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Familienauto 75 km/h zu schnell – da, wo fast ein 6Jähriger durch Raser starb

Unfassbar. An derselben Stelle in Hagen, wo vor zwei Wochen ein 6jähriger Junge durch einen Raser fast sein Leben verlor, raste gestern Abend ein Familienvater mit Ehefrau und zwei Kleinkindern im Wagen 75 (!) km/h zu schnell in eine Laserkontrolle. Die Polizei kommentierte diese Wahnsinn fassungslos. „Das ist kaum zu glauben.“

Um 19.41 Uhr erfasste das Kontrollgerät den Renault mit 121 km/h – bereits nach Abzug der Messtoleranz von 4km/h – also hatte er 125 Sachen drauf. Erlaubt sind an dieser Stelle 50 km/h.

Der 31jährige Fahrer war angeschnallt, ebenso sein sechsjähriger Sohn in einem Kindersitz auf dem Beifahrersitz. Auf der Rücksitzbank saß – ohne Gurt – die Ehefrau des Mannes und auf ihrem Schoß das 1 ½-jährige Baby.

Der Autofahrer entschuldigte sich bei den Beamten und gab an, nicht auf die Geschwindigkeit geachtet zu haben. „Auf der innerstädtischen Feithstraße sind 50 km/h erlaubt“, wiederholt die Polizei, merklich schockiert über diesen Wahnsinn.

Der Bußgeldkatalog sieht für den Geschwindigkeitsverstoß ein dreimonatiges Fahrverbot und ein Bußgeld in Höhe von 680 Euro vor. Die Polizei hat bereits Kontakt mit der Straßenverkehrsbehörde und der Bußgeldstelle aufgenommen.

Die erleichternde Meldung: Der 6Jährige, der vor zwei Wochen bei dem illegalen Autorennen auf dieser Straße an der Fern-Uni lebensgefährlich verletzt wurde, ist außer Lebensgefahr. Der Kleine saß zusammen mit seiner 11jährigen Schwester im Auto seiner Mutter, als einer der entgegenkommenden Raser gegen das Familienauto prallte. Ein Rettungshubschrauber musste den kleinen Jungen in eine Spezialklinik bringen. „Nach Auskunft der behandelnden Ärzte vom heutigen Freitag ist der Junge mittlerweile außer Lebensgefahr und befindet sich auf dem Weg der Besserung„, freut sich die Polizei mitzuteilen.

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