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Förderschullandschaft vor Umbau: Harkortschule und 7 weitere Schulen laufen aus – 4 neue Förderschulzentren

Der Kreis-Bildungsausschuss des Kreises hat für die Umstrukturierung der Förderschullandschaft die Weichen gestellt.  Zwei Förderschul-Zentren werden entstehen – im Gegenzug wird zum 31. Juli kommenden Jahres die Harkortschule in Unna-Königsborn aufgelöst; ebenso wie die Sodenkampschule Fröndenberg und sechs weitere Förderschulen:

  • Barbaraschule in Werne
  • Albert-Schweitzer-Schule in Bergkamen
  • Friedrich-Ebert-Schule in Lünen
  • Pestalozzischule in Selm
  • Käthe-Kollwitz-Schule in Kamen
  • Schule an der Ruhr in Schwerte

Erklärtes Ziel des Kreises ist es, „den Umbau Förderschullandschaft aktiv gestalten und ihn nicht einfach durch sinkende Schülerzahlen und die damit verbundenen Schulschließungen geschehen lassen.“ Daher stimmte der Bildungsausschuss in dieser Woche für die Empfehlungen des Gutachters Dr. Heinfried Habeck: Eltern von Kindern mit Förderbedarf sollen ihr Wahlrecht behalten und auch in Zukunft mit – relativ – kurzen Wegen zu den Förderschulen eine echte Alternative zur Regelschule behalten.

Zum Hintergrund schreibt der Kreis: „Der demografische Wandel und die Umsetzung der Inklusion führen dazu, dass die Schülerzahlen an den Förderschulen deutlich stärker sinken als an anderen Schulen. Ohne eine Lenkung dieses Prozesses würden früher oder später alle Förderschulen unter die vorgegebene Mindest-Schülerzahl fallen und müssten aufgelöst werden.“

Förderschul-Zentren geplant

Gemeinsam wollen Kreis, Städte und Gemeinden gegensteuern und planen die Gründung von zwei Förderschul-Zentren für die Sekundarstufe I in Trägerschaft des Kreises: eines in Unna und eines im Norden des Kreises mit zwei Teilstandorten in Lünen und Selm.

Für die jüngeren Schüler im Primarbereich mit den Schwerpunkten Sprache und emotionale und soziale Entwicklung sind Förderzentren in Fröndenberg und in Bergkamen-Rünthe vorgesehen.

Verlässliche Angebote mit guter Qualität

„Wir wollen das pädagogische Know-how im Kreis an die neuen Standorte transferieren und damit weiterhin verlässliche Förderschulangebote mit guter Qualität machen“, sagte Schuldezernent Dr. Detlef Timpe im Bildungsausschuss und betonte, dass die Entwicklung des Konzeptes ein Beispiel für gelungene interkommunale Zusammenarbeit sei. Die Schulträger im Kreisgebiet Unna – also die Städte, Gemeinden und der Kreis selbst – hatten an einem Strang gezogen und sich in diesem Prozess auch eng mit der Schulaufsicht abgestimmt.

Auf Kreisebene wird der Kreistag am 22. September eine endgültige Entscheidung treffen. Innerhalb der kommenden vier Monate steht die Beschlussfassung über das Konzept auch in den Räten der zehn Städte und Gemeinden im Kreis auf der Tagesordnung.

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