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FDP begrüßt Falkschulneubau, kritisiert aber harsch Kulturpläne: „Immer nur Geld reinschießen ist zu wenig“

Entschiedenes Ja zu Investionen in die Schulen, striktes Nein zu weiterer Kultur-Bezuschussung wie gehabt. „Nicht immer nur Geld reinpumpen und teure Gutachterempfehungen ignorieren!“ Die FPD positioniert sich zum Nachtragshaushalt und den geplanten Investitionen der Stadtverwaltung.

Nach der Klausur am Montagabend mit Kämmerer Karl-Gustav Mölle fasste Fraktionschef Martin Bick die Haltung der Liberalen heute zusammen. „Ganz besonders freuen wir uns, dass mit der Neubauplanung einer Grundschule an der Hertinger Straße endlich Bewegung in eine langjährige FDP-Forderung kommt“, betont Bick.

Martin Bick FDP

„Endlich in Schulen investieren – das unterstützen wir nachdrücklich. Aber die Diskussion um die Kultur muss weitergehen.“ Martin Bick, FDP-Fraktionschef.

Die Verwaltung schlägt wie berichtet vor, unweit vom Altgebäude der Falkschule einen Neubau zu errichten. Super, freuen sich die Freidemokraten, ebenso gilt das für die „längst fälligen Sanierungsmaßnahmen u. a. der Peter-Weiss-Gesamtschule und der Absicherung der Hellweg-Realschule.“

Für die künftig einzige Realschule Unnas – mit dem Auslaufen der Anne-Frank-Schule Königsborn bleibt künftig nur noch das Pendant in Massen – ist bis Ende 2016 noch eine Pavillonlösung geplant, bevor es 2017 an den umfassenden Umbau gehen soll. So die bisher ins Auge gefasste Zeitschiene der Stadtverwaltung, die Bürgermeister Werner Kolter in der Ratssitzung kurz skizzierte.

Auch die  jeweils 30 000 Euro für das Bornekampbad (neues Kinderbecken) und das Lehrschwimmbecken in Lünern (Hellwegbad) trägt die FDP mit.

Dass auf die ursprünglich vorgesehene Steuererhöhung in 2016 verzichtet werden kann – trotz Investitionen
und notwendiger Finanzierung des Brandschutzes – führen die Freidemokraten auf die sehr gute wirtschaftliche Entwicklung  auch der hiesigen Unternehmen zurück. „Diese gilt es weiter zu unterstützen und zu fördern.“

Deutliche Kritik gibt es von den Liberalen hingegen bei den Plänen zur Kultur: „Hier sehen wir noch Nachbesserungsbedarf“, unterstreicht Bick sehr energisch.

Die FDP bleibt bei ihrer Forderung, die Kulturabeit zu bündeln und mit einer kaufmännischen und künstlerischen Leitung zu versehen. Diese Pläne will die Stadtverwaltung fallen lassen, da das Modell eines kulturellen „Dachverbandes“ – einer gGmbh – aus ihrer Sicht keine ausreichenden Spareffekte zeitigen würde, so dass sich der Aufwand nicht lohne. Der Lindenbrauerei soll der bisherige städtische Zuschuss von 199 000 Euro im Jahr dauerhaft um 50 000 Euro erhöht werden.

Das passt der bekanntermaßen kultursubventions-kritischen FDP überhaupt nicht. „Einfach nur Geld  reinschießen ist zu wenig. Wir geben teure Gutachten in Auftrag, um Sie dann zu ignorieren. Das „Richter-Gutachten“ gibt hierzu weitreichende Ansätze“, fordert Bick eine weitergehende Diskussion.

Die Neuausrichtung der Schul-, Sport- und Kulturarbeit durch die Wiedereinsetzung eines vierten Beigeordneten sehen die Liberalen als einen ersten Schritt in die richtige Richtung. „Die Aufgaben werden immer komplexer, sowie der erfolgte und noch anstehende Personalexodus machen
eine Umstrukturierung in der Verwaltung unumgänglich.“

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