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Frau in eigener Wohnung, gefesselt, gewürgt, ausgeraubt: Heute Prozessbeginn

Was für ein Alptraum: In der eigenen Wohnung überfallen, gefesselt und beraubt zu werden. Das wiederfuhr im März vorigen Jahres einer 31-jährigen Frau aus Hamm (wir berichteten). Von heute an steht ihr mutmaßlicher Peiniger vor dem Dortmunder Landgericht.

Die junge Frau hatte ihre Küche im Internet zum Verkauf angeboten. Gegen 10.40 Uhr kam ein Interessent vorbei, mit dem sie sich per Handynachrichten verabredet hatte. Der Mann sah sich neben der Küche noch weitere Möbelstücke an, die er angeblich kaufen wollte.

Nachdem man sich auf einen Preis geeinigt hatte, stieß der vermeintliche Küchenkäufer die 31Jährige plötzlich mit roher Gewalt um. Er fesselte sie mit Tüchern aus ihrer eigenen Kommode. Mit Würgen und Drohungen erpresste er ihre Kontodaten und flüchtete mit ihrem Smartphone, Geld und zwei EC-Karten. Dann schloss der Räuber sein Opfer im Schlafzimmer ein und suchte das Weite.

Die völlig geschockte Frau konnte sich nach etwa fünf Minuten selbsttätig von ihren Fesseln befreien. Um aus ihrem Schlafzimmer zu gelangen, blieb ihr nichts anderes übrig, als die Glasscheibe der Tür einzuschlagen; dabei verletzte sie sich leicht an den Scherben. Sie konnte dann bei einer Nachbarin schellen, die sofort die Polizei alarmierte.

Der 35jährige Räuber wurde gefasst, nachdem er an einem Kontoautomaten fotografiert wurde. Die Festnahme gelang in Hamburg.

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