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Flüchtlinge in Emscherkaserne: Sorge um Sicherheit – Bürgerabend wäre „fast aus dem Ruder gelaufen“

Der Bürgerabend zur Flüchtlingsunterbringung in der Emscherkaserne und der Raketenstation Holzwickede wäre am Mittwochabend „fast aus dem Ruder gelaufen“ – mehr noch, er sei „haarscharf an der Katastrophe vorbei“ geschrammt. So urteilt das Online-Portal Emscherblog über den Abend im überfüllten Schulforum.

Die Versammlung sei geprägt gewesen von der Sorge der Bürger um ihre Sicherheit. Eine nicht glückliche Figur gab dabei aus Sicht des Redakteurs vor Ort der Vertreter der Polizei ab, Polizeihauptkommissar Rudolf Fröhlich.

Rudolf Fröhlich

Der Unnaer CDU-Fraktionsvorsitzende war als leitender Polizeibeamter in seiner Zuständigkeit für die  Flüchtlingsunterkünfte im Kreis Unna eingeladen (außer Lünen); zu ihm gesellte sich stellvertretend für den Landrat der  Kreis-Sozialdezernent Torsten Göpfert. „Beide sorgten allerdings durch ihren Auftritt dafür, dass der Info-Abend beinahe ins Gegenteil umgeschlagen und in eine Katastrophe geschlittert wäre“, urteilt der „Emscherblog“.

Da es weder Fröhlich noch Göpfert auch nur ansatzweise geschafft hätten, den hartnäckig nachfragenden Bürgern fundierte Zahlen, Fakten und schlichterdings Informationen zu liefern, wären Zitat, „einige der immer wieder nachfragenden Bürger wohl vor Wut geplatzt“ – hätte sich  nicht Bürgermeisterin Drossel deeskalierend eingeschaltet. Sozialdezernent Göpfert seinerseits schwieg sich den ganzen Abend aus – „… seinem Mienenspiel war deutlich anzumerken, was er von der ganzen Veranstaltung zu halten schien“, wertet der Beobachter vor Ort.

Wir baten Rudolf Fröhlich um eine Stellungnahme zu den harten Vorwürfen. Er bedauerte, sich als Staatsbediensteter nicht persönlich äußern zu dürfen. „Ich  bin dort als Polizeibeamter gewesen und damit als Sprecher der Behörde. Ich unterliegen damit den beamtenrechtlichen Vorgaben. Glauben Sie mir, ich würde gern persönlich Stellung nehmen, aber es geht hier nicht um meine Person und auch nicht um meine ur-persönliche Meinung zu diesem Thema, die eine ganz andere ist.“

Zusatz: „Das dürfen Sie meinetwegen auch schreiben!“


Zum Kommentar und dem Bericht über den Abend geht´s unter folgendem Link: http://emscherblog.de/wp-content/uploads/2014/09/Header11.jp

Die Pressestelle der Kreispolizeibehörde gibt heute Mittag zum Thema Sicherheit noch Folgendes bekannt:

Im Verlauf der Informationsveranstaltung zur Flüchtlingsunterbringung am Mittwochabend (27.01.2016) kam die Frage nach der Polizeipräsenz in Holzwickede auf. Eine ständig, rund um die Uhr besetzte Polizeiwache gibt es in der Stadt nicht. Die Bestreifung des Gebietes, sowie die weitere Wahrnehmung der polizeilichen Aufgaben werden durch die Polizeiwache Unna abgedeckt. In Holzwickede gibt es eine Bezirksdienstaußenstelle, die Rahmendienstzeiten der beiden Bezirksbeamten sind in der Woche 06.00 bis 22.00 Uhr. In den Zeiten von Montag bis Freitag werden Sprechzeiten im Dienstgebäude an der Opherdicker Straße angeboten. Diese sind 09.00 bis 11.00 Uhr und 15.00 bis 17.00 Uhr. Während der anderen Zeiten nehmen PHK Kulinski und PHK Stöcklein ihre Aufgaben in ihren Bezirken wahr.


 KOMMENTARE via Facebook:

Freddy Vogt
Freddy Vogt Entweder sind die Vertreter der Polizei und und des Kreises dumm da sie offensichtlich unvorbereitet zu dem Abend kamen. Oder sie wollten einfach nur so ihr Beschwichtigungsgerede runterrattern und dachten nicht an Widerstand. Das wäre aber auch dumm.
Hans-Ulrich Voß
Hans-Ulrich Voß „Wir baten Rudolf Fröhlich um eine Stellungnahme zu den harten Vorwürfen. Er bedauerte, sich als Staatsbediensteter nicht persönlich äußern zu dürfen. „Ich bin dort als Polizeibeamter gewesen und damit als Sprecher der Behörde. Ich unterliegen damit den beamtenrechtlichen Vorgaben. Glauben Sie mir, ich würde gern persönlich Stellung nehmen, aber es geht hier nicht um meine Person und auch nicht um meine ur-persönliche Meinung zu diesem Thema, die eine ganz andere ist.“Zusatz: „Das dürfen Sie meinetwegen auch schreiben!““Dann soll Herr Fröhlich doch sagen, wie er denkt.Frei nach Luther:
„Ich stehe hier und kann nicht anders.“
Stefanus Maxus Da kann der arme Herr Fröhlich nichts zu. Würde er seine Meinung ehrlich kund tun, würde Hannelore Kraft wohl persönlich dafür sorgen, ihn mundtot zu machen….

