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„Fünf vor zwölf“ – AWO will ein buntes Zeichen gegen Rassismus setzen

Die AWO im Kreis Unna beteiligt sich auch in diesem Jahr an den Aktionen rund um den Internationalen Tag gegen Rassismus am kommenden Montag, 21. März. Hier der Pressetext:

„Gliederungen und Einrichtungen der AWO haben in den vergangen Tagen mit kreativen Aktionen ein Zeichen gegen Rassismus gesetzt. Die aktuelle Flüchtlingssituation zeigt, dass Tausende von Bürgerinnen und Bürgern sowie die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Behörden und Organisationen aus der Zivilgesellschaft Beeindruckendes leisten. Dieses Engagement steht für gesellschaftlichen Zusammenhalt, der in Deutschland und auch im Kreis Unna sehr ausgeprägt ist.

 Es gibt jedoch auch eine andere Seite unserer Gesellschaft. 2015 gab es deutschlandweit mehr als tausend Angriffe und Brandanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte. Auf Protestmärschen werden Galgen mit Namen von Politikern gezeigt, führende Köpfe populistischer Bewegungen sprechen sich für einen Schießbefehl gegenüber Frauen und Kindern aus, die die Grenze passieren wollen. Journalisten und engagierte Helfer sind zunehmend Drohungen ausgesetzt. Im Internet, ganz besonders in den sozialen Medien, findet eine grauenhafte Hetze gegenüber geflüchteten Menschen und deren Unterstützern statt. Die Palette reicht dabei von Verleumdungen und Beleidigungen bis hin zu Aufrufen zu schweren Straftaten wie Brandstiftung oder gar Mord. Das Thema scheint die ganze Republik in einem bisher unbekannten Ausmaß zu polarisieren.

Daher wird die AWO im Kreis Unna klar ihr Gesicht gegen Rassismus zeigen. Mit der Aktion „Fünf vor zwölf“, werden die Mitarbeitenden der Kreisgeschäftsstelle und der Tochtergesellschaften am kommenden Montag, 21.3.2016, um 11:55 Uhr, an der Unnaer Straße 29a ein Zeichen setzen und bunte Luftballons in die Luft steigen lassen. Die Ballons sollen für eine bunte und offene Gesellschaft stehen.“

Kommentare (27)

  • Peter Müller via Facebook

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    Super, aber auch schlimm, dass dies offenbar immer noch nötig ist…

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  • petter Uhlenbusch

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    „mehr als tausend Angriffe und Brandanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte“
    da wird wahrscheinlich jede weggeworfene „Kippe“ vor irgendeinem „Heim“ als Brandanschlag bewertet. Über 1.000 Brandanschläge? Für wie dumm hält man uns? Bitte „lasst die Kirche im Dorf“ liebe Leute.

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    • Wunderlich

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      Lesen hilft, Petter Uhlenbusch.
      In dem Artikel wird nicht nur von Brandanschlägen gesprochen.
      Die Kirche ist demnach im Dorf … und jeder Anschlag, egal welcher Art, ist zu verurteilen.
      Auf die Frage bzgl. ihrer Dummheit … antworte ich dann doch lieber nicht.

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  • Michael Schild via Facebook

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    Übrigens: 34% der WählerInnen in Freiburg bei der Landtagswahl in BaWü hatten einen MIGRATIONSHINTERGRUND!

    http://m.badische-zeitung.de/#

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  • Benno

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    Mein Enkelkind bekam keinen Kita Platz, nur nach energischem Einsatz.
    Meine Schwiegertochter ist Schwanger, sie muss für die Medizin 8,95 selbst bezahlen @ Flüchtlinge bekommen per Taxi ein 10ner Pack kostenlos!
    Ist ja auch vielleicht nachvollziehbar, sollte man allerdings nicht einmal darüber nachdenken, was investiert unser LAND in DIE EIGENE BEVÖLKERUNG ?
    Wir werden belogen und betrogen !

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    • Peter Müller via Facebook

