Rundblick-Unna » Fröhlich (CDU) verteidigt Zuschuss-Ja für Lindenbrauerei: „Gehört zu Unna wie Eselsbrunnen!“

Fröhlich (CDU) verteidigt Zuschuss-Ja für Lindenbrauerei: „Gehört zu Unna wie Eselsbrunnen!“

„Kultur ja, aber nicht um jeden Preis!“ So hatte die CDU im Kommunalwahlkampf vor zwei Jahren markig unterstrichen. Nun ja, meint Rudolf Fröhlich, „dies war eine Aussage im Wahlkampf.“ Aber auch aus anderen Gründen habe die CDU den zusätzlichen 50 000 Euro für die Lindenbrauerei jetzt doch zugestimmt.

Man müsse Kompromisse machen, stellte der Fraktionsvorsitzende bei seiner Neujahrsansprache im Katharinen Hof fest. „Die Alternative wäre gewesen, den Kulturverein mittelfristig in die Insolvenz zu treiben.“ Und dann hätte man sich die Frage stellen müssen: Was kommt danach? Fröhlich bekannte sich offenherzig zur Lindenbrauerei: „Sie gehört meiner ganz persönlichen Meinung nach zu Unna wie der Eselsbrunnen: Beides ist aus Unna nicht wegzudenken!“

cdu empfang

Solidarität fürs Kulturzentrum: Rudolf Fröhlich (re.) beim Neujahrsempfang mit Lindenbrauerei-Geschäftsführerin Regina Ranft, dem Grünen-Ratsherr Ismet Sacit Soyubey und CDU-Parteifreund Wolfgang Barrenbrügge.


Bis 2020 bekommt das Kulturzentrum somit 50 000 Euro Zuschlag zum bisherigen Jahreszuschuss, sprich 249 000 Euro.

Zwei weitere Sachthemen stellte Fröhlich in seinem Jahresausblick als Kernthemen für die CDU heraus: Den geplanten Neubau der Falkschule auf dem städtischen Gelände am Hertinger Tor („kurze Beine – kurze Wege“) und den zielgerichteten Aufbau einer städtischen Wirtschaftsförderung – in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Kreis Unna (WFG): Ziel müsse es sein, weitere Unternehmensabwanderungen zu verhindern und Unna für Neuansiedlungen attraktiver zu machen. Durch „bedarfsgerechtes Flächen- und Gebäudemanagement“ und zielgerichtete Service-Angebote an ansiedlungswillige Firmen. „Und dazu muss Geld und Personal zur Verfügung gestellt werden!“

Was Fröhlich aus dem zurückliegenden Jahr für die CDU reklamiert:

– Abschaffung der  Baumschutzsatzung für private Bäume, Realisierung des CDU-Antrags zur sog. „Baulandoffensive“ am Hertinger Tor;

– Seniorenbegegnungsstätte „Fässchen“ bleibt „nicht zuletzt auf Betreiben der CDU-Fraktion“ in kommunaler Trägerschaft;

–  Ausbau des Breitbandinternets in den Ortsteilen hat gute Fortschritte gemacht.

Gute Aussicht auf Erfolg haben nach Fröhlichs Einschätzung:

– Pflege der Schulsportanlagen durch die Stadtbetriebe (dadurch Entlastung der Schulen)

– Umsetzung eines gestalterischen Gesamtkonzeptes für die Innenstadt.

 

Kommentare (5)

  • Helmut Brune via Facebook

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    Den hier aufgelisteten Punkten stehe ich auch positiv gegenüber.

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  • Tobi

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    Kompromisse ja, aber nicht das völlige Verraten von Parteigrundsätzen, diese schwarze Null Partei. Aber seit Merkel ist bei der CDU ja alles möglich, heisst, die CDU ist eh nicht wieder zu erkennen. Ist wie ein Fähnchen im Wind. Wer denen noch was glaubt, ist selbst schuld. Und das schönste ist, dass gerade die markigen Wahlkampfworte eines Herrn Fröhlich Wochen später vergessen sind. Was hat er in Sachen Kulturkosten rumgetönt…

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  • Christel Heinze via Facebook

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    dazu fällt mir nur Konrad Adenauer ein: was stört mich mein Geschwätz von gestern!!!! *kopfschüttelt*

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  • Tobi

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    Dann weiß man ja, was man zukünftig von Äußerungen, dieses Herrn zu halten hat, Christel Heinze….

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  • Tobi

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    Interessant auch, was dieser Herr für sich und seine Partei laut Artikel reklamiert. Ich kann mich erinnern, dass alle Parteien diese Ziele hatten. Wenn er jetzt tönt, dass das die CDU gemacht hat, kann ich nur sagen: Schmücken mit fremden Federn !
    Und Breitbandausbau macht nicht die CDU sondern Helinet oder Telekom…..

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