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Folgebericht: Vater griff Retter bei Notfalleinsatz für seinen Sohn an

Mitten im lebensrettenden Noteinsatz wurde ein Rettungsassistent der Feuerwehr Iserlohn plötzlich von einem Familienmitglied des Patienten so schwer attackiert, dass er seinen Dienst nicht mehr fortsetzen konnte: Dieser Vorfall vom Freitagnachmittag wurde von unseren Lesern das ganze Wochenende über heftig debattiert.

http://rundblick-unna.de/wieder-retter-im-notfalleinsatz-angegriffen-und-verletzt/

Heute gibt es dazu eine weitergehende Information: Danach war der Angehörige, der den 44jährigen Feuerwehrangehörigen im Rettungswagen auf einmal angriff, der Vater des jungen Notfallpatienten.

„Der Jugendliche musste aufgrund eines internistischen Notfalls akut im RTW erstversorgt werden“, schildert Polizeisprecher Dietmar Boronowski (Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis) den Verlauf des Einsatzes. Dem Vater des Jungen seien dann offenbar die Nerven durchgegangen; ob aus Angst um seinen Sohn, ob aus Zorn darüber, dass die Retter aus seiner Sicht zu lange auf sich warten ließen, vermag die Polizei nicht schlussendlich zu sagen.Er bekam jedenfalls eine Anzeige wegen Körperverletzung.

Nach Auskunft des Polizeisprechers handelt es sich um eine deutsche Familie.

(Fotorechte: Feuerwehr Iserlohn)

 

Kommentare (9)

  • luenne

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    Meinen Respekt an die Polizei / Feuerwehr und Rettungsdienste das Sie Ihrer Arbeit trotz der ganzen verrückten Leute noch ausüben.

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    • Silvia Rinke

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      Ja, dem kann man sich nur aus vollem Herzen anschließen.

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  • Mike

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    Warum wurde kein Verfahren wegen § 114 Abs. 3 eingeleitet ? Körperverletzung war ja nur eine Straftat.

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    • Silvia Rinke

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      Welches Verfahren genau eingeleitet wurde, damit bin ich überfragt, Mike. Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei geht es um Körperverletzung.

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  • Helmut Brune

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    Ist ja nicht Unverständlich, wenn ein Vater sieht, daß sein Sohn fast stirbt, daß ihm dann in seiner Panik die Nerven durchgehen. Verantworten sollte er sich aber dennoch.

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    • Mike

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      Da hilft jemand seinem Sohn und er behindert diese Leute ? Das ist absolut unverständlich die Retter bei der Arbeit zu behindern zum Einen, und dann noch zu verletzten zum Anderen, gerade wenn man Panik hat ist man froh, wenn sich jemand kümmert und das Verhalten der Vaters ist in keinster Weise nachvollziehbar und erklärbar.

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      • Silvia Rinke

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        Er ist offenbar vor Angst und Stress völlig durchgedreht. Das darf keine Entschuldigung sein, nicht missverstehen.

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  • ketzer

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    Ich glaube, daß der Polizeisprecher „deutsche Familie“ recht freizügig formuliert hat.

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    • Silvia Rinke

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      Ihr Glaube bleibt Ihnen unbenommen. Glauben Sie, was Sie möchten, und glauben Sie nicht, was Sie nicht möchten.

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