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Friedlicher Protest gegen Neonazi-Demo ufert in Gewaltorgie gegen Polizei aus: 5 Beamte verletzt, 2 dienstunfähig

Flaschen und Steine flogen, teilweise auch Pyrotechnik, fünf Polizeibeamate wurden durch Faustschläge ins Gesicht und heftige Rangeleien mit Gewalttätern verletzt – zwei Beamte waren anschließend dienstunfähig. Eine angemeldeten Demonstration von Rechtsextremen mündete gestern Abend in Dortmund in eine Gewaltorgie gegen Einsatzkräfte der Polizei.

„Während mehrere 100 Gegendemonstranten friedlich, lautstark und öffentlich gegen die rechte Kundgebung protestierten, mischten sich zahlreiche Straftäter unter diesen Protest“, meldet die Polizei in ihrem heutigen Bilanzbericht. Aus den Reihen dieser gewalttätigen Chaoten flogen Flaschen und Steine auf die eingesetzten Beamten. Teilweise bewarfen die Gewalttäter die Einsatzkräfte auch mit Pyrotechnik.

Nach bisherigem Stand wurden durch die Angriffe der Straftäter fünf Beamte verletzt: durch Faustschläge ins Gesicht und Verletzungen bei Rangeleien mit Gewalttätern. Ein Beamter, der mit voller Wucht eine Flasche gegen den (zum Glück behelmten) Kopf bekam,  war nicht mehr dienstfähig. Eine weitere Polizistin stürzte zu Boden, musste mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht werden; wiederum ein anderer Polizeibeamter zog sich beim Abdrängen der Gewalttäter eine Verletzung am Knie zu und war nicht mehr dienstfähig.

Vier Tatverdächtige konnten dingfest gemacht werden, nachdem sie versucht hatten, eine Polizeikette mit massiver Gewalt zu durchbrechen. „Bei diesen Personen besteht der Tatverdacht des Widerstandes, des Landfriedensbruchs und der gefährlichen Körperverletzung“, erklärt die Polizei den Straftatbestand. Ein weiterer Verdächtiger wurde nach einem Flaschenwurf festgenommen. Verdacht auf Volksverhetzung besteht gegen einen Redner der rechtsextremen Demonstration – ihn erwartet eine Strafanzeige.

Polizeipräsident Gregor Lange nahm nach dieser Orgie von Gewalt gegen seine Einsatzkräfte deutlich Stellung: „Bei allem Respekt vor dem notwendigen Protest gegen Fremdenhass und Rechtsextremismus ist es für mich inakzeptabel, dass Gewalttäter friedliche Proteste missbrauchen, um sich hier in Dortmund in Gewaltexzessen gegen Polizeibeamte zu ergehen. Man bedenke, dass diese Beamten auch zum Schutz der Flüchtlinge vor Ort sind und dann von diesen Straftätern aus dem Schutz der Masse heraus verletzt werden.“

Die Demonstration „Rechts“ begann mit 40 Teilnehmern gegen 20:04 Uhr und endete nach knappp einer Stunde. Auch die Abreise der rechten Versammlungsteilnehmer wurde durch Gewalttäter behindert.

Kommentare (4)

  • Sven Ewald via Facebook

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    Und das Linken zecken haben denn stress wieder angefangen wie immer?

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  • Fürst

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    Wer anders denkt als das linke … mit seinem heuchlerischen Gutmenschentum, ist irre, „Pack“ und, nicht zuletzt, „Nazi“ …

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  • Svense Kennze via Facebook

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    Es wird ganz eindeutig Zeit im Bereich des politischen Extremismus endlich alle Störer entsprechend Konsequent zu verfolgen. Es findet eine derart überzogene und einseitige Fokussierung auf den rechten Extremismus statt, die mit einer sachlich nicht nachvollziehbaren Ignoranz linksextremistischer Gewalt einher geht. Auch politisch gibt es in bestimmten politischen Kreisen, insbesondere bei den Linken, eine sehr bedenkliche Unterstützung dieser Szene. Ich überspitze das mal, das wäre so ähnlich, als würde die Afd den NSU hofieren. Bei linksautonomen Demos gab es derart viele Angriffe auf Polizeibeamte, bei denen schwere Verletzungen von Polizeibeamten die Folge waren…von versuchten Tötungen durch direkt auf Beamte geworfene Brandsätze oder Gehwegplatten von Häuserdächern auf Polizisten ganz zu schweigen. Das ist weder sachlich, noch politisch hinnehmbar. So notwendig der demokratische und rechtsstaatliche Kampf gegen den Rechtsextremismus ist, genauso notwendig ist er gegen religiösen und linken Extremismus. Den verletzten Beamten wünsche ich gute Besserung und Danke für ihren Einsatz für unsere Demokratie.

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