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      Sehr geehrter Herr Benno, schön zu lesen, dass sich Ihr/der Einsatz gelohnt hat und Sie für Ihr Enkelkind einen Platz in einer Kindertagesstätte bekommen haben. Dass das Gesundheitssystem nicht mehr so kostenfrei ist wie früher ist schade und auch, dass es zunehmend in Richtung zwei Klassen Gesundheitssystem geht, ist aus meiner Sicht sehr bedauerlich. (Ich favorisiere hier das Modell einer Bürgerversicherung!) Viele soziale Errungenschaften der Gewerkschaften und anderer sozialer, emanzipatorischer und liberaler Bewegungen, die in den letzten Jahrzehnten, Jahrhunderten gegen den Widerstand national konservativer oder reaktionärer Kräfte durchgesetzt wurden, sind in den letzten Jahrzehnten wieder zurückgefahren worden und trotzdem lassen sich auch immer wieder kleine Vorwärtsbewegungen beobachten. Schließlich wird die Welt durch die Globalisierung auch nicht einfacher, im Gegenteil.
      Was die Versorgung der Flüchtlinge durch das Gesundheitssystem betrifft, so irren sie sich. Je nach Status bekommen sie eben nicht die Leistungen, welche für die Gesundheit erforderlich wären. So wartet in meinem Bekanntenkreis ein junger Mann aus Syrien, mit schwerer Gelenkverletzung, schon seit Wochen auf die Möglichkeit, ein – aus ärztlicher Sicht notwendiges – CT machen zu lassen um weitere therapeutische Schritte einleiten zu können, die notwendig wären, um irreversiblen Schäden entgegen zu wirken. Darüber hinaus befindet er sich in einer Situation, die man nun wirklich niemanden wünschen kann oder möchten Sie vielleicht Ihre durch Kriege verwüstete und geliebte Heimat verlassen? In abenteuerliche Schlauchboote, mit fragwürdigen Schwimmwesten steigen und ein Land aufsuchen, das Ihnen fremd ist, dessen Sprache sie nicht mal ansatzweise verstehen, deren Schrift sie nicht lesen, nicht entziffern können? Monatelang in einem Zimmer wohnen, welches Sie mit noch drei weiteren, Ihnen in der Vergangenheit unbekannten Personen, teilen? Sich abhängig und von der freiwilligen Zuwendung anderer fühlen? Nicht wissen wie Ihre Zukunft aussieht und ob nicht hier, vielleicht heute Nacht, die hiesigen Verrückten, vor denen Sie ja gerade geflüchtet sind, einen Brandsatz auf Ihre Behausung werfen? Sie müssen zugeben, dass hier der Vergleich zu Ihrer Situation doch erheblich hinkt und werden doch sicherlich denken: Gott sei Dank!
      Freuen Sie sich, dass das Schicksal, der Herrgott oder der Zufall (je nach Überzeugung), bestimmt hat, dass Sie in einer Gegend zu hause sind, in der es viele Jahre friedlich friedlich geblieben ist, in der ein Gesundheitssystem existiert, Sie krank werden können und trotzdem Geld bekommen, in dem Sie ein Anrecht auf Altersversorgung haben, in der es ein kostenloses Schulsystem für alle gibt, in denen auch behinderte Menschen eine Möglichkeit der gesellschaftlichen Teilhabe haben, in der Sie alles Mögliche behaupten können, ohne dafür belangt zu werden und wenn doch, es Möglichkeiten gibt sich juristisch und im gewissen Maße fair, darüber auseinanderzusetzen. Schauen Sie mal, wir beide können hier jeden Quatsch schreiben, den wir wollen und es hat keinerlei Konsequenzen, (zumindest keine ernsthaften).
      Dass wir „betrogen und belogen“ werden, kommt sicherlich vor, denke jedoch, dass es nicht die Regel ist und wir glücklicherweise in einer Gesellschaft leben, in der sich viele Dinge und Sachverhalte diskutieren und klären lassen, was, wenn Sie sich in der Welt mal umsehen, keine Selbstverständlichkeit ist. (Allein Ihre hier geäußerte Meinung, dass wir „betrogen und belogen“ werden , könnte da schon unter die Zensur fallen und strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.) Ich für mein Teil bin jedenfalls dankbar, dass es so etwas wie einen Rechtsstaat gibt. Logischerweise nicht perfekt, aber darüber lässt sich reden und verbessern lässt er sich u.U. auch.
      Mit dem Begriff „eigene Bevölkerung“ kann allerdings ehrlich gesagt nicht viel anfangen. Eigene Bevölkerung ist ja doch ziemlich heterogen und bezieht viele Menschen ein, die kaum was miteinander gemein haben. So wie Sie und ich bspw. Ich halte es so und komme damit gut durchs Leben, dass ich die Menschen nicht danach beurteile woher sie kommen, wo sie geboren sind, welchen Pass sie haben, welche Hautfarbe, welche Augenform, ob sie beten – zu wem auch immer – oder nicht, ob sie eine Kippa, ein Kreuz, ein Kopftuch tragen, ob sie als Frauen, Frauen oder Männer lieben oder als Männer, Männer oder Frauen, sondern ob sie freundlich, tolerant und weltoffen sind oder nicht. Ob sich mit ihnen gemeinsam reden diskutieren, weinen und lachen lässt. Ich empfehle eine Identität als WeltbürgerIn! 😉

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  • Wunderlich

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    Was will der Michael Schild uns denn mit diesen Posts sagen?
    Mit der AWO und ihrer Aktion hat das irgendwie wenig bis nichts zu tun.
    Oder ist das alles nur eine Darstellung der verquerten Denke eines „besorgten Bürgers“?

