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Flüchtling zog in IC die Notbremse – Keine Erklärung, wieso

Ob dieser Reisende unterwegs auf freiem Feld aussteigen wollte oder ob tatsächlich eine Notlage vorlag, konnte die Bundespolizei nicht klären. Jedenfalls zog ein syrischer Fahrgast gestern Mittag im Intercity zwischen Hagen und Dortmund unvermittelt die Notbremse. Der Schnellzug stoppte abrupt auf halber Strecke. Es war 13:30 Uhr.

Das Zugpersonal ging sofort der Frage nach, ob eine Notsituation vorlag. Nur diese hätte das Betätigen der Notbremse gerechtfertigt. Es gab aber keinen Hinweis auf einen Notfall. Der Zug fuhr also weiter nach Dortmund und kam mit entsprechender Verspätung an.

Im Hauptbahnhof übergaben Bahnmitarbeiter den Syrer an Bundespolizisten. Diese versuchten daraufhin zu klären, warum der in Bayern gemeldete Flüchtling die Notbremse betätigte und ob er tatsächlich auf freier Strecke den Zug verlassen wollte. Eine schlüssige Erklärung konnte der Mann den Beamten jedoch nicht liefern. Die Bundespolizei leitete daher gegen den Mann ein Ermittlungsverfahren wegen Missbrauchs von Nothilfemitteln (§ 145 StGB) ein.

Ob durch die Schnellbremsung Personen im Zug verletzt wurden, wurde nicht bekannt.

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