Hans-Ulrich Voß
Hans-Ulrich Voß Stefanus Maxus: Er hätte 80% der Öffentlichkeit auf seiner Seite. Das würde sich niemand trauen. Selbst die Hochschule Merseburg ist bei dem mutigen Chemieprofessor Dr. Rödel zurückgerudert, weil der interne (und öffentliche) Zuspruch zu groß war, als dass man personelle Konsequenzen (warum eigentlich?) hätte durchsetzen können.
Ines Petzold … na dann koennt ihr Howies ja lange warten, wenn was passiert, bis die Polizei von Unna da ist, vor allem zw. 22:00 und 06:00 Uhr!!!
Susanne Appelstiel
Susanne Appelstiel Das kann man nicht mehr glauben. Hoffnungslos überforderte Politiker u keine Strategie! Auf die Strasse gehen!
Ines Petzold
Ines Petzold Ja „Wir sind das Volk“ war ja geschichtsverbunden schon mal sehr erfolgreich!!!!
Ines Petzold … na dann koennt ihr Howies ja lange warten, wenn was passiert, bis die Polizei von Unna da ist, vor allem zw. 22:00 und 06:00 Uhr!!!
Kevin Lüdecke
Kevin Lüdecke Dann werden wir uns selber wehren müssen…

Ines Petzold
Ines Petzold Kevin Lüdecke ihr habt doch sicher in Howie auch ein paar Bahnhofsklatscher und Gutmenschen, die koennt ihr doch als Security Faehnchenschwingend dort hinstellen, damit die mal die Realität kennenlernen und die rosa Brille absetzen!!!

 

 

 

Kommentare (7)

  • Ralph Bürger

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    Wie schon vermutet: Das Thema „Kriminalitätsentwicklung“ bietet ein schlimmes Bild: Die Taten von Kriminellen und sogenannten Vandalen schaffen unsichere Städte und ein Klima der Angst. Die Antwort der Polizeivertreter daruf: Ein Bild des Jammers. Weder gibt es fundierte Berichterstattung noch saubere Analysen und schon gar kein Konzept ! Es bleibt unerfindlich, wie man eine Stadt wie Holzwickede nachts ohne besetzte Wache lassen kann. Es ist soweit, dass wir von den verantwortlichen Behörden fundierte Antworten auf unangenehme Fragen einfordern müssen !

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  • Mike

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    Tja, der Bürger hat nun dazuglernt, nach Silvester wo erst versucht wurde alles zu vertuschen oder zu verzögern, nach Kiel wo es zweierlei Recht gab, nachdem bekannt ist das Kriminalität in Flüchtlingsheimen als Häusliche Gewalt ab getan wird und nicht veröffentlicht wird sondern nur auf explizite Nachfrage, etc., er lässt sich nicht mehr bevormunden oder veräppeln oder für dumm verkaufen.

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  • petter Uhlenbusch

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    Auch wenn ich nicht unbedingt in allen Belangen der AdD zustimme, ich sehe für mich keine andere Möglichkeit, den Damen und Herren aus CDU, SPD, Grünen und Linken einen Denkzettel zu verpassen, der sich gewaschen hat. An der Wahlurne! Der „Mär“ hauptsächlich Männer würden die AFP wählen, kann ich nicht folgen. Diese vermeintlichen „Gutmenschen“ und „Fähnchenschwenker“ werden sich noch heftig die Augen reiben. :-)

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    • wutbürger fürst

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      …. hoffentlich werden sie sich die Augen reiben müssen!!!!
      Auch ich sehe keine Alternative zur AfD.

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  • John Do

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    Wenn irgendwann meine Töchter mal von solchen Wirtschaftsflüchtlingen angegriffen werden, dann wird irgendein Politiker darunter leiden. Und sei es nur ein Bürgermeister !

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  • wutbürger fürst

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    Gerade auf „tagesschau24″:
    Wie man sich jetzt bemüht, DARZUSTELLEN, welche polizeilichen Maßnahmen ergriffen werden, um der Versäumnisse Herr zu werden. Gut, aber auch lächerlich!

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