Rundblick-Unna » Frisch, kühl und knackig: Fröndenberger Bauernmarkt vom munteren Herbstwind gezaust

Frisch, kühl und knackig: Fröndenberger Bauernmarkt vom munteren Herbstwind gezaust

Voriges  und vorletztes Jahr herrschten T-Shirt-Wetter und Sonnenbrandgefahr, diesmal bot sich Fröndenbergs Bauernmarkt als herbstlich-frisches Sznenario mit Windböen und frischen Schauereinlagen. Was eigentlich bestens zu einem Bauernmarkt zum Oktoberbeginn passt, doch Fröndenberg wurde durch die letzten beiden Supersonnenjahre halt ein bisschen verwöhnt…

Diesmal prasselte pünktlich zur Eröffnung um 11 Uhr im Ulmke-Forum der erste Regenschauer auf die ca. 30 Stände herunter. Erfreulicherweise konnten die nassforschen Einlagen bei sparsamen 13 Grad das Gros der Besucher unverdrossen nicht vom herbstlichen Zeitvertreib am Erntedanksonntag abhalten. Fröndenbergs Bauermarkt kam diesmal klassisch-herbstlich daher. Öfter mal wieder was anderes.

bauernmarkt-froe-31

bauernmarkt-froe-7

Der Nachfrage an frischen regionalen Köstlichkeiten vom Senf über die Hirschwurst bis hin zum Weißen Hirsch – was Glühwein war – tat der abrupte Herbsteinbruch kaum Abbruch. Im Gegenteil.

„Wir sind  zum ersten Mal dabei und finden diesen Markt ganz wunderbar“, lobte das Team am putzigen kleinen Stand des Gehegewildbetriebs Rolf Humbach aus Bergkamen. Die würzige Wildwurst (in feinen Scheibchen zum Probieren) in Gesellschaft von selbstgemachten Fruchtlikören (ebenfalls Probeschlückchen gefällig) zog in der Mitte des Forums zahlreiche neugiergie Besucher an, und für den Wildbetrieb aus dem Nordkreis steht schon fest, dass er nächstes Jahr erneut dabeisein will. Denn: „Dieser Bauernmarkt beschränkt sich ganz strikt auf regionale Anbieter. Das finden wir ganz toll!“ Also alle Bergkamener Daumen hoch für Fröndenberg.

bauernmarkt-froe-23

Einige regelmäßige Anbieter haben in diesem Jahr Bäumchen wechsle dich gespielt und müssen kurz gesucht werden (darunter Imker Wolfgang Perschke aus Bausenhagen, der von seitwärts in die Mitte gerückt ist). Andere stehen seit Jahr und Tag stoisch an derselben Stelle, wären jedoch dank unverwechselbarer Düfte praktisch auch mit geschlossenen Augen zu finden – Stichwort AWO-Waffeln oder Stichwort Rosmarinkartöffelchen der Bürgerschützen-Damen, welche ihre kross gebratene Köstlichkeit wahlweise mit und ohne Knofi-Zugabe und auf Wunsch auch höllisch hellrotscharf anbieten.

bauernmarkt-froe-34

Schon um 16 Uhr komplett leergefuttert ist einige Schritte weiter auf der Wiese das kulinarische Spezialitätenzelt des Flüchtlings-Patenschaftskreises: „Feierabend, wir haben nichts mehr!“, lachen die ehrenamtlichen Patinnen. Ganz offensichtlich hat´s geschmeckt!

Vom launischen Wetter profitiert diesmal der Lions-Büchermarkt drinnen in der Kulturschmiede, nebenan in der Kettenschmiede nutzten gleichfalls viele Besucher die Regenintermezzos aus, um sich aus erster Hand vom ehrenamtlichen „Schraubertrupp“  über Fröndebergs reiche Schmiedetradition zu informieren.

Und quicklebendige bäuerliche Viecherei gibt´s ebenfalls wieder zu bestaunen: Fröndenbergs Rassegeflügelzüchter sind angereist mit „Kikeriki!“-skandierendem Federvieh sowie einer aktionsreichen Bespaßung namens „Hähnekegeln“ – keine Bange, umgeschmissen wurden dabei lediglich bunt angepinselte Hahnenkameradschaften aus Holz. 😉

bauernmarkt-froe-19

bauernmarkt-froe-3

 

bauernmarkt-froe-4


Kommentieren