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FDP fordert neues Kulturkonzept mit Leitung, „die mit Geld umgehen kann“

„Es fehlt für Unna ein ganzheitliches Kulturkonzept!“ Die FDP wird nicht müde, auf dem Thema herumzureiten, immer und immer wieder. Jetzt wieder beim Neujahrsempfang am Dreikönigsabend. Kritik an der Lindenbrauerei-Führung wurde ebenfalls wieder deutlich, wenngleich implizit.

„Viele werden sagen: der schon wieder…!“, nahm Fraktionschef Martin Bick selbst schon das heimliche Stoßseufzen mancher Zuhörer vorweg. Doch die Konzeptlosigkeit der Kulturarbeit aus ihrer Sicht lässt die Liberalen nicht rasten und nicht ruhen. Es gehe einfach nicht länger an, so Bick, dass der Stadtrat jedes Jahr erneut über den Zuschuss für die Lindenbrauerei diskutiere.

Auch wenn der im Vorjahr geplante Dachverband über den Unnaer Kulturangeboten ad acta gelegt sei – die „Kultur-gGmbh“ -, müsse sich organisatorisch einiges massiv ändern, forderte Bick. Er nannte konkret die Einrichtung einer kulturellen und kaufmännischen Leitung . „Jemanden, der richtig mit dem Geld umgehen kann.“

Damit stellt die FDP zum zweiten Mal in zwei Monaten offen die Position von Lindenbrauerei-Geschäftsführerin Regina Ranft in Frage. Bicks Fraktionsvize Andreas Tracz hatte die Kompetenz der langjährigen Lindenbrauerei-Chefin schon beim Beschluss über die dauerhafte Zuschusserhöhung im Dezember offen angezweifelt: Das Wirtschaftlichkeitsgutachten für die Kulturstätte vom Herbst 2013 treffe  diesbezüglich klare Aussagen, moniere einen „Mangel an Führung, Qualifizierung und Teamgeist“.  Die müsse man endlich zur Kenntnis nehmen statt immer nur auf die strukturelle Unterfinanzierung abzuheben.

Impressionen vom FDP-Empfang in der Neuen Schmiede:

 

Kommentare (5)

  • Helmut Brune via Facebook

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    Muß jetzt wieder eine Frau kritisiert werden, weil sie dem Patriarchat der herren Politiker nicht in den Kram passt? Diese Herren sollten selbst erstmal unter Beweis stellen, daß sie richtig Gut mit Geld umgehen können. Ich habe da nämlich ernsthafte Zweifel.

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  • Martina Tsatsoulis

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    Schöne Impressionen! Aber nicht vielleicht für die ein oder andere Genossin gefährlich??

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  • Andre Sander via Facebook

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    Die Lindenbrauerei ist ein Zuschussbetrieb. Das ist an sich nicht schlimm. Allerdings werden jedes Jahr mehr und vor allem viele öffentliche Gelder in ein Fass ohne Boden gesteckt. Der Führung scheint es egal zu sein. Den jedes mal wenn um Geld gebeten wird, bekommt man es. Es kann nicht sein, das so ein Kulturprojekt so massiv mit öffentlichen Geldern am Leben gehalten wird, damit sich eine Hand voll Kunstliebhaber, ihre Leidenschaft subventionieren lassen. Leider scheint diese Hand voll eine starke Lobby zu haben. Ich bin auch der Meinung, daß die Führung der Lindenbrauerei. ausgewechselt werden muss und das nicht zwangsläufig gegen einen Mann. Die erste Wahl muss eine Verwaltungs Person aus der Privatwirtschaft sein. Ganz einfach aus dem Grund, da die mit wenig Geld viel erreichen müssen.

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  • S. Maritz

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    Ich wusste gar nicht, dass es in Unna überhaupt eine FDP gibt.

    Scheint ja auch auf Ortsebene nur eine Ein-Themen-Organisation zu sein.

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