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Fast 2 Dutzend Vogelkinder großgezogen: Königsbornerin bittet um Hilfe für Mauerseglerklinik

Kommt ein Vogel geflogen… ! Fast zwei Dutzend kleine Bruchpiloten sind unter der sorgsamen Obhut von Sarah Repping erfolgreich groß gezogen worden und starteten stolz in die Lüfte, wo sie als Schwalbenvögel hingehören!

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Die Mauersegler-Freundin aus Königsborn betreute im Sommer wie berichtet zahlreiche aus dem Nest gefallene (oder aus Hitzenot herausgesprungene) hilflose Vogelzwerge – im Bild oben ist zu sehen, wie winzig klein sie waren. „Es waren insgesamt 27 Stück“, berichtete uns Sarah Repping jetzt als Bilanz ihrer diesjährigen Mauersegler-Rettungsaktion. „Die letzten beiden Segler sind vor vier Wochen rausgegangen.“

Ja, bestätigt die engagierte Vogelfreundin bescheiden, so ein klein wenig stolz macht sie das schon. „17 konnten an den Himmel , 6 habe ich weitergegeben… und 4 sind leider gestorben , da kam jede Hilfe zu spät. Aber über jeden Mauersegler, der in die Lüfte kam, habe ich mich unheimlich gefreut“, erklärt Sarah Repping hörbar freudig. „Und ich schaue mir immer noch die Videos von den Kleinen an…!“

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Wer Sarahs Herzensanliegen und die Mauerseglerhilfe unterstützen möchte, kann sofort kräftig mitvoten: Die Sparda-Bank Hessen spendet 2000 Euro für Umweltprojekte, über die per Voting abgestimmt wird. Sarah Repping und ihre Seglerpäppler voten täglich für die Mauerseglerklinik Frankfurt. „Dort sitzen noch über 120 Vögel, und verschiedene private Päppler haben noch Segler zu Hause die wegen Gefiederschäden nicht starten können und eben auf einen Platz in Frankfurt warten, um neue Federn zu bekommen!“, wirbt Sarah für Unterstützer für ihre „kleinen Schätze“, wie sie sie nennt.

Zum Voting geht´s hier lang:  https://www.sparda-vereint.de/voting/spardaherbstaktion-2016/wir-schmucken-sie-mit-fremden-federn/


 

Infos Mauerseglerklinik Frankfurt

Die Mauerseglerklinik in Frankfurt zieht aus dem Nest gefallene junge Mauersegler auf, leistet tiermedizinische Hilfe für verunfallte Mauersegler, ist spezialisiert auf Gefiederschäden und versorgt ihre Patienten rund um die Uhr mit dem Ziel, sie wieder auszuwildern.
Der Bestand von Mauerseglern (apus apus) ist bedroht, Energiesanierungen nehmen ihnen oft die Brutmöglichkeiten. Nach Deutschland kommen diese hochspezialisierten Zugvögel nur, um hier im Sommer unter unseren Dächern zu brüten.
Aufgrund von Unfällen, Sanierungsmaßnahmen, großer Hitze oder ungeeigneten Nistplätzen werden alljährlich viele Mauersegler hilfsbedürftig am Boden gefunden, vor allem Nestlinge. Oft nehmen sich engagierte BürgerInnen ihrer an und versuchen sie großzuziehen. Leider werden diese jungen Vögel oft mit dem falschen Futter aufgezogen und entwickeln dann schwere Gefiederschäden.
Für Unzählige ist die Mauerseglerklinik der letzte Ausweg, denn hier kann den schwer geschädigten Vögeln in einem langen Gesundungsprozess zu neuen Federn geholfen werden. Wenn sie sich von der folgenschweren Fehlernährung erholt haben, werden sie aufwändig geschiftet, d.h. sie bekommen ein neues Fluggefieder.
Über 100 solcher fehlernährter oder anderweitig gefiedergeschädigter Mauersegler sind in dieser Saison wieder in die Klinik gekommen. Viele konnten schon erfolgreich geschiftet und wieder ausgewildert werden. Doch eine Großzahl von ihnen wartet noch auf ihre Schift-Operation, auf Flugtraining und die ersehnte Freiheit. Die Ernährung eines Mauerseglers kostet pro Woche ca. 10€, denn die Insektennahrung ist teuer. Mit den 2.000€ könnten wir die Ernährung dieser Vögel und damit ihren Weg in die Freiheit der Lüfte sicherstellen.

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