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    • Michael Schild via Facebook

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      Na was wohl? Dass das eine sinnlose AWO-Symbolaktion gegen ein eingebildetes Problem ist. Es ist tatsächlich fünf vor zwölf in Deutschland! Allerdings aus Gründen der offensichtlichen Demokratiedefizite!

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  • Michael Schild via Facebook

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    Was ich mit den Posts sagen will?! Na was wohl? Dass das eine sinnlose AWO-Symbolaktion gegen ein eingebildetes Problem ist. Es ist tatsächlich fünf vor zwölf in Deutschland! Allerdings aus Gründen der offensichtlichen Demokratiedefizite! Und das besorgt mich und uns tatsächlich sehr!

    Ich werde mit einigen Parteifreunden deshalb an der Aktion – als Bürger des Kreises Unna – teilnehmen; unsere Luftballone werden allerdings unsere Parteifarben haben!

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    • Wunderlich

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      Vergeuden sie nicht ihre Zeit, Herr Schild.
      Nutzen sie und ihre Parteifreunde dieselbe, um ihren Entwurf zum Wahlprogramm zu überarbeiten. Dankenswert, dass die AfD jetzt zeigt, was sie wirklich will.
      Demokratiedefizit ist nicht mal ansatzweise das, was da von der Partei der „besorgten Bürger“ zum Ausdruck gebracht wird.
      Auch wenn es noch nicht abgestimmt ist, die Tendenz ist deutlich erkennbar.

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  • Andy Fischer via Facebook

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    Als wenn.die GmbH keine anderen Probleme hätte.

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  • fürst

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    Die Geschäftemacher der „AWO“ springen überall da auf, wo Fördergelder winken, wie jetzt in der „Zuwanderer-Industrie“. Reine Geschäftemacherei, auch mit dieser Aktion.

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  • Markus Spank via Facebook

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    sehr kreative Aktion……warum soll ein deutscher Bürger sich nicht aufregen dürfen, wenn die Politiker und Linke dauernt das Gesetz brechen?

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  • Michael Schild via Facebook

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    Der WUNDERLICHE Glaskugelmann…

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    • Wunderlich

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      Bedeutet was?

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  • Claudia

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    Klasse Aktion, auch wir haben noch Partei-Ballons in der Fraktion die ich gerne für die ganze Antifaschistischen Szene in die Luft gehen lasse, wenn ich bedenke das diese Menschen mit Grünen Front Politikern hinter einem Banner
    herlaufen
    https://www.bayernkurier.de/inland/8411-claudia-roth-auf-abwegen

    Also für jeden Antidemokraten einen Luftballon, hoffentlich habe ich überhaupt noch soviele.

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  • Hans-Otto

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    Rote und gelbe Ballone haben sie ja schon. Ich bringe schwarze mit, dann haben wir ein schönes Schwarz-Rot-Gold!

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    • Michael Schild via Facebook

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      Sehen uns morgen! Es kommen einige!

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      • Wunderlich

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        Hut ab, da wurden ja Massen von Seiten der Alternative für D…. bewegt. Die haben echt was drauf.
        Wobei … da sind die Hans-Otto-Veranstaltungen in Schwerte noch eine echte Bürgerbewegung, da kommen zumindest schon mal vier Leutchen (wenns optimal läuft).
        Darf der „besorgte Bürger“ nicht raus, wenn es regnet?
        Wenn eure parlamentarische Arbeit ebenso aussieht … dann seid ihr ne Alternative für Nix.
        Mich freut und beruhigt es, dass ihr nix auf die Pinne bekommt … Dank dafür.

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        • Michael Schild via Facebook

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          Danke, Herr Glaskugel, dass Sie sich so intensiv mit uns und unseren Freunden beschäftigt haben… Unser Ziel wurde erreicht! Ein paar Posts von rationalen Kräften und schon flattert der ganze Haufen! Zum piepen! Auf bald – manchmal kommen wir wirklich! ?

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  • Michael Schild via Facebook

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    Mensch, Wunderlich-Glaskugelmann, das bedeutet, dass da morgen Punkt 1155 zahlreicher Besuch aus dem rationalen Spektrum zur… Unterstützung… kommt! Wir freuen uns auf ein Kennenlernen!

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  • Michael Schild via Facebook

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    Danke, Herr Glaskugel, dass Sie sich so intensiv mit uns und unseren Freunden beschäftigt haben… Unser Ziel wurde erreicht! Ein paar Posts von rationalen Kräften und schon flattert der ganze Haufen! Zum piepen! Auf bald – manchmal kommen wir wirklich! ?

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