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FLU schlägt vor: Schallgedämpfte Container gegen schepperndes Altglas

Altglas, mit Schwung in den Container geschleudert, scheppert und klirrt. Das nervt Anwohner, und dagegen will die Freie Liste Unna (FLU) mit Schallschutzcontainern vorgehen.

87 Altglascontainer stehen derzeit im Stadtgebiet Unna, überwiegend in Wohngebieten, hat die FLU recherchiert. Die Bürger werfen fleißig ihre Weinflaschen, Gurkengläser, Marmeladengläser hinein, die Firma Remondis leert die Container. Beides ist lärmintensiv.

Fraktionschef Klaus Göldner: „Fundierte Messungen seriöser Institute, etwa des TÜV, ergaben Lärmwerte von etwa 110 Dezibel, der noch in 50 Meter Entfernung zu hören ist. Deshalb sind zum Schutz der Anwohner als Einwurfzeiten ausschließlich die Werktage zwischen 07.00 und 20.00 Uhr festgelegt.“ Soviel zur Theorie – „wir wissen, durch eigene Wahrnehmung und zahlreiche Anwohnerbeschwerden, dass diese Zeiten zunehmend nicht eingehalten werden. Insbesondere an Wochenenden, oft auch an Sonn- und Feiertagen, wird Altglas oftmals ohne Rücksicht eingeworfen.“

Stadtbetriebe Containerstandort Schild

Da repressive Ordnungsmaßnahmen aus Sicht der Freien Liste keinen nachhaltigen Erfolg versprechen, schlagen sie den Weg vor, den schon eine Reihe anderer Kommunen eingeschlagen hat: lärmgedämpfte Sammelbehälter aufzustellen.

„Diese reduzieren, je nach Ausführung, den Einwurflärm ganz erheblich – bis auf ca. 85 Dezibel“, wirbt die FLU für diese Idee. „Bereits eine Senkung des Dezibelwertes um 20 wird vom menschlichen Gehör subjektiv als viermal leiser empfunden.“

Die Kosten? Überschaubar, meint Göldner. Spezialbehälter kosten pro Stück 245 bis 285 Euro mehr als herkömmliche Container. „Das sollte uns der Lärmschutz – und damit die Gesundheit unserer Mitbürger – allemal wert sein.“

Deshalb:  sukzessive alle Altglascontainer durch lärmreduzierte Varianten ersetzen.

 

Kommentare (15)

  • Willi

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    Die FLU sollte was gegen den Fluglärm unternehmen, und nicht um ein paar Flaschen die im Container klappern.

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  • Katja Mette via Facebook

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    Ich weiß ja nicht ob die Gelder dafür nicht sinnvoller eingesetzt werden können.
    Wir haben hier auch recht nah einen stehen und es wird doch echt nicht oft Glas ein geworfen. Solange sich auch alle an die vorgeschriebenen Zeiten halten finde ich das nicht so wild. Als nächstes darf dann wieder kein Kind auf der Wiese spielen und kein Hund bellen und….

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  • Helmut Brune via Facebook

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    Wir haben hier nur noch unterirdisch angebrachte und schallgedämpfte Container. Außer, daß es viel Leiser ist, sieht auch die Umgebung der Container viel sauberer aus weil gleich nebean auch der Container für Plastik steht und auch der für Altpapier.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Helmut Brune hat ein Foto dazugeschickt – so sehen die Teile in Holland aus. Putzig, nich?

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    • Helmut Brune via Facebook

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      Was da so aussieht wie kleine Schornsteine, sind die Kupplungen, an denen der LKW der Stadt die container aus der Erde zieht und dann kann über dem LKW der Boden der hier gezeigten Container geöffnet werden um sie zu entleeren.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Udo Schmale kommentiert via Rundblick-Unna:

      Das klingt sehr gut. Ich glaube, ich wandere aus in die Niederlande. Da scheint alles besser zu sein und die Leute nicht so verbohrt und unkreativ wie in Deutschland. Lärm, egal woher, macht krank und ich bin jedem dankbar, der mit allen Mitteln diesen reduzieren will.
      Gefällt mir · Antworten · 1 · Kommentiert von Rundblick-Unna Nachrichten · 14 Min

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  • Udo Schmale

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    Das klingt sehr gut. Ich glaube, ich wandere aus in die Niederlande. Da scheint alles besser zu sein und die Leute nicht so verbohrt und unkreativ wie in Deutschland. Lärm, egal woher, macht krank und ich bin jedem dankbar, der mit allen Mitteln diesen reduzieren will.

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    • Helmut Brune via Facebook

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      Nicht Alles ist Besser in den Niederlanden. Da ich aber sowohl die deutsche- als auch die holländische Kultur kenne, kann ich da ziemlich gut vergleichen.

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  • Stefan Werner

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    In Deutschland wird immer viel Geld für Gelaber zum Fenster rausgeschmissen. Einfach machen, wenn es klappt super, wenn nicht war es auch nicht teurer!

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  • Hermann F.

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    Was ist denn schlecht an diesem Vorschlag? Lärmschutz für wenig Geld! Wer in der Nähe von Einwurfstellen wohnt, würde das zu schätzen wissen. An die Einwurfzeiten hält sich doch eh niemand.

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  • Jama To via Facebook

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    Früher standen solche Container sowie Dosen Container immer etwas entfernt von Wohngebiet! Wir haben uns auch bewegt, und Glas und Blech weggebracht! Wie wäre es wenn wir uns wieder mal bewegen!
    Meisten von uns treiben ,,Sport“! Das wäre doch mal Bewegung kostenlos!

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