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Flüchtlingsarbeit in Hamm „vorbildlich“

Als vorbildlich lobt das gemeinnützige Recherchezentrum „Correctiv“ die Flüchtlingsarbeit in Hamm. Bei einem Vergleich zwischen verschiedenen deutschen Städten schneidet Hamm beispielgebend ab: Die Geflüchteten und Zugewanderten würden in der Stadt kostengünstig, aber dennoch menschenwürdig untergebracht, heißt es in der Bewertung.

In Hamm ziehen in dieser Woche weitere Flüchtlinge in die Unterkünfte am ehemaligen Glunz-Dorf ein. Diese bieten deutlich mehr Komfort als die bisherigen Container: Im Keller gibt es Duschen und eine Großküche. Bald sollen bis zu 250 Flüchtlinge in der Anlage im Ahse-Park wohnen.

In der Bewertung wird das planvolle Handeln der Stadt Hamm lobend herausgestrichen. Wörtlich schreiben die „Correctiv“-Redakteure:

„Was kostet die Unterbringung pro Flüchtling? Diese Frage zu beantworten, sei sein Job, sagt Markus Kreuz, Kämmerer der Stadt Hamm. Als Betriebswirt mit einem Lehrauftrag an der Fachhochschule Münster, war ihm klar: Um die genauen Kosten pro Flüchtling zu errechnen, braucht die Verwaltung … Unterstützung. Die fand Kreuz in einem Team von der Fachhochschule Münster. Zusammen mit der Stadt Hamm stellten sie ein Modell auf und errechneten: Für die Grundversorgung, also Unterbringung, Bewachung, soziale Betreuung und Lebensmittel zahlt die Stadt im Monat pro Person 973 Euro. Ein Fazit von Kreuz: Die Unterbringung in Wohnungen ist in seiner Stadt viel günstiger als in Sammelunterkünften. Aus solchen Schlüssen könnten andere Kommunen lernen.

Dass bisher nur wenige Kommunen ihre genauen Kosten beziffern können, findet Kreuz problematisch, da gleichzeitig lautstark mehr Geld gefordert werde. Er plädiert für eine Endabrechnung mit Bund und Ländern, also denen die die Pauschalen zahlen. Somit könne man unterschiedlich hohe oder geringe Belastungen berücksichtigen. Und keine Kommune bekomme zu viel oder zu wenig. „

Als Negativbeispiel glänzt hingegen unrühmlich die Landeshauptstadt Düsseldorf: Hier lasse sich ablesen,  zu welchen Preisen die Kombination aus angespanntem Wohnungsmarkt und schneller Unterbringungsnot führen könne, kritisiert „Correctiv“. „Während die Stadt pro Person und Monat in angemieteten Sammelunterkünften nur 226 Euro zahlte, waren es in Wohnmodulanlangen 571 Euro im Monat, in Hotels (auch die mietete Düsseldorf an) 1114 Euro pro Person und Monat und in Messehallen, Schulen oder Turnhallen sogar rund 1500 Euro pro Person und Monat. Ausgerechnet die Unterkunftsart, die für die Flüchtlinge die unangenehmste ist, ist auch die teuerste.“

In Dortmund wurden zum Beginn der Woche wieder alle Sporthallen für die Nutzung durch Schulen und Vereine freigegeben.

https://correctiv.org/recherchen/flucht/artikel/2016/05/13/fluechtlingsheime-von-teuer-bis-guenstig/

Kommentare (2)

  • Wierumer

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    Bei 1500€ pro PERSON MONATLICH Unterbringung in Düsseldorf in den Messehallen (nebenbei in diesen Artikel eine interessante Informationen) bekomme ich einen Brechreiz. Allerdings ist das ja auch linke / rechte Tasche da DD und das Land zu >75% Gesellschafter sind. Wenn aber dann Flüchtlinge in Hotels zu Kosten von >1100€ PRO PERSON pro Monat untergebracht werden hört der Spaß auf und ich frage mich welche Entscheider so etwas umsetzen .Zitiere hier mal aus einem eigenen Kommentar: „ Studien unterscheiden da im Grobraster zwischen rational (analysierend und nachdenkend) und irrationale (Bauchgefühl) Personen. Andererseits zwischen emotionalen (impulsiv, schnell entscheidend und aufbrausend) und emotionslos (geht mir am Arsch ab) Agierenden. “ Zitat Ende. In Düsseldorf (und anderswo) verfestigt sich wohl die allgemeine Meinung zu unseren Beamten: „machen wir mal, nicht mein Geld und geht mir am Arsch ab“

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  • Wierumer

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    Hamm???? ist das nicht die Stadt wo mindestens 1mal wöchentlich Jugendliche abzogen werden, normale Bürger niedergeschlagen werden, Frauen ins Gebüsch gezogen wird und die Täterbeschreibung immer gleich aus fällt??

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