuerung der Fußgängerzone zu planen.

Losgehen soll´s mit der Sanierung im kommenden Jahr, abschnittsweise mit Beginn an der Massener Straße. Voraussetzung: Es müssen Fördergelder fließen. Zu rechnen ist für solche Projekte mit 70 bis 80 Prozent Zuschüssen zu den Gesamtkosten.

Fußgängerzone kaputte Pflastersteine

Zur Belastbarkeit des „Fuzo“-Pflasters stellte Klaus Tibbe (SPD) interessiert die Frage: „Welche Tonnage ist für die Lieferverkehre dort eigentlich vorgesehen?“ Keine unbegrenzte. Pirat Christoph Tetzner hatte sich schlau gemacht. Ausnahmegenehmigungen für Anlieferverkehr auch über 7,5 Tonnen gebe es wohl für zwei Geschäfte: Ernsting´s Family und C&A.

Der Oberbau der Fußgängerzone, so recherchierte Tetzner bei einem Fachunternehmen, ist aufgrund seiner Beschaffenheit und der schon sichtbaren Strapazierung nicht stärker als denn mit höchstens 7,5 Tonnen belastbar – „am besten nur bis 5,5 Tonnen“, gab Tetzner den Rat des Fachbetriebs wieder.

Von daher mache der Antrag der Grünen auf Begrenzung der Tonnage durchaus Sinn, kam man überein.

Im Ausschuss für Stadtentwicklung am 30. September soll die Thematik vertieft werden.  

Kommentare (13)

  • Dennis Bernhöft via Facebook

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    Der Lieferverkehr hat nur wenig Schuld. Die Häuser die gebaut wurden sind an dem Desaster Schuld. Die Betonplatten wurden fast alle über die Massener Str. angeliefert. Kräne und Bagger sind ständig raus und runter gefahren. Schutt wurde abgefahren. Da liegt die Schuld und sollte bei Planungen mal mit einkalkuliert werden.

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  • Walter Oberschachtsiek via Facebook

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    Jeder Pflasterstein ist nur zur einer bestimmten Grenze belastbar. Wichtig dabei ist der Unterbau und die Verlegung der Steine. Es ist nicht das Gesamtgewicht der Fahrzeuge entscheidend, sondern die tatsächlichen Achslasten. Jetzt haben die Grünen keine Themen mehr, wie Atomkraft etc. jetzt konzentrieren sie sich auf Pflastersteine !!!! Einfach lächerlich !!!!

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  • Mike

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    Eine Tonnagebegrenzung sollte man genau überlegen, als ich damas vermietet habe war eine Frage der Mieter ob es Zufahrtsbeschränkungen bei der Anlieferung gibt, gibt es diese sinkt die Attraktivität des Standortes deutlich, wo jetzt ein grosser 7,5t LKW mehrere Filialen beliefern kann im Umkreis wären dann min. 2 kleinere Transporter notwenig was für den Mieter letztendlich teurer kommt und auch von der Ökobilanz schlechter wäre, wenn anstelle bisher eines LKWs zwei Transport die quasi selben Strecken fahren müssten.
    Letztendlich müsste das Pflaster eben instandgesetzt werden an die Gegebenheiten des Lieferverkehrs um den Standort Unna Innenstadt weiterhin attraktiv zu halten.

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  • Peter T. Ehlert via Facebook

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    Belastung ja oder nein? Wenn sich jeder sein Wissen denkt ohne Hintergrund ist es Befangenheit.

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  • Peter T. Ehlert via Facebook

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    7,5t ist in ordnung, nur sehe ich öfters 16t und mehr in die Innenstadt fahren. Warum geht dann der Belag kaputt?

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  • Peter T. Ehlert via Facebook

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    Habe ich im letztem jahr zur Wahl schon gesagt, da wurde es schon von der FLU vorgebracht und von den anderen Parteien noch belächelt

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  • Mike

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    Letztendlich muss man da genauer differenzieren, ein 7,5 Tonner oder 16 Tonner oder mehr, letztendlich kommt es darauf an was der LKW tatsächlich an Gewicht geladen hat und somit tatsächlich an Achslast / Gesamtgewicht hat. Ein 16 Tonner nur mit etwas Kleidung beladen die wenig wiegt aber dafür viel Platz braucht sollte normal nicht das Problem sein

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  • Maurice Schrot via Facebook

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    Es ist ja nicht nur in der Fußgängerzone so vor dem Rathaus ist ja das gleiche und vor der Volksbank auch, es wurde einfach noch nicht der richtige Stein oder sonst was gefunden der das auch alles aushält. Es geht ja nicht nur um die Transporter, 7,5t, 16t es geht ja auch um die Fahrgeschäfte von der Kirmes oder die ständige Belastung von den Bussen (Rathaus) ich glaube am besten ist der Boden vor dem ZIP so kommt mir das vor

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  • Kerstin Richert via Facebook

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    Klar, statt einem großen LKW ,kommen dann viele kleine. Das ist auch für die Umwelt viiieeel besser . Abgase und Laermbelaestigung werden völlig überbewertet. Die Anwohner werden den Grünen sehr dankbar sein.

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  • Peter T. Ehlert via Facebook

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    Viele Dinge sind oder scheinen seitens der Verwaltung nicht richtig geplant zu sein

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  • Anette Kaufmann

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    Es scheint mir wieder einmal eine Frage des Geldes und der Unkenntnis unserer Politiker geschuldet, dass dieses Thema kein Ende findet. Andernorts gibt es seit Jahrzehnten mit Kopfsteinpflaster gepflasterte Straßen, die halten und halten und ….

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  • Mike

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    Das würde in Unna auch halten, wenn man denn auch Geld für die Pflege und Wartung hätte, gerade bei diesem Pflaster ist es extrem wichtig Schäden sofort professionell zu reparieren und nicht notdürftig zu flicken, das vergrössert der Schaden nur.

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